Alles spricht von Smartphones, Tablets und vom mobilen Internet. Dort ist das große Geld zu machen, wie Apple und Samsung, das heute einen Rekordgewinn vorstellte, jedes Quartal aufs neue zeigen. Doch auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ist auch zu sehen: In der neuen digitalen Welt wird der Fernseher weiter eine Rolle spielen, und zwar im Wortsinn eine riesige. Der Fernseher wird der mit Abstand größte Bildschirm im Haushalt bleiben und auch nicht vom Tablet-PC verdrängt.
Ungeklärt ist allerdings, ob der Dumb- oder der Smart-Screen, die technisch simple oder die hochgerüstete Glotze mit eingebautem Hochleistungscomputer das Volumen-Modell der Zukunft wird. Auf der CES gibt es Entwicklungen in beide Richtungen. Auf der einen Seite rüsten die TV-Hersteller auf. Samsung stellte eine völlig überarbeitete Version des SmartTV vor. Gleich nach dem Einschalten können die Programme oder Dienste wie Fotos und Videos sowie Facebook gewählt werden. Samsung will außerdem größere Geräte anbieten. Mehr als die Hälfte der verkauften Fernseher sind inzwischen Internetfähig, doch ein erheblicher Teil der Käufer schließt das Gerät gar nicht ans Internet an.
Ein Problem der Hersteller der sogenannten schlauen Fernseher ist bislang, dass es für Entwickler sehr aufwendig ist, die Programme für jedes einzelne Gerät zu schreiben. Auf der CES gaben Technisat und Panasonic bekannt, sich der Smart TV Alliance anzuschließen. Dazu gehören unter anderem bereits Sharp, LG und Toshiba. Die TV-Hersteller wollen nun eine gemeinsame Plattform für die Entwicklung von Apps und anderen Anwendungen bereitstellen. Denn auf dem Großbildschirm ist es ähnlich wie mit dem Smartphone: Erst die vielen Zusatzprogramme, die installiert werden können, machen das Gerät richtig interessant für die Käufer. Nur Samsung und Sony gehen weiter allein ihren Weg.
Setzt sich der hochgerüstete Smart-TV durch? Oder bleibt der Fernseher ein „dummer Bildschirm“, wie zum Beispiel die Marktforscher von Forrester vorhersagen? Sie erwarten, dass Tablets und Smartphones die neuen Hauptrechenzentren der Privatnutzer werden – im Wohnzimmer und auch außerhalb. Wer zum Beispiel alle wichtigen Programme, Fotos und Unterlagen auf dem Tablet-PC dabei hat, kann sie auch auf einen Dumb-Screen im Hotel ausspielen. In diese Richtung deutet auch die Entwicklung neuer Spielkonsolen, die auf der CES vorgestellt wurden. Sie stellen die Rechenleistung und bilden das zentrale Datendrehkreuz für Games und Medien, der Fernseher wird zum Ausgabegerät degradiert.
Die wahrscheinlichste Variante ist, dass beide Welten nebeneinander existieren. Smart-TV kosten inzwischen nur noch einen geringen Aufpreis gegenüber herkömmlichen Modellen. Ein paar Dutzend Euro werden die meisten gerne bereit sein zu zahlen für die Extrafunktionen eines Geräts mit ordentlicher Rechenpower und vielen Möglichkeiten, auf Dienste in der Datenwolke zuzugreifen. Doch zum zentralen Rechner werden es die Fernseher wohl nicht schaffen. Dafür ist Mobilität inzwischen zu wichtig für die Nutzer geworden. Und deshalb wird den meisten auch in Zukunft ein abgespeckter Smart-TV ausreichen. Viel wichtiger wird sein, dass er gut mit Handy und Tablet zusammenarbeitet.
Apple, Microsoft, SAP, Deutsche Telekom, RIM, Nokia, HTC - Nachrichten aus der IT-Branche. Das Thema.
|
|
22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
|
|
67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
|
|
11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

Die Geschichte der griechischen Krise wird sehr einseitig beschrieben. Europa ist gut, Athen ist böse. Europa muss sein Sorgenkind erziehen - oder es aus dem Euro werfen. Es geht um „Lügen“, „Sorgen“ und der teuren „Rettung“. Dahinter verbergen sich knallharte Interessen. Mehr...
Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.