Im Netz gibt es ein Video, das wahrscheinlich nicht mal echt ist, aber dennoch sehr unterhaltsam. Darin bricht der Instagram-Gründer Kevin Systrom in ein lautes, dreckiges Lachen aus, nachdem er darüber gesprochen hat, dass Facebook den Kaufpreis für seinen Fotodienst von zwei auf eine Milliarde heruntergehandelt hat. Eine Milliarde! Für einen recht simplen Internet-Dienst mit einem Dutzend Mitarbeitern, mit dem man Fotos verfremden und mit Freunden teilen kann. Ist das nicht so verrückt, dass man sich kaputtlachen muss?
Die große Frage, wie viel Geld sich letztlich mit sozialen Netzwerken für Privatnutzer im Internet wirklich verdienen lässt, ist nämlich noch nicht beantwortet – und lautet vermutlich: Nicht allzu viel. Die Aktie von Mutter Facebook war zwar zuletzt im Aufwind.
Weit verbreitet ist das für Android und iOS erhältliche Instagram. Bilder können mit 18 Filtereffekten in Retro-Werke verwandelt werden - etwa mit mehr oder weniger Unschärfe, in Schwarz-Weiß oder ausgebleichten Farben. Die Mitgliedschaft in der Instagram-Community ist gratis, aber verpflichtend: Ohne funktioniert die App nicht.
Foto: HerstellerDoch es zeigt sich immer wieder, dass die Nutzer recht sensibel reagieren, sobald die Unternehmen versuchen, den größten Schatz ihres Netzwerks zu heben: Sie wollen die riesigen Datenmengen kommerzialisieren. Instagram verursachte mit einer Änderung der Geschäftsbedingungen Mitte Dezember einen Aufschrei der Empörung unter den Nutzern. Instagram wollte sich mit den neuen AGB umfangreiche Rechte am Fotomaterial der Nutzer sichern, unter anderem kommerzielle Verwertungsrechte. Geld sollte es dafür nicht geben.
Am Tag des AGB-Gate brachen die Nutzerzahlen ein. Zwar erholten sie sich kurz, gingen dann aber wieder in den Sturzflug über. Die Statistiken über die monatlichen User sehen zwar wesentlich besser aus und steigen sogar etwas, werden sich dem Abwärtstrend bei der täglichen Kundschaft aber vermutlich nicht mehr lange entziehen können.
Im Netz gibt es eine Vielzahl von Programmen, mit denen man Fotos bearbeiten, speichern oder veröffentlichen kann. Wir zeigen die beliebtesten Anwendungen.
Foto: dpaFür den Niedergang mag es auch viele andere Faktoren geben, zum Beispiel die gestiegene Konkurrenz. Vignette, Snapseed, Eyeem – wer will, wird auch woanders fündig. Zudem könnte sich Instagram auch als Modephänomen erschöpft haben. Wirklich hip ist es nicht mehr, Strandfotos im Look der 70er-Jahre an Freunde zu verschicken.
Doch die heftige Reaktion der Nutzer zeigt wieder einmal beispielhaft: Es ist extrem schwer bis unmöglich, einen Internet-Dienst gegen den Willen der Nutzer zu versilbern. Selbst auf zu viel Werbung – die einzige Einnahmequelle der meisten sozialen Netzwerke – reagiert die Nutzerschaft mit Abwanderung und Verdruss. Für einen Dienst wie Instagram, der mit der Zahl der Anwender immer attraktiver wird, kann ein einziger AGB-Unfall über Wohl und Wehe entscheiden.
Interessant ist, dass das Problem vor allem Anbieter privater Dienste trifft. Das professionelle Karriere-Netzwerk LinkedIn verkloppt die Profile und Daten seiner Nutzer zum Beispiel an Personalagenturen, die viel Geld dafür zahlen, möglichst schnell und zielgerichtet an möglichst viele Kandidaten zu kommen. Ein Problem hat damit niemand, im Gegenteil: Wer auf LinkedIn Informationen einstellt, sorgt ohnehin dafür, dass das Private außen vor bleibt.
Und der Kunde möchte ja gerade, dass seine Informationen an möglichst viele Headhunter gelangen. Es gibt also eine langfristige und grundsätzliche Übereinstimmung zwischen den Zielen des Dienste-Anbieters und des Nutzers. Dann lässt sich auch langfristig damit Geld verdienen.
Apple, Microsoft, SAP, Deutsche Telekom, RIM, Nokia, HTC - Nachrichten aus der IT-Branche. Das Thema.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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