Das hätt’ es früher nicht gegeben! Natürlich hätte auch schon vor der Erfindung von Internet und iPad der damals mächtige Spiegel den Chef einer Bundesbehörde mit Genuss in den Senkel gestellt. Nur wäre das Schwarz auf Weiß geschehen, an einem Montag in Woche 1. Dann hätte der Behördenchef, der sich ungerecht behandelt fühlte, einen, wie man damals sagte, geharnischten Leserbrief in die Maschine gehackt, der in Woche 2 im Spiegel abgedruckt worden wäre. Wäre ihm dann ein Politiker beigesprungen, hätte der wohl mit einer Tageszeitung gesprochen. Falls das Thema nicht schon durch gewesen wäre.
Heute läuft derselbe Streit an einem Tag, dafür doppelt so schnell, dreifach so aggressiv und vor allem zugleich öffentlich und direkt zwischen Journalist und Behörden-Chef. In seinem Zentrum steht just das Gerät, das die Tageszeitung wahlweise töten oder retten wird: das iPad. Das will Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes – eine Behörde, die dem Umweltministerium untersteht – verbieten lassen. Behauptet jedenfalls der Spiegel-Mann Alexander Neubacher, der seit seinem Bestseller-Erfolg mit der Anti-Naturschutz-Fibel „Ökofimmel“ gegen alles kämpft, was er als Ökostalinismus ausgemacht hat.
Und was wäre bezeichnender und spaßtötender als ein Öko-Behörden-Chef, der das coole iPad verbieten will – sicher nur, weil es aus Plastik und Blech gemacht und trotzdem pfandfrei ist? Wieder ein irrer Umweltideologe enttarnt, freute sich Neubacher.
Behördenchef schießt zurück
Doch da – moderne Zeiten! – schoss der Behördenchef zurück. Unvermittelt, per Twitter. Er habe nie ein Tablet-PC-Verbot gefordert, erklärte Flasbarth seinen Abonnenten am Mittwochabend. „Was ich zu iPads gesagt habe, wusste Alexander Neubacher, passte aber nicht in seine Geschichte. Guten Journalismus muss man können & wollen!“ Schon am Morgen wehrte sich der angegriffene Angreifer: „Was stimmt denn nicht mit unserer Darstellung?“, fragte er öffentlich.
Nun wurde der Ton rapide rauher: Flasbarth empfahl dem Spiegel-Mann, dann doch „mal (zu) recherchieren – gehört bei anderen Journalisten zum Handwerk“. Neubacher postete als Beweis den Link zu einem Text, laut dem Flasbarth dieser Zeitung im November gesagt hatte: Die Lebensdauer und Recycling-Fähigkeit von Tablet-Computern – die eben nicht nur aus Plastik und Blech gemacht sind, sondern aus wertvollen Rohstoffen – könnte stark erhöht werden, wenn das Akku nicht fest eingebaut, sondern austauschbar wäre. „Dass das verschleißträchtigste Bauteil nicht einfach ersetzt werden kann, ist grotesk. Das muss man verbieten“, so Flasbarth damals.
Nur dass der Streit damit nicht endete. Denn was ist das zu verbietende „Das“? Das ressourcen-, umwelt- und letztlich auch industrie-feindliche Design, sagt Flasbarth. Wenn Neubacher unter Journalismus mehr verstünde als „bisschen rumgoogeln“, hätte er das kapiert. „Wir haben Ihren O-Ton auch auf Band, in Stereo und in Farbe“, droht der. „Erst denken, dann reden!“
Kurz bevor Tiernamen ins Spiel kamen, schaltete sich die Politik ein. SPD-Umweltexperte Ulrich Kelber stellt fest, dass auch Neubachers Links die Forderung nach einem Verbot belegen, „Akkus fest einzubauen, nicht Verbot der Geräte“. Dem schließe er sich an, so Kelber: „Es wäre ökologisch richtig und aus Verbrauchersicht wichtig, auswechselbare Akkus vorzuschreiben.“
Der Kampf geht weiter.
Apple iPad Mini
Das iPad Mini ist sozusagen der Nachzügler unter den 7-Zoll-Tablets. Aber was sind seine Vor- und Nachteile im Vergleich zur Konkurrenz?
Vorteile:
Das iPad Mini ist im Vergleich ein Leichtgewicht und es ist auch dünner als die Konkurrenz. Gut ist außerdem die Akkulaufzeit, die starke Rechen- und Grafikleistung sowie die große Auswahl an Apps und Spielen im App-Store von Apple. Auf Wunsch kann es auch mit der schnellen Netzverbindung LTE ausgestattet werden.
Foto: dpaApple, Microsoft, SAP, Deutsche Telekom, RIM, Nokia, HTC - Nachrichten aus der IT-Branche. Das Thema.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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