Auf Twitter kündigte Schmitz alias Kim Dotcom an, er werde den neuen Dienst Mega nennen. Auf der Werbe-Seite me.ga habe es binnen weniger Stunden „Millionen“ Klicks gegeben. „Eins ist sicher: Die Welt will Mega“, twitterte Schmitz.
Sharehoster bieten die Möglichkeit, Musik oder Filme auf einem Internet-Server zu speichern. Anschließend besteht die Möglichkeit, dass andere Nutzer die Dateien wieder herunterladen.
Ab einer bestimmten Dateigröße wird meist eine Gebühr fürs Hochladen fällig. Viele finanzieren sich zudem über Werbebanner. Auf "Megaupload" tauschten täglich rund 50 Millionen Menschen Dateien, die wenigsten davon legal.
Der 38-jährige gebürtige Deutsche war am 20. Januar festgenommen worden. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuß in seiner Wahlheimat Neuseeland; die USA verlangen seine Auslieferung.
Die Nutzer sollen Fotos, Texte oder Filme hochladen können. Um den Dienst kostenlos anbieten zu können, sucht Schmitz auf der Website nach Investoren. Der Start sei aber finanziert. „Er liebe es, Menschen glücklich zu machen“, twitterte Schmitz vielsagend. Es sei das beste Gefühl.
Aber auch Dienstleister werden gesucht, die Server anbieten. „Leider können wir nicht mit Anbietern aus den USA arbeiten“, heißt es auf der Seite. So will schmitz Verstöße gegen das US-Recht vermeiden. Urhebern verspricht Schmitz, dass beim illegalen Verbreiten von Inhalten diese sofort entfernt würden. Die Urheber könnten sogar selbst das Löschen vornehmen - sofern sie Mega nicht für das Verhalten der Nutzer verantwortlich machen würden.
Anonyme Daten
Die neue Plattform Mega verspricht ein ausgeklügeltes Verschlüsselungssystem, so dass zwar die Nutzer, nicht aber die Betreiber der Seite wissen, welche Daten sie speichern und teilen. Theoretisch könnten so die Betreiber nicht für illegale Kopien verantwortlich gemacht werden.
Nach seiner Festnahme in Neuseeland wird der Megaupload-Gründer Kim Dotcom alias Kim Schmitz im Internet verspottet.
Foto: screenshotMegaupload bot seinen Nutzern an, Daten im Internet zu speichern und mit anderen zu teilen. Dies ist nicht illegal, doch der Dienst wurde auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und Software zu verbreiten. Die USA beschuldigen die Verantwortlichen, unrechtmäßig 140 Millionen Euro angesammelt zu haben. Sollte Schmitz vor ein US-Gericht gestellt werden, drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.
In Neuseeland war die Villa von Schmitz durchsucht worden, wie ein Gericht dort urteilte rechtswidrig. Im März 2013 wird über seine Auslieferung verhandelt. (mit afp)
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