An der Börse gab es bislang für Facebook nur eine Richtung: Abwärts. Der Unternehmenswert halbierte sich in den fünf Monaten seit dem Börsengang. Nun legte der Konzern die Zahlen für das dritte Quartal vor – und obwohl er einen Verlust von 59 Millionen Dollar verbuchte, schoss der Kurse des Konzerns nach oben: Um 13 Prozent im nachbörslichen Handel in den USA, um mehr als 10 Prozent in Deutschland.
Der Grund dafür ist vor allem das Ergebnis für das mobile Anzeigengeschäft, also Anzeigen auf Tablets und Smartphones. In diesem Bereich setzt der Konzern inzwischen 150 Millionen US-Dollar um, rund dreimal so viel wie im Quartal zuvor. Anfang 2012 war Facebook überhaupt erst in das mobile Werbegeschäft eingestiegen. Nun macht es bereits 14 Prozent der Gesamtwerbeeinnahmen aus – deutlich mehr als von den Analysten erwartet.
Vor allem aber nährt das Ergebnis die Erwartung, dass Facebook doch der Umstieg in das Zeitalter des mobilen Internets gelingen könnte. Die Zweifel über Facebooks Anpassungsfähigkeit an das Zeitalter der Smartphones und Tablets standen im Mittelpunkt des dramatischen Kursverfalls. Der Grund: Auf den Desktop-Bildschrimen kann Facebook problemlos zehn Anzeigen einblenden – auf den kleineren Smartphone- und Tablet-Bildschirmen ist das nicht möglich. Doch immer mehr Nutzer griffen von ihren mobilen Geräten auf Facebook zu – zuletzt 601 Millionen der über eine Billionen monatlich aktiven Nutzer. Ein Problem, das für den Konzern nur schwer lösbar schien.
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Doch Facebook hat in den letzten Monaten eine Reihe von Neuerungen initiiert, die alle darauf angelegt sind, die mobilen Zugriffe auf Facebook stärker zu Geld zu machen. Zunächst kamen im Februar die gesponserten Beiträge. Ergänzt wird dies um spezialisierte App-Werbungen. Mit einem Klick auf den Link öffnet sich dann die App zum Download im Google Play oder Apples App-Store. Facebook könnte so neben den App-Stores von Apple und Google zu dem der zentralen Entdeckungspunkte für neue Apps werden – einer stark wachsenden Branche.
Das Buch „Social Network Photography“ zeigt die mit dem Handy geschossenen Profilbilder der Facebook-Generation. „Auf Armlänge“, „Ich im Spiegel“ oder „Kram“ haben die Autorinnen ihre Profilbild-Typen genannt und noch Unterkategorien für sie gefunden. Wir stellen sie in der Bildergalerie vor.
Foto: Social Network PhotographyDoch bemerkenswert ist vor allem: Facebook verlässt längst das bekannte Territorium - und wagt sich in den USA bereits in den E-Commerce-Bereich vor: Facebook Gifts nennt sich der neue Service, über den Nutzer physische Geburtstagsgeschenke für Freude beziehen können. Experten sehen ein enormes Potenzial für Facebook: Denn der Konzern weiß nicht nur, wann die Freunde Geburtstag haben, sondern auch besser als alle andere, was sie mögen – und kann so potenziell genau die richtigen Vorschläge machen.
Langfristig ist aber ein anderes Experiment von Facebook vermutlich noch bedeutender: Das sich derzeit noch in der Beta-Phase befindende mobiles Anzeigen-Netzwerk von Facebook. Hinter der neuen Strategie steht die Überlegung, dass der Konzern nicht notwendigerweise die – immer begrenzt bleibende – Bildschirmfläche der eigenen Apps verwenden muss, um seine eigentliche Stärke an Anzeigenkunden zu verkaufen: Das enorme Wissen über die Nutzer.
Aus dem Buch „geaddet, gepostet, Webfail! Die peinlichsten und lustigsten Facebook-Dialoge“, riva-Verlag, 208 Seiten, 8,99 Euro
Facebooks Daten ermöglichen es der Anzeigenindustrie vielmehr die Nutzer zielgenau ins Visier zu nehmen – auch dann, wenn sie nicht auf Facebook unterwegs sind, sondern auf anderen Websites surfen oder andere Apps nutzen. Der Konzern experimentiert daher derzeit mit einem mobilen Anzeigennetzwerk, das Anzeigen auf anderen Websites ausspielt, die so zielgenauer an bestimmte Zielgruppen gebunden werden könnten. Denkbar ist dann selbst ein Facebook, dass enorme Werbeeinnahmen hat, ohne selbst eine einzige Anzeige auf der eigenen Smartphone-App auszuspielen.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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