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21. Dezember 2012

Smartphone-Markt : Blackberry-Hersteller verliert Nutzer

 Von Karin Billanitsch
Es werden immer weniger Blackberrys verkauft. Foto: dpa

Der Blackberry-Hersteller RIM weist im vergangenen Quartal einen dünnen Gewinn aus. Aber zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte verlieren die Kanadier Kunden. Nun hofft das Urgestein des Smartphone-Markts auf das neue Betriebssystem Blackberry 10.

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Berlin –  

Für den Blackberry-Hersteller Research in Motion RIM mehren sich die Alarmsignale: Die Zahl der Blackberry-Nutzer sank, zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte überhaupt, um eine Million auf 79 Millionen. Einst war das Smartphone mit der markanten Tastatur Liebling von Managern und hohen Beamten. Doch das kanadische Unternehmen ignorierte zu lange den Trend zu Touchscreens und war zu langsam bei der Weiterentwicklung der Software. Als Folge schmolzen die Marktanteile dahin.

Allerdings ist RIM immerhin mit einem blauen Auge durch das vergangene, zum ersten Dezember abgeschlossene dritte Geschäftsquartal gesteuert: unterm Strich gab es nach vorangegangenen hohen Verlusten sogar einen dünnen Gewinn von neun Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie. Im Vorjahr waren es noch 265 Millionen. Der Gewinn entstand allerdings nur, weil eine Steuergutschrift den operativen Verlust von 212 Millionen Dollar ausglich. Der Umsatz halbierte sich mit dem Vorjahresquartal auf knapp 2,73 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es noch Zudem hat sich der Barmittelbestand auf Quartalssicht um 600 Millionen auf 2,9 Milliarden US-Dollar erhöht, wie das Wall Strret Journal (wsj) online schreibt.

Hoffnungsträger Blackberry 10

Der angeschlagene Hersteller RIM verkaufte in dem Quartal rund 6,9 Millionen Blackberry-Smartphones und 255 000 Playbook-Tablets. Zum Vergleich: Apple verkaufte im letzten Quartal vor dem Start des mit Spannung erwarteten iPhone 5 mehr als 26 Millionen seiner Smartphones, Samsung kommt auf mehr als 50 Millionen Computer-Handys pro Vierteljahr.

Nun wollen die Kanadier versuchen, den erfolgreichen Konkurrenten Apple und Samsung verlorene Marktanteile abzujagen: Im Februar soll der Hofffnungsträger, das neue Betriebssystem Blackberry 10 mit neuen Geräten auf den Markt kommen. Der Start war bereits mehrfach verschoben worden. Die neuen Smartphones würden derzeit von rund 150 Mobilfunk-Betreibern getestet, sagte der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins. Je mehr Anbieter die neuen Geräte ins Programm nehmen, desto erfolgreicher könnte die Markteinführung verlaufen.

Neues Gebührenmodell verunsichert Anleger

Sorge bereitet Anlegern allerdings, das Heins das Gebührensystem, einer der stabilen Ertragsbringer von RIM, auf neue Füße stellen will. Die Aktien sanken nach der Ankündigung um zehn Prozent. In einer Telefonkonferenz gab sich Heins laut wsj online zuversichtlich: Das Unternehmen habe sich stabilisiert und werde im nächsten Jahr die Wende schaffen, sagte der Manager. Details zum geplanten neuen Gebührenmodell nannte er nicht.

Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres steht RIM mit 744 Millionen Dollar in den roten Zahlen im Vergleich zu einem Gewinn von 1,29 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz sackte um 41 Prozent auf knapp 8,4 Milliarden Dollar ab. Vom erfolgreichen Start den neuen Betriebssystems hängt die Zukunft des kanadischen Smartphone-Herstellers entscheidend ab. (mit dpa)

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Ja, sehr bald: Der Funktionsumfang des Galaxy S4 ähnelt dem iPhone - aber es dürfte günstiger sein.
Ja, mittelfristig: Viele Leute werden zunächst noch aus Gewohnheit zu Apple greifen.
Nein: Fürs iPhone gibt es mehr und bessere Apps.
Nein: Entscheidend sind nicht Funktionen oder Preis-Leitungs-Verhältnis - sondern der von Apple gepflegte Kult.
Ich bin da noch nicht ganz sicher.

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