Das Fördermodell
Worum geht's? Seit April 2009 fördert der Staat die Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern stärker als bisher.
Was sind die Motive ? Arbeitnehmer sollen einen fairen Anteil am Erfolg der Unternehmen erhalten, erklärt das Finanzministerium. Es gehe um eine gerechtere Verteilung des Vermögens, so die SPD.
Wie funktioniert's? Unternehmen können jedem Beschäftigten eine Kapitalbeteiligung von 360 Euro pro Jahr schenken oder Anteile entsprechend verbilligen. Die Arbeitnehmer müssen für diesen geldwerten Vorteil keine Steuern zahlen, auch Sozialabgaben fallen nicht an. Die Vermögensbeteiligung muss zusätzlich zum regulären Gehalt gewährt werden.
Beschäftigte mit relativ geringem Einkommen erhalten zudem 80 Euro Zuschuss, wenn sie ihre vermögenswirksamen Leistungen von 400 Euro in ihre Firma stecken. Alternativ können Beschäftigte das Geld in Mitarbeiterbeteiligungs-Fonds anlegen. Diese Fonds, die es bislang nur auf dem Papier gibt, können in verschiedene Firmen investieren und so das Risiko streuen.
Was bringt's? Wenig bis nichts, fürchten Kritiker. Firmen würden nicht zu einer Beteiligung verpflichtet, kritisiert der Ökonom Heinz Bontrup. Das Deutsche Aktieninstitut bemängelt, dass die staatliche Förderung im internationalen Vergleich immer noch sehr gering ist. Eine spürbare Ausweitung der Kapitalbeteiligung sei nicht zu erwarten.
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