Aktuell: Terror | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Karriere
Infos zu Jobs, Berufseinstieg, Gehalt, Elternzeit und Weiterbildung sowie Tipps zum Thema Bewerbung, Lebenslauf, Studium und Ausbildung

03. April 2013

Chefs heißen Tim: Vornamen haben Einfluss auf die Karriere

 Von Gesa Schölgens
Ben und Mia sind derzeit sehr beliebte Vornamen - und auch karrieretauglich, glaubt man der Endmark-Studie.  Foto: dpa

Namen sind nur Schall und Rauch? Von wegen: Während Tim, Sophie und Lukas gute Aufstiegschancen haben, gelten Chantal, Kevin oder Mandy als weniger schlau und kämpfen schon in der Schule mit Vorurteilen. Welche Vornamen bei Arbeitgebern gut ankommen.

Drucken per Mail

Namen sind nur Schall und Rauch? Von wegen: Während Tim, Sophie und Lukas gute Aufstiegschancen haben, gelten Chantal, Kevin oder Mandy als weniger schlau und kämpfen schon in der Schule mit Vorurteilen. Welche Vornamen bei Arbeitgebern gut ankommen.

Kurzer Vorname - große Karriere: Diese Regel gilt offenbar im Job. Die Namensagentur Endmark hat rund 750 Männer- und Frauenvornamen auf ihre Karrieretauglichkeit hin bewertet. Demnach wird „Tim“ eher Chef eines globalen Konzerns, während es „Justin“ vielleicht nur zum Sachbearbeiter schafft. Denn kurze Vornamen sind meist einfacher und einprägsamer - damit bleibt man auch Personalverantwortlichen leichter im Gedächtnis.

Wichtig ist zudem, ob Namen international verständlich sind. Wer beispielsweise „Angela“ heißt wie die deutsche Kanzlerin, hat bei internationalen Geschäftskontakten mehr Probleme. Denn kaum ein Ausländer weiß auf Anhieb, wie man dies korrekt ausspricht.

Wenn Vornamen klanglich nicht zum Nachnamen passen, kann es das ebenfalls die Karriere behindern. „Pierre Müller“ oder „Chantal Lüdenscheid“ - das klingt unpassend, weil die Wörter aus verschiedenen Sprachfamilien kommen. Auch Bindestrich-Namen schneiden nicht gut ab, weil sich das unentschlossen anhört. Echte Karrierekiller sind Kombinationen aus Doppelvorname und Doppelnachname, etwa „Marie-Luise Meier-Schmidtberger“, zeigt die Studie, die gemeinsam mit Bild.de erstellt wurde.

Kein Name, sondern eine Diagnose

Auch Bildungschancen hängen stark vom Vornamen ab - das fand die Universität Oldenburg schon im Jahr 2009 heraus. Kinder die „Charlotte“, „Sophie“, „Marie“, „Hannah“, „Alexander“, „Maximilian“, „Simon“, „Lukas“ oder „Jakob“ heißen, erscheinen in den Augen vieler Lehrer freundlicher, leistungsstärker und verhaltensunauffällig.

Hingegen werden Namen wie „Chantal“, „Mandy“, „Angelina“, „Kevin“, „Justin“ oder „Maurice“ eher mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit verbunden. Besonders Jungen namens „Kevin“ werden es der Studie zufolge schwer haben: Einer der befragten Lehrer kommentierte sogar: „'Kevin' ist kein Name, sondern eine Diagnose!“ Es herrschen also Klischees, die sich Pädagogen bewusst machen sollten.

„Hören wir einen Vornamen, so schlussfolgern wir daraus das Alter der betreffenden Person und darüber letztlich auch deren Attraktivität und Intelligenz“, folgerten Psychologen der TU Chemnitz. Unter Leitung von Prof. Udo Rudolph untersuchten die Forscher 2006, welche Assoziationen Vornamen hervorrufen.

Das Ergebnis: Wer moderne Vornamen wie „Laura“ oder „Leon“ trägt, wurde stets jünger eingeschätzt als Träger von altmodischen Vornamen. Und je jünger der Name klingt, desto attraktiver, und je attraktiver, desto intelligenter - so lautet der vom Hörer eines Vornamens gezogene Schluss.

Zeitgeistkinder können später leiden

Werdenden Eltern empfehlen die Chemnitzer Psychologen zeitlose Vornamen wie „Alexander“, „Michael“, „Anna“ oder „Claudia“. Denn auch wenn moderne Vornamen den höchsten Zuspruch erhielten, „können Zeitgeistkinder unter der Schnelllebigkeit des Namensgeschmacks leiden“, meint Prof. Rudolph.

Wer vorab schon mal ausprobieren will, wie der mögliche Vor- und Nachname des Kindes harmonieren, kann dies mithilfe eines spaßigen Karriere-Tests tun.

Buchtipps:

Bertelsmann: Das neue große Lexikon der Vornamen

Rosa und Volker Kohlheim: Duden - der Vornamenfinder

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Ausbildung & Weiterbildung, Familie & Beruf, Arbeitsrecht & Gehalt


Top Stellenangebote

Anzeige

Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen