Eskalation: Im Arbeitsalltag gibt es allerlei Anlässe sich aufzuregen: Ungerechtigkeiten, Nachlässigkeiten, Vernachlässigungen. Foto: dpa
Der Chef trifft vermeintlich willkürliche Entscheidungen, der Kollege wälzt seine Arbeit auf andere ab und die neue Mitarbeiterin hält nichts vom Abspülen. Der Arbeitsalltag bietet allerlei Anlässe für Streitereien. Dem sollte man mit Anstand begegnen und sich nicht in kindischen Reibereien verlieren.
In jedem noch so gut „funktionierenden“ Team gibt es Konflikte. Der richtige Umgang damit entscheidet, ob sie zum unlösbaren Problem zwischen den Kollegen heranreifen. Oder ob sie als konstruktive Kraft die Zusammenarbeit vorantreiben.
Konflikten aktiv begegnen
Der Arbeitsalltag bietet allerlei Anlässe, sich aufzuregen: Der Chef trifft willkürliche Entscheidungen, der Kollege wälzt seine Arbeit auf andere ab und die neue Mitarbeiterin hält nichts vom Abspülen. „In jedem Team gibt es Konflikte. Anstatt ihnen auszuweichen, sollte man lernen, konstruktiv mit ihnen umzugehen“, sagt die Münchner Konfliktberaterin Ursula Wawrzinek. Denn Konflikte, die künstlich vermieden und ignoriert werden, könne man auch nicht lösen.
Je früher man einen Konflikt anspreche, umso einfacher lasse er sich klären. Anstatt darauf zu warten, dass andere das eigene Leiden erraten, sollte daher jeder selbst in schwierigen Situationen aktiv werden und sich um Klärung bemühen. „Viele jammern erst lange vor sich hin oder machen vielleicht mal einen Witz zu dem Thema, anstatt konkret zu sagen, was ihr Problem ist“, sagt die Autorin des Konfliktratgebers „Geht's noch?!“. Besser sei es, sich zu überlegen, wie man anderen sein Problem nachvollziehbar darlegen kann.
Fachlicher oder zwischenmenschlicher Zwist?
„Wichtig ist, dass man die emotionale Ebene von Konflikten ernst nimmt“, betont die Sozialwissenschaftlerin Tanja Baum aus Köln. Denn vielen vermeintlich sachbezogenen Diskussionen am Arbeitsplatz liege ein zwischenmenschlicher Zwist zugrunde. Im beruflichen Umfeld würden Gefühle jedoch oft als störend empfunden, emotionale Konflikte als „Zickenkrieg“ oder „Kindergarten“ abgetan. „Wenn Probleme auf diese Weise ins Lächerliche gezogen und nicht ernst genommen werden, besteht die Gefahr, dass sich aus kleinen Konflikten größere entwickeln“, warnt die Autorin des Ratgebers „Die Kunst, freundlich Konflikte zu lösen“. (dpa)
Konflikt: So eskalieren Streitigkeiten am Arbeitsplatz nicht
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Konflikt: So eskalieren Streitigkeiten am Arbeitsplatz nicht
Konflikte früh ansprechen: Je früher man einen Konflikt anspreche, umso einfacher lässt er sich klären. Anstatt darauf zu warten, dass andere das eigene Leiden erraten, sollte daher jeder selbst in schwierigen Situationen aktiv werden und sich um Klärung bemühen.
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Konfliktpotenzial abwägen: Die emotionale Ebene von Konflikten sollte unbedingt ernst genommen werden. Denn vielen vermeintlich sachbezogenen Diskussionen am Arbeitsplatz liege ein zwischenmenschlicher Zwist zugrunde.
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Sich in den anderen hineinversetzen: Daher sollte man sich bei Zoff am Arbeitsplatz immer auch die Frage stellen: Um was geht es gerade wirklich? Jeder sollte sich im Job wieder auf seine professionelle Rolle besinnen. Viele Arbeitnehmer wahren zu wenig Distanz und geraten in kindliche Streitmuster.
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Erstmal eine Auszeit nehmen: Für Konfliktsituationen raten Experten erst einmal durchzuatmen und genau zu überlegen, was einen gerade so trifft. Auf keinen Fall sollte man ein Konfliktthema ansprechen, wenn man gerade sehr verärgert ist. Nach einer Auszeit eskaliert der Streit meist nicht.
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Den Kompromiss im Blick behalten: Spricht man einen Kollegen auf ein kritisches Thema an, sollte man behutsam vorgehen. Wichtig ist, den anderen nicht anzugreifen, sondern ihm auch eine eigene Meinung zugestehen.
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Konfliktkultur: Um die Konfliktkultur in einem Team zu verbessern, empfehlen Experten, gemeinsam Regeln festzulegen, wie man sich in kritischen Situationen verhalten sollte. Beispielsweise sollte immer sowohl positives als auch negatives Feedback ausgesprochen werden.
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Verzweiflung: Trotz aller Bemühungen kann es vorkommen, dass heikle Themen am Arbeitsplatz zur Eskalation führen. Falls man als Team mit einem Konflikt nicht weiterkommt, sollte man sich Hilfe von außen holen.
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Konflikten aktiv begegnen: In jedem Team gibt es Konflikte. Anstatt ihnen auszuweichen, sollte man lernen, konstruktiv mit ihnen umzugehen.
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