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Büro: Am Arbeitsplatz: Macho-Sprüche kontern

In der Rolle des Büro-Machos aus der Capitol-Versicherung schmeißt Christoph Maria Herbst mit frauenfeindlichen Sprüchen um sich.
In der Rolle des Büro-Machos aus der Capitol-Versicherung schmeißt Christoph Maria Herbst mit frauenfeindlichen Sprüchen um sich.
Foto: Stromberg

Viele Frauen kennen das Problem am Arbeitsplatz: Ein Arbeitskollege macht ständig nervige Sprüche und man weiß nicht, wie man reagieren soll. Wann es sich lohnt, das Problem anzusprechen, erklärt eine Expertin.

Was manche Männer witzig finden, kommt bei Frauen nicht immer gut an. Sprüche wie «Na Mädchen, soll ich dir mal zeigen, wie das geht?» sind möglicherweise nicht böse gemeint - aber eben auch nicht wirklich passend. «Wenn mich das als Frau ärgert und ich mit dem betreffenden Mann häufiger zu tun habe, sollte ich das ansprechen», sagt die Etikette-Expertin Bettina Geißler aus Norderstedt. «Sonst staut sich was auf, und ich explodiere irgendwann.»

Nicht lächeln

Oft helfe es schon, sein Gegenüber darauf hinzuweisen, dass man solche Sprüche nicht angemessen findet. «Wenn es dann trotzdem weitergeht, muss ich noch einmal klar sagen: Bitte sprechen Sie mich nicht so an.» Das gilt zum Beispiel auch, wenn ein Kollege einer Frau hinterherpfeift oder ihr machohafte Komplimente macht. «Wenn es mich stört, kann ich ihn fragen, was das soll», empfiehlt Geißler. «Oder ihm sagen: Bitte lassen Sie das!»

So zu reagieren, sei nicht unhöflich - unhöflich sei derjenige, der eine Kollegin auf diese Weise nervt. Deshalb sei es auch angebracht, Macho-Sprüche, die einen ärgern, ohne Lächeln zu kontern: «Sonst nimmt mich der andere nicht ernst.»