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29. November 2012

Chancen des demographischen Wandels: Alt und Jung gemeinsam stark

 Von Von Ingo Leipner
Alt und Jung in einem Team: Gemeinsam ziehen die Generationen an einem Strang. Foto: Fotolia

Altersgemischte Teams: Wie zwei Generationen in den Unternehmen von heute an einem Strang ziehen.

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Ein Leben ohne Computer und Handy: Wer nach 1979 geboren wurde, kann sich eine solche Welt nicht vorstellen. Daher zählen Soziologen diese jungen Menschen zur „Generation Net“; eine andere Bezeichnung lautet „Digitial Natives“. Doch der Unterschied zu früheren Generationen ist viel größer, als es mancher Arbeitgeber wahr haben will. Längst geht es nicht mehr um die Fähigkeit, flott eine SMS zu tippen. Nein, gefragt ist eine neue Unternehmenskultur, wie die „Accenture Net Gen Studie 2008“ ans Licht gebracht hat. Zu dieser anderen Kultur leistet auch die ältere Generation einen Beitrag, das Know-how der „Digital Immigrants“ gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Doch zunächst zur „Generation Net“, über die in der Accenture-Studie zu lesen ist: „Die Erwartungen heutiger Hochschulabsolventen an ihren ersten Arbeitgeber sind hoch.“ Zwar ist ein gutes Gehalt das wichtigste Kriterium (92 Prozent), aber fast gleichauf liegen Aspekte einer attraktiven Unternehmenskultur: Die „interessante, herausfordernde Tätigkeit“ landet auf Platz 2 (85 Prozent), das „kollegiale Betriebsklima“ auf Platz 3 (82 Prozent). Und an vierter Stelle liegt das Kriterium „flexible Gestaltung der Arbeitszeiten“ (49 Prozent).

Infos

Forum „Kulturwechsel in Unternehmen“
In der Initiative „Kulturwechsel“ arbeiten Führungskräfte, Berater, Trainer und Wissenschaftler zusammen. Mit ihren Informations-, Tagungs-, Trainings- und Beratungsangeboten will die Initiative dazu beitragen, dass es zu einem optimalen Zusammenspiel von Unternehmen, Führungskräften, Mitarbeitern sowie Lieferanten und Kunden kommt. Weitere Themen: Wertewandel, Persönliche und soziale Kompetenz, kooperative Führung sowie Talent- und Gesundheitsmanagement.

Die Auftaktveranstaltung der Initiative findet statt am:
Mittwoch, 30. Januar 2013
10.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Schloss Schwetzingen

Informationen zur Veranstaltung (Programm und Anmeldung):

Christian Unrath
Tel. 06201 / 293 464
E-Mail: info@kulturwechsel.eu
Web: www.kulturwechsel.eu

Ebenfalls ein interessantes Ergebnis: Berufseinsteiger sind bereit, auf einen Teil ihres Gehaltes zu verzichten, wenn das Unternehmen eine „herausfordernde Arbeit“ anbietet (33 Prozent) oder für ein „kollegiales Betriebsklima“ sorgt (32 Prozent).

Laufend neues Wissen aneignen

Außerdem stellen die Autoren der Studie fest: Für die „Generation Net“ „ist es eine Selbstverständlichkeit, sich im Gleichschritt mit der Technologieentwicklung laufend und selbstständig neues Wissen anzueignen“. Ein Befund, den die Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Eva Müller bestätigt: „Hochqualifizierte lassen sich lieber an Orten mit hoher Lebensqualität nieder und arbeiten bevorzugt in Regionen, die sich durch gute Bildungs- und Wissenschaftsstrukturen sowie wirtschaftliche Stärke auszeichnen.“ Die Wissenschaftlerin hat 2012 herausgefunden, dass bei der „Generation Net“ nicht-ökonomische Präferenzen eine wichtige Rolle spielen: „Die Lebensqualität wird wichtiger, genauso wie die ‚Work-Life-Balance’, so Dr. Müller, „Hochqualifizierte wollen an einem Ort zuhause sein, an dem die Umweltbedingungen und das Freizeitangebot stimmen.“

„War for Talents“

Die Konsequenz: Deutsche Arbeitgeber müssen umdenken, bevor sie in den Schützengraben steigen, um den „War for Talents“ zu führen. Sie sollten über neue Anreize nachdenken, die eher der Motivationslage junger Menschen entsprechen: Diese Generation engagiert sich häufig in sozialen Projekten, legt Wert auf ökologische Aspekte des Wirtschaftens und arbeitet gerne flexibel, zum Beispiel im „home office“. Auch ein Arbeitsaufenthalt im Ausland ist attraktiv – und so gibt es eine Reihe von weichen Faktoren, die genauso entscheidend sind wie ein angemessenes Gehalt.

Hinzu kommt: Die „Generation Net“ hinterfragt Autoritäten, hat weniger Respekt vor Hierarchien und organisiert sich eher in Teams und sozialen Netzwerken. Dazu die Studie von „Accenture“: „Das birgt Konfliktpotenzial im Kontext traditionell-hierarchischer Führungsstrukturen.“ Eine Lösung sehen die Autoren der Studie in altersgemischten Teams: „Langfristig fährt besser, wer ‚ältere’ und ‚jüngere’ Generationen zusammenbringt, um Führungskultur und Arbeitsprozesse gemeinsam neu zu gestalten.“

Ein wichtiger Ansatz. Denn die „Generation Net“ erobert den deutschen Arbeitsmarkt in einer Zeit, in welcher der Umbau der Alterspyramide immer deutlicher zu spüren ist. Das „Demographie Netzwerk“ (ddn) hat ausgerechnet: Heute gehören bei den Erwerbspersonen 31 Prozent zur Gruppe der 50- bis unter 65-jährigen. Bis 2024 wird ihr Anteil auf 40 Prozent steigen, während die Gruppe der 20- bis unter 30-jährigen deutlich schrumpft. Das Fazit des ddn: „Das künftige Erwerbspersonenpotenzial wird zu einem erheblichen Teil von der Altersgruppe 50plus gestellt werden.“

Höhere Produktivität durch altersgemischte Teams

Soweit nichts Neues, aber: Diese demographische Entwicklung bringt große Chancen, wenn in modernen Unternehmen Alt und Jung an einem Strang ziehen. Das behauptet „sentiso“, das Netzwerk für Fachkräfte im Ruhestand: „In altersgemischten Teams steigt sowohl die Produktivität der älteren als auch der jüngeren Kollegen.“ Der Grund: Die jungen Menschen profitieren von der Expertise der älteren Arbeitnehmer, „und die Älteren erhalten Zugriff auf das neueste theoretische Wissen“, so „sentiso“. Dabei wächst die Wertschätzung für die älteren Kollegen, was für die „alten Hasen“ ein Anreiz ist, sich auf neue Entwicklungen einzulassen.
Ein weiterer Pluspunkt: Die Fähigkeit zu echten Innovationen nimmt zu, da es zu einem produktiven Zusammenspiel kommt – zwischen „innovativen und radikalen Ansätzen der jungen sowie Erfahrung und Umsetzungsverständnis der älteren Generation“, wie „sentiso“ auf seiner Website schreibt (http://www.sentiso.de). Die Voraussetzung: Gegenseitiger Respekt, Vertrauen und große Offenheit, weil sich sonst die Redensart bestätigt: „Gleich zu gleich gesellt sich gern.“
Resümee: Altersgemischte Teams sind ein Weg, um dem demographischen Wandel zu begegnen. Der gemeinsame Nenner lautet „Lebenslanges Lernen“ und „Wissenstransfer“. Ob „Digital Natives“ oder „Digital Immigrants“: Im Austausch der Generationen steckt ein großes Potential, innovative Ideen zu entwickeln. Entscheidend dabei: eine neue Unternehmenskultur, die eine Kooperation der Generationen fördert – jenseits traditioneller Hierarchien und einseitiger Profitmaximierung.

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