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30. November 2012

Eigenmarketing: So wird der Headhunter auf Sie aufmerksam

 Von Oliver Badura
Optimieren Sie ihr Eigenmarketing: So wird der Personalberater oder Headhunter auf Sie aufmerksam. Foto: dpa

Optimieren Sie Ihr Eigenmarketing! Gehören Sie zur Zielgruppe der Headhunter? Keineswegs suchen Personalberater nur noch Top-Führungskräfte sondern auch Spezialistenpositionen.

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Eine Führungsfunktion ist keineswegs Bedingung, wenn auch hilfreich, da Führungspersonen für Personalberater einfacher zugänglich sind.

Wenn Sie heute nicht 50.000 EUR bis 60.000 EUR verdienen, sollten Sie überprüfen, ob der Berater für Ihren momentanen Karriereschritt der Richtige ist. Bei einem Gehalt von über 100.000 EUR sind Sie normalerweise bei allen Headhuntern willkommen, die in Ihrem Branchenumfeld tätig sind. Der Bewerber sollte mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung haben und eine gefragte berufliche Qualifizierung bzw. Spezialisierung vorweisen können.

Absolventen, Berufseinsteiger

Personalberater können in der Regel mit Absolventen frisch von der Uni oder Berufseinsteigern nicht viel anfangen. Grund dafür ist, dass die Auftraggeber der Personalberater „den“ fertigen Kandidaten mit entsprechender Berufs- und Branchenerfahrung erwarten – nur deshalb wird der Personalberater beauftragt. So wird ein Absolvent bzw. Berufseinsteiger erst nach drei bis fünf Jahren Berufspraxis interessant für den Personalberater.
Es gibt aber durchaus Personalberatungen, die auch Absolventen vermitteln. Meist sind dies kleinere Unternehmen, die sich auf Spezialistenpositionen konzentrieren, wo Absolventen mit einem besonderen und seltenen Studienabschluss sehr willkommen sind.

Initiativbewerbung sinnvoll?

Es macht grundsätzlich immer Sinn, sich bei einem Personalberater vorzustellen und ihm Bewerbungsunterlagen zur Verfügung zu stellen – sofern Sie sich im Vorfeld gründlich informiert haben, denn Serienbriefe sind hier eher kontraproduktiv.

Je zielgerichteter Sie passende Personalberatungen ansprechen, desto größer werden Ihre Erfolgsaussichten. Folgende Vorgehensweise ist grundsätzlich zu empfehlen: Informieren Sie sich im Vorfeld über die Personalberatung und rufen Sie anschließend an um zu klären, ob Ihre Bewerbung erwünscht ist bevor Sie Ihre Unterlagen versenden.

Im Gegensatz zu einem Unternehmen nimmt sich der Berater mehr Zeit, Ihre Unterlagen zu prüfen, da möglicherweise ein Bewerber, der nicht auf das eine Stellenangebot passt, wiederum bei einem anderen Projekt geeignet sein könnte. Weiter unterstützt der Berater den Bewerber bei der Optimierung seiner Unterlagen.

Aber bitte bedenken Sie auch: Der Berater wird Ihnen möglicherweise eine Eingangsbestätigung Ihrer Unterlagen senden, allerdings wird er sich nur melden und intensiv mit Ihnen auseinandersetzen – sprich beraten – wenn Ihr Profil zu einem seiner aktuellen Projekte passen könnte. In allen anderen Fällen wird sich der Berater in der Regel nicht bei Ihnen melden! Diese Erwartungshaltung seitens des Bewerbers gehört mit zu den am häufigsten vorkommenden Missverständnissen zwischen dem Berater und dem Bewerber. Hier werden falsche Erwartung nicht erfüllt, die zu unnötigen Entäuschungen führen.

Senden Sie den Lebenslauf per E-Mail direkt an den Berater. Sowohl die Branchenspezialisierung und Tätigkeits-schwerpunkte als auch die E-Mail-Adresse sind häufig direkt auf der Homepage ersichtlich. Wird der Lebenslauf per E-Mail verschickt, kann ihn der Berater gleich in seine Datenbank einpflegen und kategorisieren. Der Lebenslauf sollte zwei bis drei Seiten lang sein. Der Berater sollte mit einem kurzen Blick erkennen können, ob Ihr Profil in sein Portfolio passt oder nicht. Falls er nähere Informationen benötigt (bspw. Zeugnisse oder Referenzen), wird er sich bei Ihnen melden. Passt Ihr Profil nicht ins Portfolio, erwarten Sie keine zeitnahe Rückmeldung. Eine Eingangsbestätigung Ihrer Bewerbung und ein Hinweis auf einen verpflichtenden vertraulichen Umgang sollte jedoch die Regel sein.

Natürlich sollten Sie neben der Branchenspezialisierung auch überprüfen, ob Ihre heutige Position für den Berater interessant ist. Wenn Sie erst drei Jahre Berufserfahrung haben, lohnt es sich üblicherweise nicht, eine Initiativbewerbung an eine auf die Besetzung von Vorstandspositionen spezialisierte Personalberatung zu schicken. Im Ausland ist es bereits üblich, Personalberater bei einer beruflichen Neuorientierung aktiv zu kontaktieren. In Deutschland ist dieser Weg im Kommen.

So machen Sie sich für den Headhunter sichtbar!

Eigentlich ist es recht einfach: Wenn Sie bei einem Unternehmen fest angestellt sind und Ihr Berufsfeld zu der Suche eines Personalberaters gehört, dann wird er Sie früher oder später finden, denn das ist sein Job und dafür wird er bezahlt. Um aber schneller auf sich aufmerksam zu machen, können Sie die im folgenden beschriebenen Maßnahmen ergreifen.

Checkliste – So machen Sie sich für Personalberater sichtbar:

Sie sind bei einem Unternehmen fest angestellt, im Idealfall in einer Führungsposition.

Sie bewerben sich initiativ bei einem Personalberater.

Sie werden von Kollegen/Bekannten empfohlen.

Sie sind gut vernetzt durch Jobbörsen oder Business-Netzwerke wie Xing, Linkedin, Twitter und Facebook.

Sie arbeiten in einem stark nachgefragten Umfeld. Dazu gehören Themen wie Marketing, Vertrieb und der Ingenieurbereich. Personen in diesem Umfeld werden von Personalberatern sehr häufig gesucht. Oder Sie besitzen besondere und seltene Qualifikationen.

Sie erscheinen auf der Firmenwebsite Ihres Arbeitgebers.

Sie veröffentlichen Presseartikel oder schreiben Bücher.

Sie treten auf Messen, Tagungen oder Konferenzen als Redner auf.

Problematisch wird es, wenn Sie nicht fest angestellt sind und bei keinem Unternehmen arbeiten. Das macht es notwendig, dass Sie zu dem Zeitpunkt, in dem diese Situation eintritt in den richtigen Datenbanken vertreten sind. Also macht es im Umkehrschluss Sinn, seinen Lebenslauf initiativ an (die richtigen) Personalberater zu senden und dafür zu sorgen, in diesen Datenbanken vertreten zu sein.

Sollten Sie wiederum bei einem Unternehmen nicht fest angestellt sein und in keiner Datenbank vertreten sein ist die einzige Möglichkeit, wie der Personalberater sie findet, die Empfehlung eines Dritten, der mit Personalberatern in Kontakt steht. Also ist die Pflege Ihres eigenen Netzwerks auch von hoher Bedeutung.
Headhunter100.com

Oliver Badura arbeitet seit über 15 Jahren als Headhunter in Frankfurt und ist Gründer des Online-Karriereportals Headhunter100.com.

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