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10. April 2012

Gesunde Ernährung: Pause für Profis

 Von Andrea Frey
Auf Dauer ungesund: Statt Burgern und Pizza gehören Obst und Gemüse zu einer gesunden Mittagspause sowie Zeit zum Essen. Foto: dpa

Im Berufsalltag greifen Arbeitnehmer oft zu Fast Food, statt sich gesundes Genüsse zu gönnen.

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Im Berufsalltag greifen Arbeitnehmer oft zu Fast Food, statt sich gesundes Genüsse zu gönnen.

Currywurst oder Kantine, ein schneller Snack am Arbeitsplatz oder etwas Süßes zwischendurch – was die Gestaltung ihrer Mittagspause angeht, sind deutsche Arbeitnehmer nicht gerade vorbildlich. Nicht selten lassen sie den Lunch komplett ausfallen – das belegt eine Umfrage von Monster.de. Demnach ist für beinahe ein Drittel der Arbeitnehmer die Mittagspause gegessen.

30 Prozent der weltweit 10.000 Teilnehmer sind bereit, darauf zu verzichten. Sie arbeiten entweder ohne Unterbrechung oder essen stattdessen am Schreibtisch. 18 Prozent nehmen sich lediglich eine Viertelstunde Zeit für die Mahlzeit in der Mitte des Tages. Ebenso viele Menschen gönnen sich jedoch eine Stunde Auszeit. Zwar sind die Deutschen im internationalen Vergleich hier Spitzenreiter – 28 Prozent beanspruchen 60 Minuten für Erholung und Ernährung – doch auch die Bundesbürger dürften größeren Wert auf eine gesunde Mittagsmahlzeit legen, finden Experten.

Langfristig gehen der Verzicht auf eine Pause und die ungesunde Ernährung zulasten von Leistungsfähigkeit, Figur und Gesundheit. Die Nationale Verzehrsstudie II jedenfalls ergab, dass bereits jeder fünfte Deutsche adipös ist – mit allen Risiken, die das für das physische Wohl birgt. „Das Ernährungswissen ist gering“, sagt Antje Penning, Mitarbeiterin bei Job&Fit, einer Initiative, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung durchgeführt wird und den „DGEQualitätsstandard für die Betriebsverpflegung“ herausgibt.

Wissen um den Energiebedarf

„Nur acht Prozent der Teilnehmer der Untersuchung wussten, wie hoch ihr Energiebedarf ist“, nennt Penning alarmierende Zahlen. Der richte sich nach Größe, Alter, Geschlecht, Gewicht und Energieverbrauch, der sich wiederum von Beruf zu Beruf unterscheidet: Ein Bauarbeiter verbrennt mehr Kalorien als ein Büroangestellter. Wer körperlich arbeitet, darf mittags circa 917 Kilokalorien zu sich nehmen. Wer am Schreibtisch Dienst tut, sollte es bei 716 Kilokalorien belassen, so die Empfehlung der Ernährungsexpertin.

„Gemessen an der Art ihrer Arbeit ernähren sich viele Erwerbstätige hyperkalorisch, nehmen also zu viele Kalorien zu sich“, sagt Ernährungsberaterin Barbara Plasch ka. Heutzutage werde hauptsächlich Kopfarbeit geleistet – bei wenig Bewegung, aber einem verführerischen Angebot an Snacks und reichhaltigen Mittagsmahlzeiten, etwa in den Betriebskantinen.

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10.000 solcher firmeneigener Restaurants gibt es bundesweit. 6,5 von 14,5 Millionen Arbeitnehmern nehmen das Speisenangebot dort täglich in Anspruch. Die Verpflegung sei allerdings oftmals optimierungsbedürftig, so Penning. Hier setzt die Initiative Job&Fit an: Sie setzt Standards hinsichtlich Lebensmittelauswahl und -herstellung. Entsprechende Rezepte und Wochenspeisenpläne für das ausgewogene Kantinenmenü sind im Internet abrufbar. „Wir wollen nicht bevormunden, aber Anreize schaffen“, so Penning.

Grundlagen einer gesunden Ernährung sind ihr zufolge ein abwechslungsreicher Speisenplan mit einem hohen Anteil an Gemüse und Obst. „Wichtig ist, zu jeder Mahlzeit zu trinken und sich Zeit zum Essen zu nehmen“, so Penning. Wer fettarm isst und sich an die Regel zweimal fleischlos, zweimal Fleisch und einmal Fisch hält, macht viel richtig.“

Die Pause kommt oft viel zu kurz

Doch warum kommt die Pause häufig zu kurz? „Das ist eine Frage der Prioritäten“, sagt Plaschka. „Dass Pausen ausfallen, kommt meist in heißen Projektphasen vor, wenn die Arbeit an allerersterStelle steht“, so der Ernährungscoach. „Der Wunsch, besonders engagiert zu wirken, kann ein Grund dafür sein, dass Arbeitnehmer den Lunch ausfallen lassen“, ergänzt Elke Guhl, Vice President Marketing Central Europe bei Monster. „Studien belegen jedoch, dass regelmäßige Pausen die Produktivität und Leistung steigern und Burnout vorbeugen. Anstatt durch lange Präsenzzeiten sollte man sein Engagement durch das Erreichen von Produktivitätszielen zeigen.“

Das ist sicher ebenso im Sinne des Chefs wie die gesunde Ernährung seiner Mitarbeiter. „Der Erfolg eines Unternehmens basiert auf einer leistungsfähigen Belegschaft“, so Plaschka. Doch nicht nur wegen des Mottos „Is(s)t der Mitarbeiter gesund, freut sich der Chef“ sollte Arbeitnehmern eine vollwertige Verpflegung am Herzen liegen: Die Fähigkeit, sich nach stressigen Phasen zu regenerieren, Belastbarkeit und Lebensfreude sind Faktoren, die in Zusammenhang mit einer gesunden Lebensweise stehen. „Sich langfristig ungesund zu ernähren, aber im Job viel Leistung bringen zu müssen, bringt den Körper aus der Balance. Das Nervenkostüm wird dünner, die Immunabwehr schwächer, die Konzentrationsfähigkeit geringer“, zählt Plaschka auf. „Woher soll der Körper Kraft beziehen, wenn die Nahrung einseitig und energielos ist?“

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