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26. April 2011

Kanzlei bis Kanzleramt: Jobs für Naturwissenschaftler

Naturwissenschaftler haben gute Jobaussichten - die Algenforschung im Labor ist nur eins von vielen Einsatzfeldern. (Bild: Endig/dpa/tmn) 

Naturwissenschaftler stellt man sich oft als einsame Forscher vor. Sie arbeiten aber nicht nur in Laboren. In vielen Branchen sind sie als Fachleute geschätzt. Als Physikerin kann man es gar bis ins Kanzleramt schaffen, wie Angela Merkel gezeigt hat.

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Naturwissenschaftler stellt man sich oft als einsame Forscher vor. Sie arbeiten aber nicht nur in Laboren. In vielen Branchen sind sie als Fachleute geschätzt. Als Physikerin kann man es gar bis ins Kanzleramt schaffen, wie Angela Merkel gezeigt hat.

Die gute Nachricht zuerst: Die Jobchancen für Naturwissenschaftler sind sehr gut. Und der Bedarf an Fachleuten aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wird in den nächsten 15 Jahren noch kräftig steigen, wie eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt. Wer Chemiker oder Biologe werden will, hat dennoch keinen leichten Weg vor sich: Das Studium ist hart, und viele brechen ab. Danach heißt es, bei der Jobsuche flexibel zu sein. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Viele haben ein falsches Bild von Naturwissenschaftlern - sie sehen sie als «einsame, etwas verwirrte Forscher, die alleine in ihren Laboren wirken», sagt Frank Stäudner vom Stifterverband der deutschen Wissenschaft in Essen. Auch Forscher seien jedoch Teamplayer. Vor allem aber gebe es zahlreiche Beschäftigungsfelder für solche Fachkräfte. «Sie arbeiten im Marketing, in Unternehmensberatungen, als Journalisten, in Kanzleien oder im Controlling», erklärt Stäudner, der selbst promovierter Physiker ist.

Bei Absolventen in seinem Fachgebiet ist das besonders auffällig: Nur ein Viertel von ihnen arbeitet tatsächlich als Physiker, erklärt Lutz Schröter, Vorstandsmitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef. Er ist nach vielen Stationen inzwischen im Finanzcontrolling bei Volkswagen gelandet.

Bei der Stellensuche haben Naturwissenschaftler eher wenige Probleme: «Unter den MINT-Fachkräften herrscht praktisch Vollbeschäftigung, und der Mythos von dem taxifahrenden Physiker gilt schon lange nicht mehr», erläutert Stäudner. Fachidioten sind allerdings auch in diesem Bereich nicht gefragt - beim Berufseinstieg ist es daher wichtig, neben dem Abschluss zum Beispiel Praktika vorweisen zu können. Sie gehörten in etlichen Studiengängen aber ohnehin mittlerweile zum Standard, erläutert Kerstin Elbing vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland.

Zudem sollten sich die Studenten frühzeitig auf Job- und Fachmessen umsehen, rät Elbing. An größeren Universitäten gebe es ebenfalls passende Veranstaltungen für Absolventen auf Stellensuche. Wer eher im wissenschaftlichen Bereich arbeiten will, sollte sich Fachverbänden anschließen und dort Kontakte knüpfen. «Bis vor einigen Jahren wurden die Physikabsolventen noch von den Unis abgeworben», erklärt Schröter. Das sei zwar inzwischen nicht mehr der Fall. Leer gehen dennoch nur wenige Absolventen aus: Die Arbeitslosenquote liege bei zwei bis vier Prozent.

Auch sonst sprechen die Zahlen für ein naturwissenschaftliches Studium: Laut dem Hochschul-Informations-System (HIS) finden je nach Abschlussjahr und Fach zwischen 70 und 90 Prozent der MINT-Absolventen nach spätestens einem Jahr eine reguläre Beschäftigung. Im Schnitt aller Hochschulabsolventen liegt der Anteil mit 50 Prozent deutlich niedriger.

Viele halten ein Studium der Naturwissenschaften aber nicht durch: So bricht an Universitäten fast jeder zweite Studienanfänger (45 Prozent) in diesem Bereich ab oder wechselt in ein anderes Fach. Das hat das HIS anhand der Daten des Absolventenjahrgangs 2006 ermittelt. An Fachhochschulen lag die sogenannte Schwundquote in den Naturwissenschaften bei 30 Prozent.

Schulabgänger sollten sich für diese Fächer daher nicht allein wegen der guten Jobaussichten entscheiden. «Ich halte es für sinnvoll, das Fach zu studieren, für das tiefes Interesse besteht. Dann kommt man auch durch schlechte Zeiten im Studium», sagt Elbing. (dpa/tmn)

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