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07. August 2012

Karriereberatung: Die Loyalitätsfrage

 Von Detlev Wiener
Respekt und Vertrauen von älteren Mitarbeitern müssen sich frisch gebackene Vorgesetzte erst noch verdienen. Foto: Yuri Arcurs/Fotolia

Junge Führungskräfte haben oft Probleme, von den Mitarbeitern respektiert zu werden.

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Seit einem Monat bin ich zum ersten Mal Führungskraft. Nun stehen unangenehme Entscheidungen an wie Budgetkürzungen und Entlassungen. Wie sichere ich mir dennoch die Loyalität meiner Mitarbeiter?

Die Loyalität von Mitarbeitern basiert auf deren Vertrauen. Vertrauen ist entweder das Resultat kontinuierlich verlässlicher Zusammenarbeit oder anerkannter Führungsstärke – gerade in schwierigen Situationen, in Krisen. Innerhalb eines Monats hatten Sie noch nicht viel Zeit, sich Vertrauen als Führungskraft durch Verlässlichkeit zu erarbeiten. Jetzt liegen schwierige Situationen vor Ihnen – und damit die Chance, Vertrauen durch ein gutes Krisenmanagement zu erwerben.

Fünf wichtige Punkte

Beachten Sie dabei fünf wesentliche Aspekte: Geben Sie den unangenehmen Aufgaben höchste Priorität! Nehmen Sie sich sofort die Zeit, um einen Plan zu entwickeln, wie Ihre Abteilung trotz Spardiktat die wichtigsten Ziele erreichen kann – aber auch, was zunächst aufgeschoben werden muss. Überprüfen Sie den von Ihnen geforderten Personalabbau auf seine Notwendigkeit: Gibt es eventuell andere Möglichkeiten, Gehaltskosten durch Abbau von Überstunden, temporäre Teilzeitarbeit, Jobsharing, Kurzarbeit oder die innerbetriebliche Versetzung zu senken? Bereiten Sie, wenn sich betriebsbedingte Kündigungen als unabwendbar erweisen, die Trennungsgespräche intensiv vor! Überlegen Sie für jeden Mitarbeiter, dem sie die Kündigung aussprechen müssen: Was können Sie ihm realistischerweise zur Unterstützung anbieten, damit er den möglichen Schock, den Ärger und Zorn über die „Ungerechtigkeit“, den wahrscheinlichen Verlust an Selbstwertgefühl überwinden kann, um sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu machen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für jedes einzelne Gespräch. Und planen Sie bis zur endgültigen Trennung mehrere Gespräche ein, wenn Sie merken, dass die Talfahrt der durch eine Kündigung verletzten Gefühle noch nicht beendet ist.

Zeitnah informieren

Setzen Sie durch, dass Sie Ihre Mannschaft so zeitnah wie möglich informieren können. Wenn Ihnen das Budget gekürzt wird, ist das nicht Ihr Verschulden. Aber Sie haben einen realistischen Plan B, um die Krise zu meistern. Der muss schleunigst kommuniziert werden. Und nach so kurzer Zeit werden Sie nur Dummköpfe für Entlassungen verantwortlich machen. Die unabwendbaren Trennungsgespräche müssen Sie zeitnah führen! Die negative Botschaft, hinter der Sie stehen und die Sie verkünden, schadet Ihnen weniger als Gerüchte oder Vermutungen, die Sie nicht beeinflussen können. Das gilt für einschneidende Budgetkürzungen ebenso wie für Kündigungen. Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die direkt Betroffenen! Jeder Personalabbau wirft Fragen bei Ihren übrigen Mitarbeitern auf. Sind weitere Entlassungen erforderlich? Wen trifft es als Nächsten? Beziehen Sie die Schlüsselpersonen in Ihrem Team durch viele Vier Augen- Gespräche oder kurze Meetings in Ihr Vorgehen mit ein. Zeigen Sie deutlich auf, was Sie unternehmen, um das Schlimmste vom Team abzuwenden.

Betriebsbedingte Kündigungen

Eine Entlassung aus betriebsbedingten Gründen gehört mit zu den schwierigsten Aufgaben einer Führungskraft. Verdeutlichen Sie Ihrem Chef und der Personalabteilung, wie wichtig Unterstützung ist – gerade jetzt für einen „Neuling“ wie Sie. Ihr Vorgesetzter muss Flagge zeigen und den Mitarbeiter/innen erklären, warum das Geld nicht mehr fließt, warum Personalabbau nicht zu vermeiden ist. Und die Personalabteilung muss zum einen einbezogen werden, damit die formalen Voraussetzungen geklärt werden: Einhaltung der Schutzgesetze für bestimmte Personengruppen bzw. der Kriterien für die Sozialauswahl, eventuelle Vereinbarung einer Abfindung etc. Zum anderen kann es nicht schaden, wenn Sie professionelle Gesprächsunterstützung in einer Situation erhalten, vor der sich selbst „alte Hasen“ gerne drücken.

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