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29. Oktober 2012

Meistertricks: Plaudern Sie in Maßen

 Von Ralf Lengen
Unter Kollegen: Ein kleines Schwätzchen über Privates in der Kaffeepause nutzt durchaus dem Betriebsklima.  Foto: NH-FOTO/FOTOLIA

Der französische Moralist Marquis de Vauvenargues hielt nichts von Geheimniskrämerei. Von ihm stammt das Zitat: „Zu viel und zu wenig Geheimnis über unsere eigenen Angelegenheiten sind gleichermaßen das Kennzeichen einer schwachen Seele.“

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Andreas Baumann war sich unsicher. Bisher hatte er Beruf und Privatleben immer strikt getrennt. Das bedeutete: Im Büro redete er über alles Mögliche, nur nicht über sein Privatleben. Anders der neue Kollege: Er erzählte über seine Familie, über das letzte Wochenende und über sein Mega- Puzzle, an dem er seit sieben Wochen saß. Das schien bei den Kollegen und beim Chef gut anzukommen. Also überlegte Baumann, sich ebenfalls zu öffnen. Doch was sollte er erzählen? Interessierte die Kollegen denn, welchen Handballverein er gut fand? Oder dass sein Sohn im Kindergarten vom Klettergerüst gefallen war? War es nicht besser, die Klappe zu halten?

Es gibt zwei Extreme, die Arbeitnehmer meiden sollten. Erstens gar nichts preiszugeben und zweitens zu viel von sich zu erzählen. Wenn ein Kollege gar nichts von sich preisgibt, könnte er als unnahbar, ja arrogant eingestuft werden. Oder als Geheimniskrämer. Oder als Streber, für den nichts zählt als der berufliche Erfolg. All das trägt nicht zu einem guten Klima bei, geschweige denn zur Hilfsbereitschaft von Kollegen. Auf jeden Fall scheint Verschlossenheit verdächtig zu sein und Raum für Spekulationen zu öffnen.

Nicht zu viel Privates

Also raus mit der Sprache? Nicht unbedingt. Denn ärgerlicherweise ist es noch gefährlicher, auf der anderen Seite vom Pferd zu fallen. Erzählen Sie zu viel Privates – zu viel im Vergleich zum Beruflichen – kann es wirken, als ob Sie die Arbeit nicht ernst genug nehmen, im schlimmsten Fall sogar von schlechten Ergebnissen ablenken wollen. „Zu viel“ heißt aber auch: zu viel im Vergleich zu ihrem Gesprächspartner. Denn das wird gerne mal als Egoismus und Desinteresse ausgelegt. Menschen erzählen nun einmal lieber selbst, als dass sie anderen zuhören. Das gilt auch für Kollegen und erst recht für Kunden.

Um Ausgewogenheit bemühen sollten Sie sich nicht nur in Bezug auf die Quantität, sondern auch in Bezug auf den Inhalt. Damit meine ich: Vermeiden Sie es, immer über dasselbe Thema zu sprechen. Und wahren Sie die Mitte zwischen „himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt“. Wenn Sie sich einmal beklagen, ist das völlig in Ordnung. Es tut Ihrem Gesprächspartner vielleicht sogar gut, zu sehen, dass bei Ihnen auch nicht alles rund läuft. Auf Dauer jedoch geht es auf die Nerven. Fast noch schlimmer für Ihren Gesprächspartner ist es, wenn es Ihnen zu gut geht und Sie das permanent heraushängen lassen.

Ist es überhaupt möglich, die goldene Mitte zu treffen? Ja, es ist zwar nicht leicht, aber es ist möglich. Bei privaten Themen gilt wie in jeglicher Kommunikation: Hören Sie gut zu! Interessieren Sie sich für Ihren Gesprächspartner! inden Sie heraus, an welchen privaten Themen er – oder besser noch – Sie beide interessiert sind. Und wenn Sie gefragt werden? Umso besser. Reden Sie, wenn Sie mögen – und hören Sie früh genug wieder auf.

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