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18. Januar 2012

Studienkompass: Ab an die Uni!

 Von Ariana Mirza
Foto: Christoph Boeckheler/Archiv

Das Förderprogramm Studienkompass ermutigt Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern zum Studieren. Die Förderung beginnt zwei Jahre vor dem Abitur und die Teilnehmer werden bis zum Studienbeginn begleitet.

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Bewerbung

Vom 1. Februar bis 4. März 2012 können sich Schüler aus 19 Regionen auf der Website um die Aufnahme.

www.studienkompass.de

Kristina Kolbaja ist eine Ausnahmestudentin. Sozusagen. Denn die 22-Jährige gehört zu der kleinen Gruppe von jungen Menschen, die studieren, obwohl sie nicht aus dem Bildungsbürgertum stammen. Nur etwa jeder vierte Abiturient, der keinen Hochschulabsolventen in der Familie hat, entscheidet sich für ein Studium. An diesem Missstand möchte die Initiative „Studienkompass“ etwas ändern.

Den Schritt an die Hochschule wagen

Und sie hat einen beachtlichen Erfolg damit, wie Programmleiter Ulrich Hinz von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) nach mehr als vier Jahren Laufzeit feststellt. „Fast alle Schülerinnen und Schüler, die an unserem Förderprogramm teilnehmen, wagen den Schritt an die Hochschule.“ Kristina Kolbaja wurde durch den Studienkompass ermutigt, sich in Hamburg an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Fach „Außenwirtschaft/Internationales Management“ einzuschreiben. „Die Workshops haben mir geholfen, ein Studienfach zu finden, das meinen Fähigkeiten und Interessen entspricht“, sagt die junge Frau. Zudem habe ihr das Programm vor Augen geführt, wie wichtig ein akademischer Abschluss für die berufliche Zukunft ist. „Ich möchte später im Marketing-Bereich arbeiten“, erklärt die Studentin heute selbstbewusst.


Ebenso wie Kristina Kolbaja wurden 93 Prozent der Teilnehmer des Projekts vom Sinn eines Hochschulabschlusses überzeugt. Wie erklärt sich die große Wirkung der Förderung? „Wir setzen mit unserem Programm in einer wichtigen Phase ein, dann nämlich, wenn Jugendliche oft noch keine genaue Vorstellung von ihrer beruflichen Perspektive haben“, sagt Programmleiter Hinz. Erfahrungsaustausch, Workshops und gemeinsame Unternehmungen motivieren dazu, die Zukunftsplanung aktiv in die Hand zu nehmen.

Förderung durch einheimische Wirtschaft

Die Förderung beginnt im zweitletzten Schuljahr vor dem Abitur und die Teilnehmer werden bis zum Studienbeginn begleitet. Besonders die einheimische Wirtschaft ist interessiert an akademischem Nachwuchs und einer größeren Durchlässigkeit im Bildungssystem. Stiftungen und Unternehmen fördern das Programm. Hinzu kommt privates Engagement. „Mehr als 200 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Hochschule und Schule stellen ihr Wissen und ihren Rat ehrenamtlich zur Verfügung“, so Hinz. Der Programmleiter rechnet im nächsten Förderturnus mit etwa 1.500 Teilnehmern.

Am 1. Februar 2012 beginnt die Bewerbungsrunde für Jugendliche, die derzeit im dritten Schuljahr vor dem Abitur stehen. Gefördert werden Schülerinnen und Schüler, deren Eltern nicht studiert haben oder deren familiäre Situation ein Studium erschwert. Das Förderprogramm selbst beginnt zwei Schuljahre vor dem Abi. Die Initiatoren des Projekts sind die Accenture-Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Seit Beginn des Programms im Jahr 2007 sind weitere elf Partner hinzugekommen.

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