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26. Oktober 2012

Tipps fürs Bewerbungsgespräch: Der Langzeitstudent in der Bewerbung

 Von Michael Stephan
Nicht jeder Langzeitstudent hat in der Studienzeit ausufernde Partys gefeiert. Foto: dpa

Eine hohe Semesterzahl sollte dem potenziellen Arbeitgeber gut erklärt werden.

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Nach 14 Semestern habe ich mein Fachhochschulstudium mit guten Noten abgeschlossen. Die lange Studienzeit erklärt sich damit, dass ich mein Studium selber finanzieren musste und außerdem durch einen Unfall zwei Semester verloren habe. Wie kann ich in meinen Bewerbungsunterlagen und den Vorstellungsgesprächen am besten damit umgehen – schon bei meinen Bewerbungen für Praktikumsplätze wurde die Studiendauer immer wieder angesprochen.

In Ihren Bewerbungsanschreiben können Sie die Begründung aus Ihrer Frage eigentlich wörtlich übernehmen. Ich empfehle jedoch, noch zusätzlich einen entsprechenden Hinweis in Ihrem Lebenslauf einzuarbeiten, bei den Informationen zu Ihrem Studium, dem Studiengang, der Studienrichtung, Studiendauer und Hochschule. Werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, haben Sie schon einmal die Gewissheit, dass der potenzielle Arbeitgeber an Ihnen als potenziellem Mitarbeiter grundsätzlich interessiert ist – trotz der langen Studiendauer. Sie sollten jedoch trotzdem signalisieren, dass Ihnen die Studiendauer selbst ebenfalls zu lang erscheint. Geben Sie Ihrem Gegenüber einen kurzen Überblick, wie Sie das Studium rund um die Studienfinanzierung organisiert haben und welche Fortschritte Sie bei den Leistungsnachweisen oder credit points erzielt haben. Versuchen Sie auch darzustellen, welchen Plan Sie während des Studiums verfolgt haben, und gehen Sie offen damit um, wenn Sie bei bestimmten Gelegenheiten durchaus etwas zielstrebiger hätten sein können. Wichtig ist aber auch, dass Sie Ihren potenziellen Arbeitgeber erkennen lassen, wie Sie in der Vergangenheit mit Ihren Erfolgen und Misserfolgen umgegangen sind und was die Erfahrungen und Schwierigkeiten für Ihre eigene Entwicklung bedeuten.

Bedenken zerstreuen

Der Unfall ist noch ein anderes Thema: Schildern Sie kurz die Folgen, die Zeit, die Sie für Studium und Arbeit ausgefallen sind, und mögliche Schwierigkeiten, wieder in das Studium und den Job zur Studienfinanzierung hineinzukommen. Zerstreuen Sie außerdem mögliche Bedenken, dass wegen des Unfalls noch mit Einschränkungen oder Folgeerkrankungen zu rechnen ist. Solange diese nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit stehen, sollten Sie mögliche Einschränkungen am besten überhaupt nicht thematisieren. Sie sollten Ihren potenziellen Arbeitgeber gar nicht interessieren. Möglicherweise befürchten Sie, dass der Eindruck entstehen könnte, Sie hätten gleich mehrere Entschuldigungen zur Hand? Bei einer insgesamt schlüssigen Argumentation könnte man auf die Idee kommen, auf einen der beiden Verzögerungsfaktoren zu verzichten. Ich halte das aber in Ihrem Fall für nicht ratsam, die Gesamtstudiendauer beträgt immerhin drei Jahre mehr als die Regelstudienzeit.

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