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3:3 gegen Rot-Weiss Ahlen: Fehlende Orientierung

Das ungewöhnlich schwache Abwehrverhalten kostet Kickers Offenbach in Ahlen den möglichen Sieg. Trainer Wolfgang Wolf sieht dennoch keinen Rückschritt.

Wolfgang Wolf
Wolfgang Wolf war einverstanden mit dem Punkt für den OFC.
Foto: Bongarts/Getty Images

Wolfgang Wolf war am Sonntag immer noch ein wenig aufgebracht. Die gereizte Stimmung des Trainers der Offenbacher Kickers hatte aber nur mittelbar damit zu tun, dass seine Mannschaft im Drittliga-Auswärtsspiel tags zuvor bei Rot-Weiss Ahlen ein 3:3 (2:1) erreicht und dabei erstmals in der laufenden Saison nicht gewonnen hatte. Das nackte Resultat hatte der Pfälzer routiniert zur Kenntnis genommen, was ihn jedoch nervte, waren die Reaktionen im Umfeld. Etlichen Anhängern des Traditionsklubs erschien das Remis beim Zweitliga-Absteiger nach dem fulminanten Saisonstart mit fünf Punktspielsiegen und dem 3:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum als großer Rückschritt. Eine Haltung, für die der Kickers-Trainer wenig Verständnis aufbringt. „Wenn man meint, der OFC gewinnt in dieser Saison jedes Spiel, dann muss ich fragen: ,Wo leben wir denn’?“

Daran ändert auch nichts, dass der erfahrene Fußball-Lehrer mit dem Gastspiel des Tabellenführers im Wersestadion nicht umfassend zufrieden war. „Es war ein schwieriges Spiel, in dem wir gegen den Ball schlecht gearbeitet haben“, resümierte er. In der Tat hatte der OFC tags zuvor die im bisherigen Verlauf der Spielzeit gezeigte Stabilität in den hinteren Reihen vermissen lassen. Von Anfang „konnten wir das Spiel nicht beruhigen“, so Wolf, weil sein Team in der Abwehrarbeit dieses Mal „nicht so konsequent und griffig“ gewesen sei. Dennoch waren die Offenbacher lange Zeit auf einem guten Weg, trotzdem zu siegen; immerhin lagen sie dreimal in Führung. Olivier Occean war dabei erneut ein Garant, der Stürmer traf per Abstauber zum 1:0 (13.) und per Kopf zum 2:1 (37.). Ebenfalls per Kopf stellte Sead Mehic mit dem 3:2 (50.) die Weichen nochmals auf Sieg.

Doch da es dem OFC in der Rückwärtsbewegung an Resolutheit gebrach, kam Ahlen jeweils zurück. Björn Kluft (27.), Nils-Ole Book (47.) und schließlich Luka Tankulic (84.) bestraften die Orientierungsprobleme in der Offenbacher Deckung, auf die Wolf wegen der dünnen Personaldecke in der Abwehr auch nicht reagieren konnte. Deswegen kommt dem Coach die Länderspielpause am kommenden Wochenende nicht ungelegen. Denn vor allem Rechtsverteidiger Christian Telch offenbarte in Ahlen, dass er eine Pause braucht. In knapp zwei Wochen, wenn die Kickers im Stadion am Bieberer Berg den VfR Aalen empfangen, hofft Wolf, dass ihm in Marcel Stadel (beginnt nach einem Handbruch wieder mit dem Training) und eventuell auch Christopher Lamprecht (gegen dessen Vierwochensperre wird der OFC Berufung einlegen) wieder zwei Alternativen für die hinteren Reihen zu Verfügung stehen.

Erst einmal steht aber am kommenden Freitag (15.30 Uhr) in Bad Kreuznach das Spiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg an. Aber das ist ja nur ein Test, da kann Wolf experimentieren.

Autor:  Andreas Hunzinger
Datum:  30 | 8 | 2010
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2 SV Sandhausen 35:26 43
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5 1. FC Saarbrücken 42:32 36
6 Rot-Weiß Erfurt 31:26 36
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