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Tebartz-van Elst
Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst steht in der Kritik: hohe, verschleierte Baukosten für die Bischofsresidenz und ein Meineid sind die Vorwürfe.

28. Mai 2014

Bistum Limburg: Tebartz-van Elst "im goldenen Käfig"

"Im goldenen Käfig": Der abberufene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.  Foto: dpa

Der emeritierte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich mit dem Bistum Limburg auf ein Ruhestandsgeld in Höhe von 71 Prozent des letzten Gehalts geeinigt - das wären rund 6600 Euro.

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Die Bewältigung der Krise in der Limburger Kirche wird sich nach Einschätzung von Bistumsleiter Manfred Grothe länger als erwartet hinziehen. "Ich dachte ja anfangs, ich würde nur ein halbes Jahr hierbleiben, um die machbaren Probleme zu lösen", sagte er im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber die Aufgaben, die nicht einfach von jetzt auf gleich zu lösen sind, brauchen mehr Zeit." Es sei lange noch nicht alles im Konsens. Die Lage im Bistum sei "historisch einmalig. Was sich da ereignet hat, war nicht nur ein kleiner Betriebsunfall, sondern ein Crash." Nach der Abberufung von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Finanzskandal um den neuen Amtssitz hatte der Papst Weihbischof Grothe im vergangenen März als Apostolischen Administrator für das Limburger Bistum eingesetzt.

Die Diözese prüft Grothe zufolge mit Kirchenrechtlern und Wirtschaftsprüfern, welcher Schaden im Zusammenhang mit dem Neubau entstanden ist, wen das betrifft - "und wer für den Schaden haftbar ist". Dass Tebartz-van Elst weiterhin in der Wohnung auf dem Limburger Domberg wohnt, bezeichnete er als "keine gute Situation" für beide Seiten. Aber das Bistum sei ihm als emeritiertem Bischof auch verpflichtet. Man könne ihn nicht einfach so vor die Tür setzen und "mit heiligem Zorn über ihn herfallen".

Der emeritierte Bischof hat sich mit dem Bistum Limburg auf ein Ruhestandsgeld in Höhe von 71 Prozent des letzten Gehalts geeinigt - das wären rund 6600 Euro. Davon werde ein Betrag für die Nutzung der Dienstwohnung abgezogen. Nach Informationen des HR handelt es sich dabei um rund 500 Euro. Sollte Tebartz-van Elst eine neue Tätigkeit aufnehmen, werde das Gehalt nicht weiter gezahlt. "Theoretisch könnte er sagen: Der Heilige Vater hat mich abgesetzt, er weiß, dass ich eine neue Aufgabe suche, und ich warte, bis er einen für mich geeigneten Platz gefunden hat", so Manfred Grothe im Interview mit der FAZ. "Aber Bischof Tebartz-van Elst spürt doch jeden Tag, dass er in einem goldenen Käfig lebt. Das ist für einen Mann wie ihn fürchterlich." (dpa)

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Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst steht in der Kritik: hohe, verschleierte Baukosten für die Bischofsresidenz und ein Meineid sind die Vorwürfe. Viele Christen sind empört.

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Im Jahr 2007 bschließt das Domkapitel einen Umbau des Dombergs mit dem Ziel, dem künftigen Bischof eine Wohnung und Residenz zu errichten. Der weitere Verlauf der Ereignisse ist skandalträchtig.

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