Tausende Menschen kämpfen in den eisigen Fluten um ihr Leben. Als die Sonne aufgeht sind 315 Menschen tot und weite Strecken Land liegen unter Wasser.
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Menschen werden von der Flut auf Dächern oder Dachböden eingeschlossen und müssen mit Booten gerettet werden.
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Doch die Boote können nicht alle retten, nicht wenige Helfer werden mit im Wasser treibenden Leichen konfrontiert.
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Am schlimmsten trifft es den Stadtteil Wilhelmsburg. 17 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, der die Stadt schwer zerstört hatte, leben viele Menschen noch in Behelfsheim- und Schrebergartensiedlungen. Die Hütten bieten kaum Schutz, als die Elbe kommt.
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Die Flut zertrümmert Autos, Hütten und Häuser.
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Auch viele Tiere von Bauern verenden. Die toten Tiere im Wasser bedeuten auch: Seuchengefahr. Einige können erst Anfang März abtransportiert werden.
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Zwar gibt es eine Sturmflut-Warnung, doch niemandem ist der Ernst der Lage klar. Viele Opfer ahnen nichts, bis das Wasser in die Häuser dringt.
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Als nach Anbruch des Tages am 17. Februar das ganze Ausmaß der Verwüstung deutlich wird, rückt ein Mann als Krisenmanager in den Mittelpunkt, der später noch eine steile Karriere machen sollte: Polizeisenator Helmut Schmidt (SPD), der spätere Bundeskanzler, ruft ohne Rücksicht auf Kompetenzen die Bundeswehr und NATO-Truppen zur Katastrophenhilfe. Es ist ein Novum in der Bundesrepublik. Hier verleiht er eine Dankmedaille an 400 Soldaten, die in dieser Nacht halfen.
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Rund 14.000 deutsche, britische und US-amerikanische Soldaten werden in die zerstörten Stadtteile geschickt, um den Hamburger Rettern bei der Suche nach Überlebenden und der Versorgung von schätzungsweise 100.000 Eingeschlossenen zu helfen.
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Mit Hubschraubern werden am 17.02.1962 Bewohner des Hamburger Stadtteils Wilhelmsburg evakuiert.
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Hamburger erzählen bis heute Geschichten von großer Hilfsbereitschaft in jenen Tagen.
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Die Katastrophe trifft auch die Insel Sylt.
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Heute sind sich Experten einig, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederholen würde.
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Milliarden von Euro flossen seither in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen in den Hochwasserschutz.
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Die Sturmflut von Hamburg 1962
Hamburg hat die Nacht vom 16. auf den 17. Februar bis heute nicht vergessen - die Sturmflut hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Die Deiche brechen und der Sturm treibt die Wassermassen in jener Nacht aufs Land.
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