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Alternative Nobelpreise: Klimaschützer im Kampf gegen Erderwärmung

In Stockholm nahmen David Suzuki und René Ngongo die Alternativen Nobelpreise entgegen.

Stockholm. Klimaschutz auch bei den Alternativen Nobelpreisen: Am Freitag nahmen in Stockholm mit dem kanadischen Zoologen und TV-Journalisten David Suzuki und dem Biologen René Ngongo zwei im Kampf gegen die Erderwärmung engagierte Umweltschützer die Auszeichnung in Empfang.

Suzuki (73) leitet seit 1979 das in Kanada populäre Wissenschaftsmagazin "The Nature of Things" ("Die Natur der Dinge") und erhielt den nicht dotierten Ehrenpreis für seine jahrzehntelange Aufklärungsarbeit zu Klima- und anderen Umweltproblemen. Der Kongolese Ngongo (46) wurde für seinen Einsatz zur Bewahrung des Regenwaldes in seiner Heimat ausgezeichnet. Der Alternative Nobelpreis wird seit 1982 vergeben.

Suzuki sagte vor der Zeremonie in Schwedens Reichstag, er hoffe auf ein Scheitern der am Montag beginnenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen. Als Grund nannte er die "viel zu niedrigen" Verpflichtungen der Industrieländer auf weniger CO2-Emissionen. "Es ist besser, wenn in Kopenhagen nichts herauskommt, dann kann man vor der nächsten Konferenz 2010 in Mexiko-Stadt von vorn anfangen", meinte der Preisträger aus Kanada.

Insgesamt wurden vier Alternative Nobelpreise vergeben. Ngongo erhielt für sein Regenwald-Engagement ein Drittel der Gesamtdotierung von 150.000 Euro. Ein weiteres Drittel ging an die 1924 in Australien geborene Ärztin Catherine Hamlin, die in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba seit 50 Jahren Frauen gegen Geburtsfisteln behandelt.

Diese typische Armutskrankheit kann zum Verlust des Babys, bei der Mutter zu schwerer Inkontinenz und sogar dem Tod führen. Der Neuseeländer Alyn Ware nahm die Auszeichnung für seinen Einsatz für eine von Atomwaffen freie Welt entgegen.

Die Alternativen Nobelpreise wurden 1980 vom deutsch-schwedischen Publizisten Jakob von Uekxüll (65) unter dem offiziellen Namen "Right Livelihood Awards" gestiftet. Mit ihnen werden Leistungen bei der Durchsetzung der Menschenrechte, der Verminderung sozialer Ungleichheit, friedlichen Konfliktlösungen und beim Umweltschutz geehrt. Die traditionellen Nobelpreise werden am kommenden Donnerstag in Stockholm und Oslo überreicht. (dpa)

Datum:  4 | 12 | 2009
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