Kopenhagen. Die dänische Polizei hat einen Deutschen als mutmaßlichen Organisatoren von Krawallen zum Kopenhagener Klimagipfel festgenommen. Ihm werde vorgeworfen, vor der Konferenz zu Gewaltanwendung und Widerstand gegen die Staatsgewalt aufgerufen zu haben. Ein Polizeisprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass die Festnahme "vorbeugend" erfolgt sei. Der Deutsche soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.
Der Mann fungierte in Kopenhagen als Sprecher des Bündnisses "Climate Justice Action". Sie plant für diesen Mittwoch einen Sturm auf das Tagungszentrum der UN-Klimakonferenz. Am Dienstag nahm die Polizei 17 junge Leute fest, die ein Treffen von Fürst Albert von Monaco mit einem Regierungsvertreter der Malediven stürmen wollten.
In der Nacht zum Dienstag war es in Kopenhagen erneut zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen Demonstranten vor. Fast 200 Teilnehmer eines Festes im "Freistaat Christiania" wurden festgenommen. Zuvor hatten kleine Gruppen vor dem seit den 70er Jahren besetzt gehaltenen Kasernengelände in der Kopenhagener Innenstadt Barrikaden errichtet, Feuer entzündet und Brandsätze geworfen. (dpa)
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