Sollten sich einst Historiker an ein Gipfel-Protokoll von Kopenhagen setzen, sie fänden spannende Geschichten: Interner Zwist, "lächerliche" Finanzangebote und eine überforderte Konferenzleiterin. Die Uhr tickt noch bis Samstag.
Demonstrierende in Kopenhagen fordern konkrete Beschlüsse.
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Demonstrierende in Kopenhagen fordern konkrete Beschlüsse.
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Kopenhagen. Der Verhandlungsmarathon in Kopenhagen mit mehr als 10.000 Delegierten krönt gut 14 Jahre währende Vorbereitungen, doch zuletzt hatte Konferenzleiterin Connie Hedegaard Mühe, die Fäden in der Hand zu behalten. Seit die Afrikaner Montagvormittag im Zorn auf die Dänin den Verhandlungssaal verließen, laufen die Beratungen in einer Vielzahl von Gruppen und Untergrüppchen.
Hedegaard, heißt es auf den Gängen des hoffnungsfroh "Bella Center" genannten Gebäudekomplexes, gehe an die Grenzen ihrer Kräfte und des organisatorisch Machbaren. Sie versucht die tiefen Gräben zwischen Arm und Reich ebenso wie die der Entwicklungsländer untereinander zu kitten. Doch die Uhr tickt. Die inoffizielle Deadline dürfte auf Samstagmorgen angesetzt sein, und ob die Vertreter der 192 Staaten dann die Erde gerettet oder versagt haben, wird - wie es US-Präsident Barack Obama schön pathetisch gesagt hat - später die Geschichte beurteilen.
Doch ob Erfolg oder nicht: Sollten sich einst die Historiker an ein minuziöses Gipfel-Protokoll setzen, sie fänden spannende Geschichten. Und klar ist auch: Ein solcher Mammut-Gipfel wird sich 2010 kaum wiederholen lassen. Platzt ein Grundsatzbeschluss der Staats- und Regierungschefs, klafft nach dem Auslaufen des Kyoto- Protokolls am 1. Januar 2013 eine gefährliche Gesetzeslücke.
In fünf Hauptstränge hat Hedegaard die Debatte eingeteilt, dazu kommen fast zwei Dutzend Untergruppen. Zu den wichtigsten Themen zählen die Kohlendioxid (CO2)-Minderungsziele für die Industriestaaten, die milliardenschweren Soforthilfen für Klimamaßnahmen in den Entwicklungsländern und langfristige Finanzzusagen. Co-Vorsitzender gemeinsam mit dem Indonesier Rachmat Witoelar der ersten Arbeitsrunde ist ausgerechnet Deutschlands Newcomer Norbert Röttgen - ein Tribut an die ambitionierten deutschen Klimaziele, berichten Teilnehmer.
Klimagipfel '09: Zwei Wochen, um die Welt zu retten
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Klimagipfel '09: Zwei Wochen, um die Welt zu retten
Rauch am Himmel über dem westindischen Nagpur: Die Auswirkungen des Klimawandels sind stärker als erwartet. Eisschilde und Gletscher schmelzen schneller als im jüngsten Bericht des Weltklimarates (IPCC) von 2007 projiziert. Der Meeresspiegel steigt höher, geht aus dem Bericht "Copenhagen Diagnosis" hervor.
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Schon der IPCC-Bericht zeigte dramatische Daten: Die Erderwärmung ist demnach nicht mehr aufzuhalten. Die Durchschnittstemperatur wird bis 2100 je nach Szenario und politischer Entwicklung um etwa 1,1 bis 6,4 Grad Celsius höher liegen als Ende des vergangenen Jahrhunderts.
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Während der IPCC-Bericht noch von 18 bis 59 Zentimetern Meeresspiegelanstieg bis 2100 ausgegangen war, geht "Copenhagen Diagnosis" von bis zu zwei Metern aus. Der Eisverlust sei in den Sommern 2007 bis 2009 jeweils rund 40 Prozent stärker als der vom IPCC berechnete Durchschnittswert.
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Die Veränderungen könnten Gesundheit und Leben von Millionen Menschen bedrohen. Mehr Hitzewellen, Überschwemmungen, Stürme, Dürren und Mangelernährung bedeuten mehr Kranke und Tote - darauf macht auch diese Nichtregierungsorganisation am Rande des Klimagipfels in Kopenhagen aufmerksam.
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Das Kabinett der Malediven tagte Mitte Oktober 2009 unter Wasser und unterzeichnete einen Appell an die Welt, die Treibhausgase zu reduzieren. Der Klimawandel bedroht viele Insel-Paradiese: Steigt der Meeresspiegel weiter, sind die 1200 Malediven-Inseln vermutlich in 100 Jahren verschwunden.
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Auf den Salomonen-Inseln brechen die Küsten weg, auf Tuvalu zittern die Einwohner bei jeder Flut, und von den Carteret-Inseln vor Papua-Neuguinea mussten die ersten der 2700 Bewohner nach jahrelangem Kampf gegen die immer schlimmeren Überschwemmungen ihre Heimat für immer verlassen.
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Verzweifelte Appelle zum Handeln richteten Bewohnerinnen und Bewohner der Fidschi-Inseln zu Beginn der Konferenz in Kopenhagen an die Teilnehmer.
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Die Konferenz ebenso wie ihr Drehbuch haben gigantische Ausmaße. Bis zu 15.000 Teilnehmer erwarten die dänischen Gastgeber, am Ende der zwei Wochen auch die Staats- und Regierungschefs von mehr als 190 Ländern.
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Gerungen wird um ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft und auch nur die Industriestaaten zu CO2-Einsparungen verpflichtet.
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Diesmal soll die gesamte Staatengemeinschaft mitmachen - zuviel Dreck schleudern die Industrien aufstrebender Mächte wie China und Indien
inzwischen in die Luft.
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Das ursprüngliche Ziel für Kopenhagen - die Einigung auf einen verbindlichen Weltklimavertrag - scheint nicht mehr zu halten, zu viele Streitpunkte sind offen. Auch die Anwesenheit von Nobelpreisträgern wie der kenianischen Umweltaktivistin und Wissenschaftlerin Wangari Maathai (Mitte) ...
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... oder des indischen Ökonomen Rajendra K. Pachauri wird daran nichts ändern.
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Hoffnung machte zu Beginn der Konferenz jedoch die Nachricht aus Washington, dass die US-Umweltbehörde Kohlendioxid-Emissionen jetzt als gesundheitsschädliches Gift einstuft. Das gibt US-Präsident Obama freie Hand, Limitierungen beim CO2-Ausstoß auch gegen den Senat durchzusetzen.
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So könnte Kopenhagen doch noch zu Hopenhagen werden.
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Protestaktion im japanischen Tokio: Auch in Asien wächst das Problembewusstsein. China, der weltgrößte Produzent von Treibhausgasen, überraschte die Welt vor dem Gipfel mit ehrgeizigen Reduktionszielen.
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Die Dänin Connie Hedegaard ist die Präsidentin des
Kopenhagener Klimagipfels. Die 49-jährige hat auch bei Umweltschützern einen herausragenden Ruf als überzeugte Kämpferin für ein weitreichendes Klimaabkommen
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Aus europäischer Sicht sind die Maßstäbe klar, an denen sich das Kopenhagener Ergebnis wird messen lassen müssen. Ob
bereits völkerrechtlich oder erst politisch verbindlich - die Maßnahmen müssen sich so addieren, dass sie unter dem Strich die Erderwärmung auf
höchstens zwei Grad begrenzen.
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Das heißt, dass sich die größten Wirtschaftsmächte auf Zahlen festlegen lassen sollen. Darunter sind die USA, China, die EU, Japan, Russland, Mexiko, Indien, Australien, Brasilien, Südafrika, der Iran und Kanada.
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China und Indien wollen sich höchstens im Gleichklang mit den USA auf Klimaziele einschwören lassen - es beißt sich die Katze in den Schwanz.
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Kopenhagen ist die sechste Etappe der internationalen Klimapolitik - nach der ersten Konferenz von 1979 über die Gründung des Weltklimarats (IPCC) 1988 und die Gipfeltreffen von Rio de Janeiro (1992), Kyoto (1997) und Bali (2007).
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Mitglieder und Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen haben ihr Quartier im Bella Center von Kopenhagen aufgeschlagen.
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Phantasievolle Protestaktionen begleiten den Klimagipfel - in der dänischen Hauptstadt ebenso wie an anderen Orten überall auf der Welt.
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Die Skulpturen vor dem Kongresszentrum in Kopenhagen gehören zur Installation "Der Puls der Erde"
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Ein buddhistischer Mönch betet für den Erfolg der Konferenz.
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In dem Kyoto-Nachfolgevertrag soll auch der Schutz der Tropenwälder eine besondere Rolle spielen.
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Der Ballon in der Nähe des Tagungsortes macht die Dimensionen einer einzigen Tonne Kohlendioxid deutlich.
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Ein "Eis-Bär" in der Kopenhagener Innenstadt.
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30 Energie- und Umweltmanagementstudenten der FH Flensburg sind mit einem Segelboot zur Klimakonferenz nach Kopenhagen aufgebrochen.
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In Kopenhagen müssen die Würfel fallen - das fordern nicht nur Umweltschutzorganisationen, sondern auch Politiker.
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Der Würfel am Tycho Brahe Planetarium in Kopenhagen wechselt ständig sein Aussehen.
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Die Kurve steigt: Kohlendioxid (CO2) ist zu mehr als 60 Prozent für den durch Menschen verursachten Treibhauseffekt verantwortlich. Der Anteil des Gases in der Luft ist von Beginn der Industrialisierung bis 2008 um 38 Prozent gestiegen.
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Dieser Aktivist zeigt in Kopenhagen seine Erwartungen an die USA und die Europäische Union, in Sachen Klimaschutz ihrer Verantwortung für den ärmeren Teil der Welt gerecht zu werden.
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Ein Herz für den Planeten.
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Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist rund um den Klimagipfel scheinbar omnipräsent.
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Greenpeace-Aktivisten kreuzen mit dem Schiff Beluga vor dem Hafen von Kopenhagen ...
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... entrollen am kanadischen Parlamentsgebäude in Ottawa Transparente ...
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... um das Land auf seine Verantwortung für den Klimaschutz hinzuweisen.
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Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutscland zeigt ebenfalls Präsenz in der dänischen Hauptstadt.
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Performance einer Theatergruppe in der Kopenhagener Innenstadt.
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Die Umweltschutzorganisation Legambiente nutzt den Markusplatz in Venedig als Bühne ...
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... um für den Klimaschutz zu werben.
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Sieht so die Zukunft aus? Beim UN-Klimagipfel von Kopenhagen im Dezember 2009 geht um nicht weniger als die Rettung des Planeten vor den dramatischen Folgen der Erderwärmung, vor Fluten, Dürren, Hunger und Flüchtlingswellen. Die dürren Ergebnisse der Vorverhandlungen verheißen nichts Gutes.
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Zehntausende bei Kopenhagener Klima-Demonstration
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Zehntausende bei Kopenhagener Klima-Demonstration
Bei strahlendem Sonnenschein und winterlicher Kälte verbreitete sich Volksfeststimmung in Kopenhagen.
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Viele Klima-Aktivisten trugen Verkleidungen.
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Ein Demonstrant hat sich als Weihnachtsmann verkleidet.
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Topmodel Helena Christensen: "Wir haben als Menschheit der Natur auf unserem Planeten eine zu große Last aufgebürdet."
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Zwischen 50 000 und 100 000 Menschen aus aller Welt kamen nach Kopenhagen.
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Topmodel Helena Christensen und der dänische Schauspieler Thure Lindhardt in Kopenhagen.
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Nur Marionetten? Bundeskanzlerin Merkel und andere Staats- und Regierungschefs hängen an Strippen.
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Dänische Polizeibeamte kesseln während der Demonstration Klima-Aktivisten ein. Ein Polizist wurde von einem Pflasterstein getroffen und leicht verletzt.
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Die Polizei nahm mehr als 400 Demonstranten "vorbeugend" fest.
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Polizisten bewachen festgenommene Demonstranten.
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"Ändert die Politik - nicht das Klima" - Klima-Aktivisten demonstrieren in Kopenhagen.
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Klima-Aktivisten in Kopenhagen.
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Obdachlose "Eisbären" demonstrieren in Kopenhagen.
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Zehntausende Klima-Aktivisten demonstrierten in Kopenhagen.
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Kinder malen den Klimawandel
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Kinder malen den Klimawandel
Von Mila, 7 Jahre, aus Österreich
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Gina, 7 Jahre, aus Frankreich
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Iveta, 12 Jahre, aus Tschechien
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Von Radhika, 10 Jahre, aus Indien - und ihrer Freundin Prerna
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Kasper, 12 Jahre, Dänemark
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Tandi Love, 11 Jahre, aus Südafrika
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Marie, 10 Jahre, aus Polen
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Marvin, 12 Jahre, lebt in Johannesburg in Südafrika.
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Stehanie Cobas, 11 Jahre, aus der Bronx, New York City
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Klimawandel? Die Kinder, deren Zukunft die heutige Eltern-Generation gerade ruiniert, können mit dem Begriff schon einiges anfangen. Mädchen und Jungen aus acht Ländern haben sich für die FR ausgemalt, wie sich ihre verändern wird - wenn wir so weitermachen wie bisher. Eine kleine Worst-Case-Study, die in Kopenhagen noch auf den Konferenztisch gehört. Das erste Bild haben die zehnjährige Ella und die elfjährige Nele aus Deutschland gemalt.
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Allen Gruppen sitzt jeweils ein Vertreter eines Industrielandes sowie eines Entwicklungslandes vor. Grund: Das Misstrauen der Dritten Welt gegenüber dem Westen sitzt tief. Dänemark als Gipfel-Vorsitz handele nicht objektiv, die Aufteilung der Verhandlungsstränge in gut zwei Dutzend Gruppen überfordere vor allem kleinere Delegationen, die sich nur noch vereinzelt Gehör verschaffen könnten. Und die Finanzangebote der EU - bislang die einzigen überhaupt - seien "lächerlich", schimpft etwa China.
Auch der Ton der Industrieländer wird schriller. Da kritisiert Europa die Blockade der Afrikaner, Australien wirft ihnen gar Trickserei mit der Geschäftsordnung vor. Diplomaten sagen, die als "G77" organisierte Gruppe der Entwicklungsländer spreche nicht mehr mit einer Stimme. Vielmehr zerfalle sie etwa in Schwellenländer und Inselstaaten. Wegen des Stimmengewirrs stoße der Prozess an seine Grenzen.
Es könnten sich nicht jedes Mal hundert Delegierte zu allem äußern, warnt Hedegaard. "Dann werden wir nie fertig." Beispiel: Während Chinas Reduktionsziel nach Ansicht von Klimaschützern nicht einmal für das 2-Grad-Ziel ausreicht, fordern die vom Anstieg des Meeresspiegels bedrohten Inseln eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad.
Für die resolute und energische Dänin Hedegaard, die demnächst als EU-Klimakommissarin nach Brüssel wechselt, dürfte der Klimagipfel der Höhepunkt ihrer politischen Laufbahn sein. Sie verglich die Teilnehmer mit Schulkindern: "Die erledigen ihre Hausaufgaben auch immer auf den letzten Drücker." Mindestens 115 "Chefs" erwartet sie für die Abschlussrunde am Freitag, darunter Obama. Der hat vergangene Woche den Friedensnobelpreis praktisch als Vorschuss überreicht bekommen - auch für den Klimaschutz. (dpa)