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Kommunalwahl 2016
Kommunalwahl 2016

06. Januar 2016

Kommunalwahl Stadtteile: Die Rennbahn bleibt ein Thema

 Von Dennis Pohl
Christian Becker beim Ebbelwei im Gasthof "Zum Hirsch".  Foto: Peter Jülich

Bei der Diskusison um die neue DFB-Akademie habe er Sachlichkeit vermisst, sagt Christian Becker. Der Vorsteher des Ortsbezirks 5 freut sich über den Ausbau der Schulen und die guten Iden zur Gestaltung eines Bürgerparks.

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Herr Becker, das dominierende Thema des vergangenen Jahres war sicherlich die geplante DFB-Akademie und der Bürgerpark Süd. Warum lief das so schlecht?
Die Art der Auseinandersetzung empfand ich als sehr befremdlich. Ich finde, man hätte sich seriös und zielgerichtet mit diesen Dingen beschäftigen sollen.

Zur Person

Christian Becker (CDU) ist seit 2011 Ortsvorsteher. Der 38-jährige Gymnasiallehrer ist in Oberrad aufgewachsen und seit 2001 Mitglied des Ortsbeirats 5. Seit 2005 steht er an der Spitze der CDU Oberrad und saß zwischen 2010 und 2012 auch im Vorstand der Frankfurter CDU.

Was meinen Sie konkret?
Die kolportierten Zahlen, den Korruptionsvorwurf, die Härte der Debatte. Statt sich einer sachlichen Diskussion zu stellen, setzte man auf Emotionalität und ignorierte die Hintergründe. Als Wähler hätte ich mir mehr Transparenz gewünscht.

Auf welche Hintergründe spielen Sie an?
Dass die Stadt sich für die Ansiedlung des DFB an diesem Ort entschieden hat, da das Hick-Hack mit den Rennbahnbetreibern eine weitere Zusammenarbeit nur schwer ermöglicht hätte. Es gab Zahlungsrückstände und keine Aussicht auf eine fundierte Finanzierung. Aber man nimmt es mit der Realität in diesem Fall nicht so genau.

Am Ende hat es scheinbar nur wenige Leute interessiert. Beim Volksentscheid im Juni nahmen nur rund 21 Prozent der Wahlberechtigten teil.
Das stimmt. Hier in Oberrad war die Beteiligung ebenfalls furchtbar gering. Man konnte im Laufe des Tages schon sehen, dass das Anliegen scheitern würde.

Ist das ob des großen öffentlichen Gegenwinds nicht überraschend?
Der Eindruck entstand durch die Art der Vorlage. Die Bürger konnten sich nicht für oder gegen die Rennbahn entscheiden. Dass da niemand hingeht, ist klar.

Im Dezember gab es Workshops zur Gestaltung des neuen Bürgerparks vor Ort. Wieder mit geringer Beteiligung.
Richtig. Es gab aber auch viele tolle Vorschläge. Wir werden spätestens im Februar als Ortsbeirat zu den Workshops Stellung beziehen. Dann können wir final sagen, was wir gut finden und was nicht.

Wie wollen Sie den vielen Bedenken weiterhin begegnen?
Durch Aufklärung und Beteiligung. Das muss aber aus dem Stadtteil kommen. Im Fall des Buchrainplatzes haben wir die Bürger explizit eingeladen, um ihre Wünsche aufzunehmen. Diese haben wir an die Stadt gesandt. Einen ähnlichen Weg könnte man in Niederrad gehen.

Was lief stattdessen gut für Sie in 2015?
Die Entwicklung der Schulen. Der neue Schulentwicklungsplan beinhaltet zusätzliche Gymnasialplätze für den Süden, und wir bekommen eine IGS. Zusammen verringert das den Druck auf die Schulen, der in den letzten Jahren sehr hoch war.

Und abgesehen vom Bildungswesen?
Ich freue mich darüber, dass der Henninger Turm wieder da ist und dort neuer Wohnraum entsteht.

Allerdings extrem hochpreisiger Wohnraum.
Nicht nur, sondern auch Wohnungen in einem niedrigeren Preissegment. Zudem verdichten wir in Oberrad und haben in Niederrad den Grundstein gelegt, um in der Bürostadt Wohnraum zu schaffen – aller Preisklassen.

Aber unter 14 Euro pro Quadratmeter ist kaum etwas zu haben...
In Niederrad wird es das definitiv geben. Sogar unter zehn Euro. In Sachsenhausen kann man das heute natürlich nicht mehr erwarten.

Führt das Henninger Quartier nicht wieder zu neuen Problemen? Stichwort Verkehr. Gerade Radfahrer fühlen sich jetzt schon oft unsicher.
Das ist ein schwieriges Thema. Das Rad wird als Verkehrsmittel immer wichtiger. Aber wir haben es mit historisch gewachsenen Stadtteilen mit wenig Handlungsspielraum zu tun. Die erwartete Mehrbelastung macht die Situation natürlich nicht besser. Wir bemühen uns, einen für alle Beteiligten tragfähigen Kompromiss zu finden.

Und was hätten Sie 2015 besser machen müssen?
(überlegt lange) Da fällt mir nichts ein. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Arbeit.

Ist das jetzt schon Wahlkampf?
Nein, wir haben meiner Meinung nach einfach viel geleistet. Aber das müssen andere beurteilen.

Interview: Dennis Pohl

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