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Kommunalwahl 2016
Kommunalwahl 2016

04. Februar 2016

Wahlprüfsteine: Verkehr in Frankfurt: Pendlerzahl wächst weiter

 Von 
Feierabendverkehr auf der Friedrich-Ebert-Anlage.  Foto: Andreas Arnold

Der Verkehr gilt für die Frankfurter Bürger als zweitgrößtes Stadtproblem, gleich hinter teurem Wohnen. Den weiter zunehmenden Pendlerverkehr abzuwickeln, wird in den nächsten Jahren eine der Hauptaufgaben der Politik sein.

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Die Zahl der Pendler in Frankfurt nimmt weiter zu. Mehr als 350 000 Menschen fahren täglich in die Stadt zur Arbeit, gab die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit bekannt. Frankfurt ist damit deutsche Pendlerhauptstadt. Rund 80 Prozent nehmen das Auto, 20 Prozent die Bahn, ergab eine Untersuchung im Auftrag der Stadt.

Den steigenden Pendlerverkehr abzuwickeln, bleibt eine Hauptaufgabe der nächsten Jahre. Das sehen auch die Bürger so: Auf Platz zwei der größten Stadtprobleme, direkt hinter Wohnen, landet regelmäßig der Verkehr.

FR-Stadtgespräch

Die Frankfurter Rundschau lädt zu einem Stadtgespräch zur Kommunalwahl in Frankfurt ein. Die Spitzenkandidaten der fünf Parteien, die auch im Landtag vertreten sind, diskutieren mit uns am Mittwoch, 17. Februar, im Haus am Dom, Domplatz 3.

Zugesagt haben Michael zu Löwenstein (CDU), Manuel Stock (Grüne), Mike Josef (SPD), Dominike Pauli (Linke) und Annette Rinn (FDP). Die Moderation übernehmen die FR-Redakteure Claus-Jürgen Göpfert und Georg Leppert.

Beginn ist um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr). Der Eintritt ist frei. (FR)

Sorgenkinder im öffentlichen Nahverkehr sind verspätete oder ausgefallene S-Bahnen und unzureichende Fahrgast-Information. Bahnkunden kennen das aus leidvoller Erfahrung. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat die Pünktlichkeit von S-Bahnen von etwa 90 Prozent angemahnt. Im Falle einer Störung müsse die Bahn umfassender über den Grund und alternative Verbindungen informieren.

In der Verkehrspolitik war sich die schwarz-grüne Koalition im Römer in den letzten Jahren weitgehend über den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs einig. Um wachsende Stadtteile verkehrlich anzubinden, um Pendlern ein alternatives Angebot zum Auto zu machen. Zuletzt hat die Stadt die Straßenbahn-Linie 17 nach Neu-Isenburg eröffnet. Die U-Bahn-Linie 5 will sie vom Hauptbahnhof ins Europaviertel verlängern. Untersuchen lassen will die Stadt eine Ringstraßenbahn über Ginnheim und Preungesheim und die U-Bahn-Verlängerung von Bockenheim nach Ginnheim.

Großprojekte wie die Regionaltangente West (RTW), die nordmainische S-Bahn und die viergleisige S6-Linie von Frankfurt nach Bad Vilbel nehmen allmählich Fahrt auf. Künftig könnte es weitere Park-and-Ride-Parkplätze an Stationen am Stadtrand geben. Stadt, Bahn und Land investieren derzeit 250 Millionen Euro, um Bahnhöfe in Frankfurt zu sanieren. Für Radfahrer sind überdachte Ride-and-Bike-Parkplätze vorgesehen, am Hauptbahnhof eine ganze Etage im Parkhaus nur für Fahrräder.

Denn die Frankfurter nehmen immer häufiger das Rad. Gerade innerhalb des Alleenrings wächst der Radverkehr stetig, hat eine Zählung der Stadt gezeigt. Ausgebaut hat die Stadt den Zweirichtungs-Radweg am Deutschherrnufer und zahlreiche Radfahrsymbole und Schutzstreifen auf den Straßen aufgetragen. Beim Umbau von Straßen und Kreuzungen wurden Radfahrer berücksichtigt. Statt weitere Radrouten zu bauen, lässt die Stadt die Lücken im Radnetz schließen. Mehr als hundert wurden identifiziert und werden abgearbeitet, was Jahre dauert. Mit der flächendeckenden Beschilderung des Radwegenetzes will die Stadt in diesem Jahr beginnen.

Die allermeisten Wege legen die Frankfurter nach wie vor zu Fuß zurück. Zahlreiche Bürgersteige, wie zwischen Hauptbahnhof und Messe, seien dafür unzureichend ausgebaut, bemängeln Fachverbände für Fußverkehr.

Am hitzigsten sind die Verkehrsdebatten im Römer immer dann, wenn es ums Autofahren geht. Wie viele Spuren die Berliner Straße künftig haben soll, ob der nördliche Mainkai gesperrt werden kann, daran scheiden sich die Geister. Auch die Einführung von Tempo 30 in der Stadt, ob in Gefahrenzonen, vor Schulen und Krankenhäusern oder in der Nacht zum Schutz der Anwohner, wird regelmäßig von einer Grundsatzdebatte begleitet.

Die Frage, wie die Stadt ihre Bewohner vor Lärm und Abgasen schützen kann, wird die Politik in den kommenden Jahre noch weiter beschäftigen.

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