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EDS-Streik in Rüsselsheim: Mehr als 800 Arbeitsplätze sind bedroht

Der Streik beim IT-Dienstleister EDS geht in die dritte Woche. In Rüsselsheim haben die Beschäftigten am Montag um sechs Uhr die Arbeit erneut niedergelegt.

In den Tarifkonflikt beim Computerdienstleister EDS kommt Bewegung. Mit Beginn der dritten Streikwoche haben heute in Rüsselsheim Verhandlungen mit dem EDS-Mutterkonzern Hewlett Packard begonnen
In den Tarifkonflikt beim Computerdienstleister EDS kommt Bewegung. Mit Beginn der dritten Streikwoche haben heute in Rüsselsheim Verhandlungen mit dem EDS-Mutterkonzern Hewlett Packard begonnen
Foto: ddp

Der Streik beim IT-Dienstleister EDS geht in die dritte Woche. In Rüsselsheim haben die Beschäftigten am Montag um sechs Uhr die Arbeit erneut niedergelegt. Zuvor hatten die Gewerkschaften Verdi und IG Metall dazu aufgerufen, den Arbeitskampf fortzusetzen.

Der Druck auf die Verhandlungen soll erhöht werden. In dieser Woche treffen sich die Vertreter der Beschäftigten mit den Managern von der Konzernmutter Hewlett Packard (HP) sowie der Geschäftsführung von EDS vor der Einigungsstelle.

Die Gewerkschaften kritisieren die Haltung von HP scharf. "Es ist die Konzernmutter, die eine Einigung verhindert", sagte Juan-Carlos Rio Antas von der IG Metall. "Statt endlich konstruktiv zu verhandlen oder EDS endlich ein Mandat zu Tarifgesprächen zu geben, bleibt HP bei einer Blockadehaltung, die den Konflikt weiter eskaliert."

Bisher hätten sich an allen Streiktagen rund 1000 Beschäftigte beteiligt. Die Gewerkschaften rechnen für die kommende Woche mit einer weiteren Zunahme. Der Arbeitskampf führe zunehmend zu Lieferausfällen und Störungen bei EDS. Bisher habe die Geschäftsleitung die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften verweigert. IG Metall und Verdi fordern einen Tarifvertrag über Beschäftigungssicherung, Arbeitsbedingungen und eine Entgelterhöhung.

EDS hat nach der Übernahme durch HP im Oktober den Abbau von 1150 Arbeitsplätzen angekündigt. Bei der EDS sollen nach den Plänen der Geschäftsführung 839 Arbeitsplätze wegfallen. Auch Standortschließungen in Leuna, Ludwigsburg, Essen, Wuppertal und Köln sind geplant. (pdi)

Datum:  15 | 6 | 2009
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