Eine Überraschung war es nicht, als die Groß-Gerauer Stadtverordneten am Dienstagabend den Etat für das Jahr 2013 mit großer Mehrheit aus CDU, Grünen und Kombi verabschiedet haben. Die SPD stimmte geschlossen dagegen. Auch das Konsolidierungsprogramm und das Investitionsprogramm für 2013 wurden beschlossen, Letzteres sogar einstimmig.
Damit steckt das Parlament der Verwaltung für das kommende Jahr einen Rahmen, der von einer Kennzahl geprägt ist, die für Diskussionsstoff sorgte: der Fehlbedarf von rund 4,9 Millionen Euro.
„Bisher waren wir die Guten unter den Schlechten, jetzt sind wir im Mittelfeld“, kommentierte Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) den Haushaltsplan. Umgerechnet auf die derzeit exakt 23 497 Einwohner Groß-Geraus ergebe sich daraus eine Pro-Kopf-Verschuldung von 210 Euro. „Damit stehen wir auf Platz acht im Kreis.“
Dennoch gibt sich Sauer zuversichtlich und bescheinigte dem Haushaltsplan eine solide Basis. Denn Überraschungen werde es bei den Ausgaben nicht geben, wie Sauer betonte.
Vieles sei auf den Weg gebracht, darunter die Sanierung der Dornheimer Riedhalle und des Hallenbads, die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes und der Neubau des neuen Feuerwehrstützpunkts am Nordring, der allein mit vier Millionen Euro zu Buche schlägt. Straßenbauarbeiten (Hermann-Löns-Straße, Nordendstraße, Am Römerhof, Frankfurter Straße) sind ebenfalls vorgesehen.
Insgesamt investiert die Stadt sieben Millionen Euro im Jahr 2013. Dennoch sei es ein kaufmännisch solider Etat und kein Wahlkampfhaushalt, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Joachim Hartmann mit Blick auf die Bürgermeisterwahl am 20. Januar.
Grünen-Fraktionsvorsitzender Matthias Schimpf erklärte, mit dem Etat 2013 würde Groß-Gerau Verantwortung für nachfolgende Generationen übernehmen und die Stadt gestalten. „Wir kalkulieren vorsichtig und halten die Versprechen, die wir geben.“ (eis.)
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