Knackig frisch und saftig wie ein Apfel vom Baum der Erkenntnis war der Vortrag zu Ernährungsfragen in der Aula der Prälat-Diehl-Schule (PDS). Der Ernährungswissenschaftler Günter Wagner referierte vor Schülern, Lehrern und Eltern zum Thema „So is(s)t Schule“.
Wagner betonte unter anderem die notwendige Zufuhr von Kohlenhydraten, Glukose und Vitaminen und rief einiges wach, was im Alltag oft vergessen wird. Kohlenhydrate und Glukose seien wesentliche Energiequellen. „Wer süß und fruchtig frühstückt, steigert seine Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit, ist wacher, aufmerksamer und hat eine höhere Frustrationstoleranz“, erläuterte der Referent.
Im Alltag aber gingen viele Schüler wegen der morgendlichen Hektik mit leerem Magen in die Schule, hat Wagner beobachtet. Studien hätten allerdings belegt, dass ein adäquates Frühstück eine erhebliche IQ-Steigerung sowie einen Anstieg der Pisa-Leistungskurve um 28 Punkte ergebe.
Damit die Verknüpfung von Ernährung und erfolgreichem Lernen an der PDS nicht unter den Tisch fällt, gründete sich dort im Sommer 2011 der Arbeitskreis Schulverpflegung. Schüler, Elternbeiräte und Lehrer haben es sich in Zusammenarbeit mit dem Catering-Unternehmen, das die Mensa beliefert, zur Aufgabe gemacht, die Essensversorgung der Schule zu optimieren. Im Rahmen des Projekts Schule und Gesundheit des hessischen Kultusministeriums strebt die PDS eine Zertifizierung an.
Arbeitskreis für gutes Essen
Besonderes Augenmerk legt der Arbeitskreis dabei auf das Mittagessen. Schrittweise werde die Organisation verbessert, berichtete Wagner. Die Speisepläne mit täglich zwei Essen – eins davon auf vegetarischer Basis – werden inzwischen im Internet veröffentlicht, so dass Eltern und Kinder das Menü tage- oder wochenweise auswählen können.
„Eine Umfrage ergab, dass die Schüler den netten Service in der Mensa hoch bewerten, weniger zufrieden sind sie mit dem Getränkeangebot. Wir planen, zusätzlich zu Wasserspendern Getränkeautomaten zu installieren“, sagte Wagner.
Die Palette der angebotenen Speisen sei das Ergebnis ernährungswissenschaftlich empfohlener sowie von Schülern bevorzugter Nahrung. „Ein Hamburger ist nicht per se schlecht. Es kommt darauf an, was zwischen den Brötchenhälften liegt“, erklärte Wagner. Die Schüler Jonas, Luke und Leon (alle zwölf Jahre alt) gehen gern in die Mensa. „Wir sitzen mit Freunden zusammen, und meistens schmeckt es. Manchmal ist zwar der Reis pappig und die Soße fad, aber der Fisch ist immer super.“ Ein Zettelkasten soll Schülern in Kürze Gelegenheit für Lob, Kritik und Wünsche geben. (lot.)

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