Gross-Gerau. Eine kleine Änderung zum vorläufigen Endergebnis der Landratswahl im Kreis Groß-Gerau vom Sonntag gibt die Kreispressestelle bekannt. Weil in Mörfelden mehr Stimmen abgegeben und auch gezählt wurden als am Wahlabend gemeldet (6126 gültige Stimmen statt 5887), landet die CDU-Kandidatin Ursula Kraft im Gesamtergebnis nun bei 35,3 Prozent (statt 35,4) und der Linke-Kandidat Gerd Schulmeyer bei 5,7 Prozent (statt 5,6). Bei Wahlsieger Thomas Will (SPD) bleibt das Ergebnis unverändert bei 59 Prozent.
"Ich habe das hohe Ergebnis ungefähr so erwartet, es ist um geringfügige Punkte übertroffen worden", sagte der Kreistagsvorsitzende und frühere Groß-Gerauer Bürgermeister Manfred Hohl, der den engagierten Wahlkampf Wills lobte. Das Ergebnis sei verdient. Sein niedrigstes Einzelresultat neben dem in der CDU-Stadt Gernsheim (45,2 Prozent) fuhr Will in Stockstadt ein, wo die CDU-Kandidatin lange gelebt hat und dicht an ihn heranrückte - ohne ihn allerdings zu überholen (49,5 zu 48,3 Prozent). Im Vergleich zum Kreistagswahlergebnis 2006 haben alle drei Kandidaten zugelegt. Bei der Kommunalwahl auf Kreisebene traten allerdings neben SPD, CDU und Linken noch Grüne, FDP und Freie Wähler an.
In Groß-Gerau holte Thomas Will mit 58,6 Prozent einen fast so hohen Stimmenanteil wie beim Gesamtergebnis. Sein Spitzenwert in der Stadt kam im Wahlbezirk Altes Amtsgericht zustande (66 Prozent), sein niedrigstes Ergebnis in einem Briefwahlbezirk (50,2 Prozent). Hier hatte Ursula Kraft prozentual die meisten Wähler (46,3) in Groß-Gerau. Ihr schwächstes Resultat im Stadtgebiet lag in einem Wahllokal in der Luise-Büchner-Schule (27,2 Prozent). Bei Gerd Schulmeyer reicht die Spanne von 1,8 Prozent (Dorfgemeinschaftshaus Berkach) bis zu 7,8 Prozent (Kita Hölderinstraße in Dornheim). (amt/gil)
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