Aktuell: Zuwanderung Rhein-Main | Fotostrecken | Polizeimeldungen
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Kreis Groß-Gerau
Berichte und Bilder von allen wichtigen Ereignissen in Rüsselsheim, Dietzenbach, Mörfelden-Walldorf

14. Januar 2016

Mörfelden-Walldorf: Festplatz als Wohnquartier

Der Mörfelder Festplatz soll mit 60 bis 70 Sozialwohnungen bebaut werden.  Foto: Sebastian Schwappacher

Auf Areal am Bahndamm könnten Sozialwohnungen entstehen. Auf dem Mörfelder Festplatz könnten rund 60 Wohneinheiten entstehen.

Drucken per Mail

Die Stadt Mörfelden-Walldorf treibt die Planungen für den Bau von Sozialwohnungen voran: Auf dem Mörfelder Festplatz könnten rund 60 Wohneinheiten entstehen.

Voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres werden im Neubaugebiet Am Walldorfer Weg nahe dem Mörfelder Bahnhof 44 neue Sozialwohnungen bezugsfertig sein. Angesichts von 270 Haushalten mit Anspruch auf eine geförderte Wohnung ist das aber „nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, wie Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) sagt. Der Bedarf wird absehbar noch steigen, denn sobald Asylbewerber anerkannt sind, haben auch sie Anspruch auf eine Sozialwohnung.

Die Stadt will deshalb den Mörfelder Festplatz bebauen. Eine entsprechende Vorlage hat der Verwaltungschef am Dienstag bei einer Presssekonferenz vorgestellt. Die Grundsatzbeschlüsse soll das Stadtparlament noch vor Ablauf der Wahlperiode in seiner Sitzung am 2. Februar fassen. „Wenn wir warten, bis sich die neue Stadtverordnetenversammlung konstituiert hat, verlieren wir drei Monate. Diese Zeit haben wir nicht“, erklärte Becker.

Eleganteste und teuerste Lösung: Tiefgarage

Der rund 6000 Quadratmeter große Mörfelder Festplatz zwischen Bahndamm, Kurt-Bachmann-Halle und Altenhilfezentrum hat seine Funktion verloren, seit die Kerb an den Dalles verlagert wurde. Für die Bebauung des Festplatzes greift Paragraf 34 des Baugesetzbuchs, wonach ein Vorhaben innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile zulässig ist, wenn es sich in die Umgebung einfügt. Die Bauaufsichtsbehörde des Kreises hat bereits in Aussicht gestellt, dass zum Bahndamm ein Gebäuderiegel mit drei Vollgeschossen plus Dach denkbar ist, der gleichzeitig als Schallschutz zwischen Bahnlinie und Festplatz fungieren kann.

Dahinter könnten vier kleinere Gebäude mit zwei Vollgeschossen plus Dach entstehen, zwischen denen eine „grüne Mitte“ als Gemeinschaftsplatz vorstellbar ist. Möglich scheint eine Anlage mit 60 bis 70 Wohnungen und einer Wohnfläche von 4200 Quadratmetern. Noch geprüft werden muss, ob die Stadt selbst baut, ein Investor zum Zuge kommt oder es eine Mischung aus beidem gibt. Verkaufen will die Stadt das Gelände möglichst nicht. Stattdessen strebt sie für den Fall der Zusammenarbeit mit Investoren einen Erbbaupachtvertrag mit einer Laufzeit von 35 bis 40 Jahren vor. Die Bindung an den sozialen Wohnungsbau und das Belegungsrecht der Stadt soll mindestens 30 Jahre betragen.

Laut Beschlussvorschlag soll die Verwaltung Gespräche mit der Baugenossenschaft Ried, der ABG Frankfurt Holding GmbH, der Nassauischen Heimstätte und weiteren Investoren führen, um die Rahmenbedingungem auszuloten. Von der Kommunalaufsicht muss die nötige Kreditaufnahme genehmigt werden. Ein Knackpunkt bei dem Vorhaben sind die Parkplätze.

Gemäß städtischer Stellplatzsatzung sind pro Wohnung 1,5 Parkplätze nachzuweisen – bei 60 Wohneinheiten wären das immerhin 90. Außerdem benötigt die SKVMörfelden für den Sportbetrieb in der Bachmann-Halle und ihrem Fitnessstudio Stellflächen. Auch für Großveranstaltungen ist die Parkplatzfrage zu klären. Hierzu laufen bereits Gespräche.

Die eleganteste, aber auch mit Abstand teuerste Lösung wäre eine Tiefgarage. Für ein quartiersbezogenes Parkhaus würde wohl der Platz fehlen. Möglichst viele Parkplätze sollen daher oberirdisch entstehen. „Nötigenfalls müssen wir die Zahl der Wohnungen etwas anpassen“, erklärte Bürgermeisterreferent Hans-Heinrich Viebrock.

Nach der Bebauung fiele der Festplatz auf alle Fälle als Parkfläche für Lastwagen weg – im Moment ist dies für etliche Anwohner ein Ärgernis. Erhalten bleiben soll nach Angaben Beckers die kleinere Turnhalle, die unter anderem von Radsportlern und Tischtennisspielern genutzt wird.

Becker zeigte sich zuversichtlich, bis Mitte des Jahres – entweder kurz vor oder direkt nach der Sommerpause – eine weitere Vorlage zur Festplatzbebauung einbringen zu können. 2018 oder 2019 könnten dann die ersten Mieter in die neuen Wohnungen auf dem Festplatzgelände einziehen. Insgesamt gibt es in Mörfelden-Walldorf derzeit rund 600 Sozialwohnungen, von denen sich etwa ein Drittel im Besitz der Stadt befindet. (mz)

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Auf dieser Seite lesen Sie Nachrichten aus dem Kreis Groß-Gerau. Alles aus der Nachbarschaft finden Sie auf unseren Seiten über die Stadt Darmstadt und den Kreis Offenbach.

Übersicht

Wir informieren Sie aus der ganzen Region. Nachrichten aus Ihrer Stadt können Sie als Newsfeed abonnieren - klicken Sie bitte auf das orange Symbol.

Regionale Startseite

Frankfurt

Rhein-Main

Bad Homburg, Hochtaunus

Bad Vilbel, Wetterau

Darmstadt

Kreis Groß Gerau

Hanau, Main-Kinzig

Main-Taunus

Offenbach

Kreis Offenbach

Wiesbaden

Twitter

Anzeige

Spezial

Der Ausbau des Flughafens ist in der Region heftig umstritten. Die FR-Serie informiert über die Landebahn.

ANZEIGE
- Partner