Die Bürgermeisterwahl in Dietzenbach entscheidet sich zwischen der CDU-Kandidatin Kornelia Butterweck und dem parteilosen Kandidaten Jürgen Rogg. Termin der Stichwahl ist der 11. Oktober.
Grünen-Chef Lothar Niemann, der als unabhängiger Kandidat angetreten war, landete knapp hinter dem zweitplatzierten Rogg. SPD-Kandidat Rainer Engelhardt bekam am wenigsten Stimmen.
Kornelia Butterweck, CDU 29,24 %
Jürgen Rogg, parteilos 26,70 %
Lothar Niemann, Grüne 23,11 %
Rainer Engelhardt, SPD 20,94 %
Die Wahlbeteiligung lag bei 69 Prozent. Die Stichwahl folgt am 11. Oktober.
Butterweck sagte der FR, sie habe ursprünglich damit gerechnet, in der Stichwahl gegen Niemann antreten zu müssen. Rogg sei nicht ihr Wunschkandidat für die Stichwahl gewesen. Der 47-jährige Unternehmensberater wäre gern selbst für die CDU angetreten, unterlag in der Kampfabstimmung aber der 53-jährigen Stadtverordnetenvorsteherin und ging daraufhin als parteiloser Kandidat ins Rennen.
Dass die Anhänger der beiden ausgeschiedenen Kandidaten in der Stichwahl eher den parteilosen Kandidaten favorisieren könnten, glaubt Butterweck nicht. "Die Bürgermeisterwahl ist eine Personenwahl. Die Wähler werden noch einmal neu entscheiden, wen sie sich für das Bürgermeisteramt wünschen."
Jürgen Rogg nannte seinen Einzug in die Stichwahl "einen riesigen Erfolg". Dass er mit Butterweck nun gegen seine frühere CDU-interne Rivalin antreten müsse, mache für ihn keinen Unterschied.
"Eine herbe Enttäuschung, auch für mich persönlich", nannte SPD-Kandidat Rainer Engelhardt das Ergebnis. Sein schlechtes Abschneiden sei aber auch dem schlechten Ergebnis der SPD bei der Bundestagswahl geschuldet. Die Mitgliederversammlung werde am Dienstag darüber entscheiden, ob die SPD für die Stichwahl eine Wahlempfehlung abgibt. "Ich persönlich lehne eine Empfehlung ab."
Normalerweise hätten die Dietzenbacher erst 2011 wieder über die Besetzung des Bürgermeisteramts entscheiden sollen. Grund für die vorgezogene Wahl war das frühzeitige Ausscheiden des bisherigen Amtsinhabers Stephan Gieseler (CDU). Er hatte seinen Posten Ende Juni aufgegeben und ist jetzt Direktor beim Hessischen Städtetag. Gieseler hatte 2001 die 50-jährige Tradition von SPD-Bürgermeistern in Dietzenbach beendet.
Sowohl das christ-, als auch das sozialdemokratische Lager waren dieses Mal gespalten in den Wahlkampf gegangen. Die Dietzenbacher SPD-Abspaltung UDS, die sich bereits vor knapp zwei Jahren von den Sozialdemokraten nach interen Querelen getrennt hat, hatte ihre Anhänger aufgerufen, der CDU-Kandidatin Kornelia Butterweck ihre Stimme zu geben.

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