Mit den Stimmen der Kooperation von SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern sowie der Linken hat das Rodgauer Stadtparlament eine ablehnende Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan beschlossen. Darin kritisiert sie etwa, dass nur Areale als Vorranggebiete für Windräder ausgewiesen werden sollen, wo der Wind in einer Höhe von 140 Metern mindestens mit einer Geschwindigkeit von 5,75 Metern pro Sekunde bläst.
Bleibe es bei dieser Festlegung, könnten keine Anlagen im Ballungsraum entstehen, kritisierte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Ob sich ein Windrad lohne, solle entscheiden, wer investiert. Heino Reckließ (FDP) führte die Erhöhung der Mindestgeschwindigkeit in Vorranggebieten von zunächst 5,5 auf nun 5,75 Meter pro Sekunde auf den Einfluss des Landtagsabgeordneten Frank Lortz (CDU) zurück. Er nannte sie reine Willkür.
Lars Neumann (CDU) verteidigte die Vorgaben, die im Vergleich zu Rheinland-Pfalz noch relativ weich seien. Horst Böhm (ZmB) kritisierte, die Stadt nehme die Bürger in Sachen Windkraft nicht mit. (cm.)
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