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Kreis Offenbach: Anschlag auf Haus des Landrats

In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte Farbbomben gegen das Haus des CDU-Politikers Peter Walter geworfen. Dieser spricht von linksradikalen Gewalttätern. Von Christoph Manus

Der Landrat des Kreises Offenbach, Peter Walter (CDU). In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte mehrere Farbbomben gegen das Haus des CDU-Politikers geworfen.
Der Landrat des Kreises Offenbach, Peter Walter (CDU). In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte mehrere Farbbomben gegen das Haus des CDU-Politikers geworfen.
Foto: Monika Müller

Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag das im Dreieicher Stadtteil Dreieichenhain gelegene Wohnhaus des Landrats des Kreises Offenbach, Peter Walter, mit Farbbomben beworfen und es damit rot, gelb und grün beschmiert. Auch sein Auto bekam Flecken.

In mehreren Briefkästen der angrenzenden Häuser lag laut Polizei zudem ein Schreiben, in dem die Abschiebepolitik des Kreises Offenbach scharf kritisiert wird. Es ruft dazu auf, der Ermittlungsgruppe AG Wohlfahrt das Handwerk zu legen und ist mit "smash the borders" unterschrieben.

In einer Pressemitteilung der Gruppe "antifa [ko]" wird ein anonymer Sprecher einer "Initiative gegen Abschiebungen und die 'AG Wohlfahrt' zitiert: "Es werden weitere Aktionen gegen Peter Walter folgen." Die antifa [ko] kündigt in der Mitteilung an, sie werde in den kommenden Wochen und Monaten mit "kreativen Aktionen" über die "Abschiebebehörde AG Wohlfahrt" aufklären.

Landrat Peter Walter sagte am Donnerstag der Frankfurter Rundschau vor Ort, er habe die Tat gegen 7 Uhr beim Zeitungsholen bemerkt. Er nehme die Drohungen ernst. Personenschutz werde er aber nicht beantragen.

Später ließ er mitteilen, er werde sich "den gezielten Drohungen von linksradikalen Gewalttätern nicht beugen". Die AG Wohlfahrt enttarne Menschen, die gesetzeswidrig den Sozialstaat und Deutschlands liberales Asylrecht ausnutzten. Walter schreibt, schon einmal habe der Weg in eine Gewaltspirale mit ähnlichen Methoden begonne. Damals habe der Weg in den Terror der 70er Jahre gemündet. So etwas dürfe sich nicht wiederholen.

Die Polizei hat nach eigenen Angaben zahlreiche Spuren gesichert. Sie hofft, dass Zeugen beobachtet haben, wie Menschen in der Nacht auf Donnerstag zwischen 22 Uhr und 7 Uhr in der Straße Am Trift Flugblätter verteilten und das Haus beschmierten. 069/80981234.

Autor:  Christoph Manus
Datum:  16 | 7 | 2009
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