Ein neues Kongresszentrum soll auf dem Gelände des Neu-Isenburger Hotels Kempinski Gravenbruch entstehen. Dies teilte der Erste Stadtrat Herbert Hunkel (parteilos) am Mittwoch mit. Das Gebäude soll nordwestlich des Hotels errichtet werden und bis zu 1000 Gästen Platz bieten.
Dieter Bock, Miteigentümer der Hotelgruppe, zu der das Kempinski Gravenbruch gehört, will rund 10 bis 15 Millionen Euro in das Projekt "Lake Center Kempinski Parkhotel Gravenbruch" investieren. Neben dem Kongresszentrum soll an der Bundesstraße 459 auch ein Parkhaus mit rund 400 Stellplätzen anstelle der heutigen Hotelgaragen entstehen. "Auch die Landschaft möchten wir mit einem schönen Park auf dem hoteleigenen Gelände verbessern", sagte Bock.
Bedenken, dass das Neu-Isenburger Projekt wie andere Kongresszentren im Rhein-Main-Gebiet Verluste einfahren könnte, hat Bock nicht. "Wir können mit mehr als 20 Jahren Erfahrung mit unserem Projekt Praterinsel in München punkten." Dieser Platz für Events sei jetzt verkauft, und das erfahrene Team von dort werde mit der Kundenliste nach Neu-Isenburg ins Kempinski kommen. "Gravenbruch ist ein toller Standort, man ist in zehn Minuten am Flughafen, hat aber nicht den dortigen Riesentrubel." Die Fertigstellung sei abhängig vom Erhalt des Baurechts. "Wenn wir das haben, können wir in acht bis zehn Monaten fertig sein", so Bock.
Das geplante Kongresszentrum für Messen und Tagungen sei als Ergänzung zum schon bestehenden Neu-Isenburger Angebot zu sehen, sagte Hunkel, nicht als Konkurrenz zur Hugenottenhalle. Für die Stadt seien die Ausbaupläne erfreulich: "Das bedeutet eine Stärkung des Standortes Neu-Isenburg." (sia)

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