Stockdunkel ist es morgens, kalt. Mal geht es durch grauen Schneematsch, mal über fiese Eisplatten. Natürlich gebe es eklige Morgen im Winter, sagt Stefan Janke. Trotzdem fährt der 41-Jährige jeden Werktag mit dem Rad zur Arbeit, etwa zehn Kilometer von Dudenhofen nach Urberach, in aller Frühe zwischen 6.30 und sieben Uhr geht es los.
"Man gewöhnt sich dran", sagt der Vorsitzende des ADFC Rodgau, der auch die Interessen der Radfahrer in Rödermark, Obertshausen, Heusenstamm und Babenhausen vertritt. Und ihm werde schnell durch die Bewegung warm. Der Windeffekt sei beim Rad ja nicht so groß.
Der ADFC Rodgau bietet auch im Winter Touren an, allerdings weniger als sonst. Auf dem Programm stehen etwa Winter-Mountainbike-Touren am 28. November, 12. Dezember und 9. Januar. Besonders beliebt ist die Nikolaustour am 6. Dezember. Mehr unter www.adfc-rodgau.de
Gefährlicher als im Sommer sei sein Weg zur Arbeit in der dunklen, nassen, kalten Jahreszeit eigentlich nicht, glaubt Janke. Dass liege auch an der wesentlich besser gewordenen Ausrüstung. Mit der LED-Technik leuchteten die Scheinwerfer jetzt "superhell". Glatt sei es zudem ja in diesen Breiten selten. Wenn die Temperaturen dann aber doch mal unter null Grad fielen, Schnee liege, steige er eben auf seine Spike-Reifen um. Ein paar Wochen sei er die im vergangenen Winter gefahren, sagt Janke.
Eine eigene Statistik über Fahrradunfälle im Winter führt die Polizei nach Angaben des Hessischen Landespolizeipräsidiums nicht. Nach einem Analyseprogramm kracht es allerdings seltener als im Sommer - aber wohl auch, weil deutlich weniger Fahrradfahrer unterwegs sind, wie Julia Meyer von der Polizei sagt. Das Fahren bei Schnee sei schon gefährlich, besonders weil die nutzbare Fläche der Straße durch Schneehaufen am Rand kleiner werde. Die Polizei rät besonders auf eine gute Beleuchtung zu achten, helle Kleidung zu tragen und zudem Reflektoren an Helm, Kleidung und Rad anzubringen.

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