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Kriminalität in Frankfurt/Rhein-Main
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29. März 2016

Leichenfund in Frankfurt-Bockenheim: Frankfurter tötet Sohn und dann sich selbst

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Polizisten durchkämmen am Dienstag den Rebstockpark in Frankfurt.  Foto: dpa

Erst wird in Frankfurt die Leiche eines Kindes entdeckt, dann wird auch der Vater tot aufgefunden. Er hat vermutlich erst seinen Sohn und dann sich selbst getötet.

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Ein Vater tötet erst seinen acht Jahre alten Sohn und dann sich selbst. Nach und nach ist am Dienstag bekannt geworden, dass sich am Frankfurter Rebstockgelände zu Ostern ein fürchterliches Familiendrama abgespielt hat.

In einem geparkten Auto hatten Polizisten am Ostermontag eine Leiche gefunden. In ersten Medienberichten war die Rede davon, ein „junger Mann“ habe tot auf der Rückbank gelegen. Doch am Dienstagvormittag teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen mit: Bei dem Opfer handelt es sich um einen acht Jahre alten Jungen.

Dringend tatverdächtig ist für die Staatsanwaltschaft der 40 Jahre alte Vater des Kindes, der gemeinsam mit seiner Frau und dem Jungen in Frankfurt lebte. Bereits am Montagabend hatte die Polizei stundenlang nach dem Mann gefahndet. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Rebstockgelände und den benachbarten Stadtteilen.

Am Dienstag ging die Fahndung weiter. Dutzende Bereitschaftspolizisten durchkämmten die Grünanlagen rund um das Rebstockbad. Auch Spürhunde kamen zum Einsatz. Kleidung des Mannes diente den Tieren dabei als Geruchsprobe. Am Dienstagmittag fanden die Beamten schließlich den Verdächtigen. Er hatte sich in einer Kleingartenanlage ganz in der Nähe des Tatorts erhängt. Für die Staatsanwaltschaft deutet vieles darauf hin, dass der Mann erst sein Kind und dann sich selbst umgebracht hat.

Untersuchungen der Gerichtsmedizin

Doch Details wollte die Anklagebehörde am Dienstag nicht preisgeben. So blieb weiterhin offen, wann und wie der Achtjährige getötet wurde. Seine Leiche wurde ebenso wie die des Vaters in der Gerichtsmedizin untersucht.

Bekannt ist somit vorerst nur, dass der 40-jährige Familienvater seinen Sohn am Gründonnerstag von der Schule abgeholt hat. Danach verliert sich die Spur der beiden. Die Mutter des Jungen erstattete eine Vermisstenanzeige.

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Unklar ist auch die Rolle des Zeugen, der am Montag die Polizei verständigt hatte. Wie die Beamten mitteilten, war dem Mann der silbergraue Wagen mit Groß-Gerauer Kennzeichen verdächtig vorgekommen, weil er tagelang auf dem Parkplatz stand. Der Platz ist nur während Messen und bei Großveranstaltungen auf der benachbarten Grünanlage stark frequentiert. Die Identität des Anrufers sei bekannt, sagte Staatsanwältin Niesen nur.

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