„Dresdner Paraphrasen“ in der CFA-Galerie am Kupfergraben
Neue Holzschnitte der Kölner Tobias-Zwillinge zu alter Grafik, eine außergewöhnliche Gastrolle des Dresdner Kupferstichkabinetts an der Berliner Museumsinsel - in der Galerie. Deren hohe Säle boten beinahe museale Bedingungen. Was zu sehen war, kommt aus China, Italien, Sachsen - alles sehr alt - und aus einer Kölner Holzschneiderwerkstatt und ganz neu, ausgeführt von vier jungen Händen in einer uralten Technik: dem Holzschnitt. Einst galt er, zusammen mit dem Kupferstich, als Königsklasse der grafischen Kunst. Die "Dresdner Paraphrasen"waren mehr als ein Kulturtransfer zwischen alten Meisterwerken und junger Kunst. Wir schauten auf diese Weise auch in eine frappierende ästhetische Parallelwelt. Formale und zeitliche Grenzen verflossen, eine Galerie für Gegenwartskunst wurde zum Museumsraum, Altes und Neues spracht eine Sprache, die ewig sein will: die der Kunst.

2012 war das Jahr der "Großen" mit Documenta und Berlin Biennale. Aber die schönsten Werke hingen in kleinen Galerien. Unsere Kunstkritikerin lässt noch einmal Revue passieren, welche Ausstellungen sie am meisten beeindruckt oder verschreckt haben. Mehr...