Berlin Biennale in der Auguststraße und Umgebung
Zu viel wütende politische Aktion, zu wenig Kuns-Ästhetik, das war der einhellige Ton der Kritik. Die polnischen Kuratoren Artur Zmijewski und Joanna Warsza entgegneten, ihre Ausstellunge sei halt "für die gängige Kritik" "wenig geeignet" gewesen. Es war die Occupy-Bewegung, die diese Biennale mit antikapitalistischen Aktionen maßgeblich mitbestimmte, zuletzt sogar - als Aktion - die Hausmacht in den Kunst-Werken Auguststraße übernahmen. Die vielen Dokumentationen, Kriegsvideos, Installationen, die Podien und Performances im Stadtraum machten deutlich, worum es ging: Nicht um Kunst als Kunst Die politische Wahrheit sollte enthüllt, die Welt verändert werden. Am Ende aber kam beim großen Publikum vor allem an, dass die Ausstellung eben das eher „bürgerliche“ Publikum in Berlin, in Deutschland, im Westen also für saturiert und satt halten und nur Künstler des Ostens die echten Kritiker der Gesellschaft seien. Empathie und kam also nicht zustande bei den Besuchern, zumeist nur Kopfschütteln. Das Occupy-Basislager als Kunstprojekt, -zuwenig für eine Biennale im Weltmaßstab

2012 war das Jahr der "Großen" mit Documenta und Berlin Biennale. Aber die schönsten Werke hingen in kleinen Galerien. Unsere Kunstkritikerin lässt noch einmal Revue passieren, welche Ausstellungen sie am meisten beeindruckt oder verschreckt haben. Mehr...