Bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth stehen die Zeichen auf Streik. Nach dem Scheitern der Verhandlungen über die Übernahme des Tarifvertrags für die Länder (TVL) für das Bühnenpersonal droht die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di damit, die Premiere am 25. Juli platzen zu lassen. Die Ehrengäste mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Spitze würden dann vor einer leeren, dunklen Bühne sitzen. "Die Vorbereitungen für den Arbeitskampf laufen, das ist kein Schattenboxen", erklärt die Bayreuther ver.di-Vertreterin Barbara Schneider. Seit dem Rücktritt von Festspielleiter Wolfgang Wagner sind die Festspiele kein Privatunternehmen mehr, mit dem Wechsel an der Spitze sind Wagners Geschäftsanteile zu drei Vierteln an Bund, Land und Stadt Bayreuth übergegangen. Eigentlich waren sich beide Seiten einig, dass die Übernahme des Tarifvertrags der Länder bis zum Beginn der Festspiele am 25. Juli unter Dach und Fach sein sollte.
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