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15. März 2013

Erinnerung: Der Zauber der „Menschin“

Rosemarie Fendel genießt an ihrem 80. Geburtstag die Sonnenstrahlen in ihrem Garten in Frankfurt. Foto: dpa

Theaterkritiker Peter Iden nannte Rosemarie Fendel "eine Menschin", bezogen auf ihre Doppelrolle als Schauspielpädagogin und Protagonistin auf den Theaterbühnen.

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Theaterkritiker Peter Iden nannte Rosemarie Fendel "eine Menschin", bezogen auf ihre Doppelrolle als Schauspielpädagogin und Protagonistin auf den Theaterbühnen.

Erlebt wurde immer wieder ihre Warmherzigkeit, im Leben ebenso wie in ihrer Kunst. „Eine Menschin“ nannte sie der Theaterkritiker Peter Iden, und das war bezogen auf die Doppelrolle der Fendel, so als Pädagogin in den Schauspielklassen an der Frankfurter Hochschule ebenso wie als Protagonistin auf dem Theater selbst.

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Die Menschlichkeit hat sie gesucht als Thekla im „Wallenstein“, Gustaf Gründgens war der Regisseur, oder als Amanda Pius in „Die Wupper“, dem Stück der Else Lasker-Schüler, in ihrer Zeit an den Münchener Kammerspielen. Viele weitere Theaterstationen könnte man auflisten, also erinnern – an ihre Regiearbeit in den turbulenten 1980er-Jahren am Theater am Turm (TAT) in Frankfurt, ihre Rollen am Schillertheater in Berlin, am Theater in der Josefstadt in Wien. Oder erneut wieder in Frankfurt, als Gutsbesitzerin Ranjewskaja in Johannes Schaafs „Kirschgarten“-Inszenierung.

Sie trauerte wie weiland Solveig

Das Warmherzige der „Menschin“ verbreitete einen ganz besonderen Zauber, auf der Bühne – nicht zuletzt in einem Schlösschen am Main, in Frankfurt Höchst. Menschen, die sie dort, in ihrem Haus, im Gartenpavillon des Bolongaro-Palastes besuchten, haben davon erzählt wie von einem seltenen Glück.

Dazu gehört auch die Anekdote von der Trauer ihrer Mutter: „Sie trauerte meinem Vater hinterher wie weiland Solveig hinter Peer Gynt“, sodass die Tochter sich etwas Lustiges ausdachte. „Rosemarie, die Fendel“ (Iden) machte staunen. Zauberhaft das Lustige, zauberhafter ihre Wehmut. (chth.)

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