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28. Dezember 2012

Im Interview mit Claus Peymann: In meinem Herzen bin ich Anarchist

 Von Dirk Pilz
Bleibt lieber der Striese vom Berliner Esemble: Claus Peymann, seit 13 Jahren Intendant des bestbesuchten Theaters von Berlin. Foto: Paulus Ponizak

Seit dreizehn Jahren ist Claus Peymann Intendant am Berliner Ensemble. Er kam in die Stadt, um "der Stachel im Arsch der Mächtigen zu sein." Das hat nicht geklappt. Was ist passiert? Und was müsste passieren? Mit dem Theater und mit den Mächtigen in Deutschland?

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Das Telefon klingelt. „Tag, der Todfeind ruft an.“ – „Oh, Herr Peymann, was ist passiert?“ – „Sie haben da kürzlich geschrieben, dass ins Berliner Ensemble lauter Bustouristen gehen. Stimmt doch gar nicht! Die Leute aus den Bussen, die hier vor dem Haus parken, gehen allesamt in den Friedrichstadt-Palast, leider.“ – „Ach so.“ – „Ich hätte die Bustouristen ja gern, aber zu mir kommen nur die Edeltouristen. Und natürlich die Berliner! Mein Haus hat ja die besten Auslastungszahlen in der ganzen Stadt.“ – „Ich weiß, ich weiß.“ Eine Woche später treffen wir uns zum Gespräch im hübschen Intendantenbüro des Berliner Ensembles.

Es gibt keinen Kaffee, kein Glas Wasser, aber zwei sehr weiche Ledersessel. Zwei Stunden reden wir über die Hauptstadt, Peymanns Intendanz am Berliner Ensemble seit 1999 und die dreizehn Jahre davor, als er Chef am großen Wiener Burgtheater war und die Stücke von Thomas Bernhard, Peter Handke und Elfriede Jelinek uraufführte. Ende Oktober wurde er, anlässlich seines 75. Geburtstages, zum Ehrenmitglied des Burgtheaters ernannt, eine der größten Auszeichnungen im deutschsprachigen Theater überhaupt. Auch darüber sprechen wir, während Peymann auf seinem Sessel umherhüpft, mit den Armen rudert, manchmal mehr ruft als redet, stets jedoch sehr freundlich ist.

Claus Peymann, der umstrittenste Intendant des Landes, ist noch immer ein kämpferischer politischer Kopf. Also reden wir über Angela Merkel und Josef Ackermann und über Schauspieler, über Martin Wuttke, Gert Voss und Klaus Maria Brandauer. Und wir sprechen übers Scheitern, den misslungenen Saisonstart des Berliner Ensembles, über die jungen Dramatiker – und sein Gehalt. Es wird ein Resümee seiner Berliner Zeit. Zum Abschied sagt Claus Peymann: „Bleiben Sie mir feindlich gesonnen! Ich brauche das!“

Herr Peymann, kürzlich haben Sie gesagt, Sie seien als Intendant des Berliner Ensembles leider doch nicht „der Stachel im Arsch der Mächtigen“ geworden.

Das ist die größte Enttäuschung! Als ich nach Berlin kam, hatte ich gedacht: Die besten Leute müssen in dieser Stadt sein, um ein Korrektiv zu einem Deutschland zu bilden, das sich zur Hegemonialmacht in Europa entwickelt. Heute ist das Deutschland! Das wird bei uns immer so nett dargestellt, aber reden Sie mal mit einem Griechen oder Engländer. Die sagen, jetzt hat Deutschland doch den Krieg gewonnen!

Sind Sie resigniert?
Mein damaliger Traum scheitert entweder an meiner eigenen Unfähigkeit als Regisseur und Theaterleiter oder eben doch am Fehlen einer schlagkräftigen zeitgenössischen Dramatik. Oder ist das Theater als Waffe nicht mehr stark genug? Müssen wir im Theater vielleicht andere Wege suchen?

Ja.
Der frühe Frank Castorf hatte noch so einen Rest von Trotz, dafür habe ich ihn geliebt. Eine lange Sekunde war er wirklich der Beste in Deutschland. Das ist leider vorbei. Aber Castorf war für mich eine Herausforderung, nach Berlin zu kommen, ein echter Konkurrent. Dass er inzwischen im schicken Jäckchen in Bayreuth herumläuft und sich wiederholt, das ist seine Tragik. Meine ist wahrscheinlich ganz ähnlich – nur ohne Bayreuth.

Sie sind doch resigniert. Schade.

Nein! Es ist einfach Schwäche.

Schwäche? Vielleicht muss man zur Kenntnis nehmen, dass Theater nicht mehr automatisch eine Art höher stehende Kunst ist.
Ja, aber warum ist das so?

Weil es weder ein in sich geschlossenes Bürgertum noch feststehende Kriterien mehr gibt. Man muss das nicht beklagen, das ist auch eine Chance für das Theater.
Wahrscheinlich haben Sie recht. Das Theater ist nur noch eine Nische.

Nein, sondern nur nicht von vornherein wichtiger als ein Popkonzert zum Beispiel. Oder ein Kinofilm.

Ja, ja, es gibt alle möglichen Verlagerungen. Ich glaube dennoch an die Unsterblichkeit des Theaters. Die Menschen haben immer ihre Ängste abgebaut über das Theater. Es ist wie das Singen ein Teil der menschlichen Natur. Aber was ist denn passiert, dass es nicht mehr wichtig ist?

Die Hierarchien haben sich verändert.

Also für mich steht es nach wie vor in der Hierarchie sehr weit oben. Ist das eine Frage des Alters? Dem Berliner Ensemble wird ja vorgeworfen, es sei museal – weil es sich nicht jeder neuen Mode unterwirft. Aber das Berliner Ensemble ist total stark, wir haben 240 000 Besucher im Jahr, in einem 700-Plätze-Haus! Ich sehe da nichts von einer verlorenen Hierarchie. Am Berliner Ensemble gibt es keine Krise, das hier ist die Insel der Seligen. Ich weiß schon, dass Sie jetzt denken: Der Peymann redet wie einer von Karstadt, der nur in Verkaufszahlen denkt.

Hatte ich noch nicht gedacht, aber jetzt, da Sie es sagen …

Stimmt aber nicht! Im Berliner Ensemble sieht man noch das ganze Stück, von Schauspielern, die noch sprechen können. Theater als Feier des Geistes, das tägliche Fest. Die Menschen haben Sehnsucht nach einer gerechten, heilen Welt, in all der Scheiße heute …

Das Berliner Ensemble als Hort der heilen Welt?

Ja, eine Art Arche Noah in einer Welt auf schwankendem Boden, in der die Politik so unverhohlen korrupt ist wie zu Shakespeares Zeiten. Es entstehen Ängste und Sehnsüchte, und die alten Stücke können den Menschen etwas von ihren Ängsten nehmen, ihnen den Traum von der Veränderbarkeit der Welt vorführen.

Stimmt, man darf in Ihrem Haus die unruhigen Zeiten vergessen, auch ästhetisch wird man hier nicht verwirrt. Allerdings ist das zutiefst reaktionär.

Ist Lessing reaktionär? Sind Frank Wedekind und Bert Brecht reaktionär? George Tabori? Thomas Bernhard? Ich habe kürzlich im Fernsehen den CDU-Parteitag gesehen. Da sagte jemand, der Konservatismus steht an der Spitze des Fortschritts.

Konservativ zu sein, ist nicht unbedingt reaktionär.

Kann eine Theateraufführung überhaupt reaktionär sein? Sie vergessen: Wahre Kunst drischt keine Phrasen. Und denken Sie an eine Inszenierung wie „Shakespeares Sonette“ von Robert Wilson bei uns. Eine super Aufführung, subversiv, modern, heutig, unkonventionell.

Na ja.

Gut, Sie sehen das anders. Wir treffen offenbar nicht Ihren Geschmack. Vollständig reaktionär ist für mich, was ein Großteil der jungen Autoren so schreibt. Die reine Ich-Sucht: Ist mein Pimmel länger als deiner …? Kann ja sein, dass ich mich irre, ich habe ja auch mal Werner Schwabs Stück „Die Präsidentinnen“ abgelehnt, das wir jetzt am Berliner Ensemble machen. Aber ich konnte nie heucheln! Andererseits bin ich der Regisseur, der die meisten deutschsprachigen Uraufführungen gemacht hat – nämlich über siebzig! Ist es das Alter, dass ich zu den heutigen Autoren keine Verbindung mehr finde? Das muss man respektieren, sonst wäre ich ein Dealer, der sagt: Das ist jetzt angesagt, das verkaufe ich.

Was war denn früher anders?

Die festen Ensembles haben sich aufgelöst. Eine Handvoll großartiger Schauspielerstars bestimmen die Spielpläne der großen Bühnen.

Sie machen da doch mit und lassen am Berliner Ensemble Klaus Maria Brandauer oder Gert Voss und Martin Wuttke spielen?

Ja, aber nur mit einem Gastvertrag: drei Monate Gage und später Abendhonorar. Hoch subventionierte Bühnen, wie das Deutsche Theater Berlin oder das Burgtheater Wien zum Beispiel, können es sich leisten, dass ihre Schauspieler „Tatort“ oder andere Filme drehen und dennoch in der Monatsgage bleiben.

Ist das schlimm?

Ich habe so was nie gemacht! Ich vertrete bis heute das Ensembletheater.

Oder ist es schlimm, weil das Berliner Ensemble sich eine solche Praxis nicht leisten kann?

Nein, es ist amoralisch – und das Berliner Ensemble will dafür nicht bezahlen.

Vielleicht sind Schauspieler auch zu schlecht bezahlt im Theater. Ein normales Schauspielergehalt ist im Vergleich zu dem, was ein Intendant bekommt zum Beispiel, ja lächerlich wenig.

Das finde ich nicht. Wir haben eine Höchstgage von 6 000 Euro im Monat. Das ist nicht wenig Geld.

Aber junge Schauspieler bekommen sehr viel weniger.

Das sind Lehrjahre. Dafür sind 1 800 Euro auch nicht wenig. Ich verdiene etwas über 200 000 Euro brutto im Jahr, inklusive meiner Inszenierungen – und das ist gut so! Ich bin kein zwanzigjähriger Anfänger.

Ist ja nicht wenig, 200 000 Euro.

Ein Intendant am Bonner Stadttheater bekommt 350 000 Euro. Das hat mich geärgert! Als ich vor 15 Jahren meinen Vertrag in Berlin mit dem Senat ausgehandelt habe, habe ich zu dem „Zigeunerbaron“ gesagt, wie hieß er noch? CDU, war früher mal Wahlkampfleiter bei Helmut Kohl. Wie hieß der denn noch …?

Peter Radunski?

Genau. Ich habe gesagt, wir müssen nicht verhandeln, ich will 10 000 Mark im Jahr mehr verdienen als der teuerste Berliner Schauspielintendant. Er hat sofort zugestimmt – und Tatsache war: Ich habe 150 000 Mark weniger bekommen als am Burgtheater! Also bin ich doch billig für einen Regisseur der Champions League, auch wenn Ihr Blatt mich gerne zum Striese aus Kyritz an der Knatter herunterschreibt … Immerhin bin ich anders als die Schauspieler jeden Tag im Theater, von morgens bis nachts. Es gibt Kollegen, die wesentlich mehr bekommen.

Als Peymann noch provozierte. Im November 1988 inszenierte Peymann in Wien Thomas Bernhards Heldenplatz (mit Kirsten Dene, l., und Elisabeth Rath). Die Premiere fand unter Polizeischutz statt, später kippten österreichische Landleute dem gehassten Burgtheaterdirektor Mist vor die Tür.
Als Peymann noch provozierte. Im November 1988 inszenierte Peymann in Wien Thomas Bernhards "Heldenplatz" (mit Kirsten Dene, l., und Elisabeth Rath). Die Premiere fand unter Polizeischutz statt, später kippten österreichische Landleute dem gehassten Burgtheaterdirektor Mist vor die Tür.
Foto: ullstein bild

Sie reden vom Intendanten der Volksbühne, von Frank Castorf.

Nicht nur.

Im Vergleich zur Freien Szene, wo Theater oft nur als reine Selbstausbeutung möglich ist, verdienen Stadttheaterintendanten jedenfalls extrem viel.

Die Freie Szene hat nichts Besseres zu tun, als mit aller Kraft darauf zu hoffen, am Berliner Ensemble oder einem anderen subventionierten Theater arbeiten zu können, wer auch immer. Polemisch: Die sogenannte „Freie Szene“ will doch sowieso am allerliebsten an einem Stadttheater arbeiten. Der Begriff Freie Szene ist ohnehin eine journalistische Erfindung. Wieso sollte ich nicht frei sein? Ich werde doch durch die Subventionen nicht gekauft. Ich halte das Berliner Ensemble für extrem frei, während ich die Freie Szene oft als spekulativ, also unfrei empfinde. Und was Selbstausbeutung angeht – davon können wir hier ein Lied singen.

Hat das Stadttheatersystem kein Problem mit seinen starren Strukturen?

Wieso denn? Ein Stadttheater ist kein Postamt, keine Bank, das ist ein sehr kompliziertes Gebilde. Starr dürfen die Strukturen gar nicht sein bei dem ständigen Risiko. Zum Beispiel: Der großartige Schauspieler Martin Wuttke bricht sich das Wadenbein – und schon purzelt unser Spielplan – und das Gastspiel mit seinem Abend „Artaud erinnert sich an Hitler und das romanische Café“ von Tom Peuckert in Paris. Aber deshalb ist das Stadttheater nicht in der Krise. Das Theater ist immer Ausnahmegebiet. Eine Sekretärin ist hier bis 22 Uhr auf den Beinen, sonst geht es nicht. Oder wir bekommen ein Theater wie in Frankreich, wo es keinen Repertoire-Spielplan gibt. Damit verliert das Theater seinen Bildungsauftrag: die Verpflichtung, die großen Stücke der Weltliteratur vorzustellen, das kulturelle Erbe, den Bildungskanon weiterzureichen.

Die Frage ist eben nur, was überhaupt zum Bildungskanon gehört.

Ihre Frage zeigt einmal mehr, dass dieses Wissen verloren geht …

Nein, sie zeigt nur, dass Bildungsauftrag nicht mehr einfach heißen kann, die großen Stücke zu spielen. Es scheint mir eben nicht mehr so selbstverständlich als ausgemacht zu gelten, für welches Erbe Theater steht, was es da überhaupt weiterzugeben gilt.

Deshalb sieht das Berliner Ensemble es als seine Aufgabe an, ganze Stücke zu erzählen. Das ist für mich auch Teil des Bildungsauftrags: ein Stück in all seinen Verästelungen zu zeigen. Man unterstellt ja gern, es gebe die Geduld nicht mehr. Ich trete am Berliner Ensemble den Gegenbeweis an, es ist damit ganz klar auf einem Gegenkurs gegen das Zeitmaß des Fernsehens. Wir beanspruchen mit unseren Aufführungen das Zeitmaß des Theaters selber. Das gefällt offenbar vielen Menschen.

Herr Peymann, wissen Sie, was mich wirklich enttäuscht hat?

Na, nu mal los!

Sie haben in Wien die Ehrenmitgliedschaft des Burgtheaters angenommen – und sich in eine Reihe mit Antisemiten und Faschisten gestellt, die noch immer Ehrenmitglieder dieses Theaters sind. Dreizehn Jahre haben Sie als Intendant in Wien gegen den faschistischen Muff gekämpft und nichts, gar nichts haben Sie bei der Übergabe gesagt.

Was ich in Wien zu sagen hatte, das sagte ich dreizehn Jahre – mehr muss ich dazu nicht sagen. In meinem Herzen bin ich bis heute Anarchist.

Hm.

Ausdruck für unser Versagen – auch des Berliner Ensembles oder vielleicht des Theaters generell – ist die traurige Tatsache, dass wir in Afghanistan und auf dem Balkan Kriege führen, und die Künstler dazu schweigen, auch das Theater. Darüber hinaus beklage ich die zunehmende Uniformität der Spielpläne, auch in Berlin.

Vielleicht ist die Zeit vorbei, wo die Theater immer gegeneinander arbeiten müssen, gerade in Berlin.
Überhaupt nicht! Ich liebe Konkurrenz! Konkurrenz belebt das Geschäft!

Gut, wenn Sie das Konkurrenzdenken wollen: Die erste Premiere der Spielzeit am Berliner Ensemble war im November, die nächste ist im Januar. Sieht nach einem schlimmen Fehlstart aus.
Ja, wir hatten einen unglücklichen Fehlstart. Ende der vergangenen Saison zwei Premieren hintereinander, das große Wien-Festival und wochenlange Gastspielreisen nach Brasilien … Dann ging eine gemeinsame Inszenierung von Manfred Karge und Matthias Langhoff – ein schöner Traum – schief.

Peymann heute. Er führt mit dem Berliner Esemble das am besten ausgelastete Theater der Stadt. Die Berliner Kritiker verreißen ihn regelmäßig. Zum Beispiel seine Danton-Premiere vor knapp einem Jahr. Er selbst nimmt es sportlich.
Peymann heute. Er führt mit dem Berliner Esemble das am besten ausgelastete Theater der Stadt. Die Berliner Kritiker verreißen ihn regelmäßig. Zum Beispiel seine "Danton"-Premiere vor knapp einem Jahr. Er selbst nimmt es sportlich.
Foto: Monika Rittershaus

Aha.

Dazu die Provinzialität der Berliner Presse – auch Ihrer Zeitung! Das kulturfeindliche Klima der Stadt, das sich in einem Journalismus manifestiert, der sich nicht freuen kann, der sich nie überraschen lässt, der alles besser weiß. Von Theodor Fontane und Alfred Kerr bis heute gilt: „Det ham wir schon jewusst, det kenn wir schon.“ Komisch nur: Ihre Leser sind unser Publikum! Die rennen uns die Bude ein, obwohl in Ihrem Blatt seit zehn Jahren behauptet wird: Am Berliner Ensemble ist alles Scheiße. Paradox! Wir haben immer mehr Besucher und Sie weniger Leser. Seien Sie nicht traurig, das ist einfach typisch Berlin.

Sie kommen sich verloren vor?

Wie ein anachronistisches Mammut! In Wien war es auch einfacher, da war der Gegner noch klar. Aber heute erkennt man den Feind nicht. Kürzlich in der Philharmonie saßen Angela Merkel und Josef Ackermann hinter mir, da dachte ich: Da sitzt doch der Feind.

Aber was soll ich gegen die Merkel kämpfen? Die ist doch nett. Und Ackermann … Jeder sieht es, die Krise ist da, der Boden wankt. Aber wie kann das Theater eingreifen?

Werden Sie dennoch Ihren Vertrag als Intendant über das Jahr 2014 hinaus verlängern?

Bis April muss ich entscheiden, ob ich noch bleibe. Ich muss sehen, ob es neue Wege gibt, neue Ideen, neue Partner. Rechnungen sind offen, das weiß ich genauer als alle Kritiker. Beweggrund, weiterzumachen wäre für mich: Es noch mal allen zu zeigen! Außerdem: Was bin ich denn ohne dieses Theater und die Theaterfamilie? Will ich Gastregisseur werden? Will ich so werden wie viele der heutigen Regiestars, die – egal, an welchem Theater sie gerade gastieren –, ihre Bedingungen diktieren? Will ich nicht. Da bleib ich doch lieber der Striese vom Berliner Ensemble!

Das Interview führte Dirk Pilz

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