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09. Oktober 2015

Interview Philipp Ruch: Mitten ins Herz

 Von 
Aktion „Europäischer Mauerfall“ des Zentrums für Politische Schönheit, in der Mitte Philipp Ruch.  Foto: imago/Christian Mang

Der politische Philosoph und Theatermacher Philipp Ruch ist Leiter des seit einem halben Jahrzehnt immer wieder für neue Aufregungen sorgenden Zentrums für Politische Schönheit.

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Herr Ruch, wohin zielt Amor?
Nicht aufs Herz. Vor der Renaissance gibt es keine Bilder, auf denen Amor auf das Herz zielt. Auch keinen Text, der das sagt. Anakreon klagt, dass ihn Eros in die Leber getroffen habe. Bei Horaz, Tacitus und anderen antiken Autoren ist die Rede davon, dass die Liebe die Leber affiziert. Niemals ist vom Herzen die Rede. Sie finden das mit der Leber auch noch bei Shakespeare („with liver burning hot“). Auf Abbildungen ist nicht zu erkennen, dass Amors Pfeil ein bestimmtes Organ treffen soll. Da war eher an einen ganzkörperlichen Angriff gedacht. Für uns ist die Kombination von Liebe und Herz evident. Aber sie ist nicht weniger natürlich oder unnatürlich als die antike Assoziation von Liebe mit der Leber.

Sie sind der Fall eines Künstlers, der sich in der Geschichte der Gefühle umgeschaut hat, um herauszubekommen, wie er uns am besten packen kann.
Günther Anders, ein großartiger Denker, hat sich immer mit den entscheidenden Fragen beschäftigt: Auschwitz, Eichmann, Hiroshima. Darum muss es gehen, wenn wir überlegen, wie wir weiterleben wollen. „Nach Auschwitz“, schrieb er, „kommt alles darauf an, die moralische Phantasie des Menschen zu erweitern.“ Darauf kommt es mir und darauf kommt es dem Zentrum für Politische Schönheit an. Zur Erweiterung der menschlichen Vorstellungskraft gehört, dass sie in die Realität hineinreicht. Das ist die Uraufgabe der Kunst. Darum arbeite ich als Künstler. Es gibt erschreckend wenig Theaterschaffende, die sich dieser Aufgabe stellen oder verpflichtet fühlen. Eine der wenigen Intendantinnen, die das mit einer atemberaubenden Konsequenz tut, ist Shermin Langhoff vom Gorki Theater.

Darum bleibt Ihre Dissertation bei Herfried Münkler über „Ehre und Recht“ liegen.
Nein. Sagen Sie das nicht. Sie ist ja begutachtet, muss nur noch mündlich verteidigt werden. Aber ich habe gelernt, dass mir durch das Theater, durch Kunst etwas gelingt, das durch Bücher nicht glücken kann. Wenn ich ein Buch über Syrien schriebe, könnte das niemals derart unter die Haut gehen wie die „Kindertransporthilfe des Bundes“.

Zur Person

Philipp Ruch, geboren 1981 in Dresden als Sohn eines Schweizers und einer Deutschen. 1989 geht die Familie in die Schweiz. 2003 zieht Philipp Ruch nach Berlin, studiert Politische Philosophie an der Humboldt Universität und arbeitet am Max Planck Institut für Bildungsforschung. 2010 gründet Philipp Ruch das Zentrum für Politische Schönheit. Das wird spätestens im November 2014 berühmt, als es Mauerkreuze vom Brandenburger Tor an die EU-Außengrenze verlegt, um an die neuen Mauertoten an der neuen Systemgrenze zu erinnern.

Das Buch „Wenn nicht wir, wer dann? – Ein politisches Manifest“ erscheint Ende November im Ludwig Verlag.

Ihre Aktion mit Werbespots, einer Anzeigenserie und einer Website zur Werbung interessierter Pflegefamilien inklusive Gesetzestexten und Antragsformularen. Ein „Fake“ des Zentrums für politische Schönheit, der keiner bleiben müsste, wenn die Bundesregierung die fertig ausgearbeitete Aktion zur Rettung von 55 000 syrischen Kindern übernähme.
Das Wort „Fake“ im Zusammenhang mit Kunst stimmt mich immer sehr unglücklich. Wir bekommen nach wie vor Tag für Tag Angebote von Menschen, die bereit sind, syrische Kinder aufzunehmen. Die Erweiterung der moralischen Phantasie ist das Territorium der Künste. Diese Frage ist immer auch politisch. Und wie im Falle der „Kindertransporthilfe des Bundes“ ist das Hilfsprogramm ja sogar schlüsselfertig. Die Bundesregierung muss nur die Schlüssel wollen – will sie aber nicht. Oder betrachten Sie unseren Vorschlag zur Jean-Monnet-Brücke, die Al Huwariya in Tunesien mit Agrigento auf Sizilien – Afrika und Europa – verbinden könnte. Oder die Festverankerung von 1000 Rettungsplattformen im Mittelmeer. Man könnte Leitartikel schreiben und so etwas fordern. Nennen Sie mir einen Grund, warum das, was wir in der Kunst vordenken, nicht Wirklichkeit werden sollte. Wir tun es dann ja auch: Am 4. Oktober haben wir die erste Rettungsplattform in internationales Gewässer gebracht und fest verankert. Notrufgerät, Positionslichter, Solarmodule für die Stromerzeugung inklusive. Die wenigsten Ingenieure haben für möglich gehalten, dass so etwas überhaupt geht. Die Brücke von Europa nach Nordafrika ist bis in die finanziellen Details wie ein Großbauprojekt durchgeplant. Durch den Hyperrealismus wird die Sache plastisch. Wir ziehen den Sinn für das Schöne und Gute aus der Schublade der Realitätsferne und lassen ihn in der Realpolitik wirken. Das schockiert Politiker, die immer noch glauben, dass jemand mit Visionen zum Psychiater gehört. Was Sie mit Aktionskunst anstoßen können, kann mit einem Essay nicht mehr gelingen. Dabei bin ich von Haus aus Ideengeschichtler. Die Reflexionskraft des Theaters ist schlicht größer, gewaltiger. Auch in ihrer Dringlichkeit. Wir müssen uns vorstellen, was in Syrien und auf den Wegen von Syrien nach Europa geschieht. Ohne Vorstellungskräfte werden wir niemals handeln.

Dazu machen Sie Theater?
Theater ist ein Raum, der das Denken ermöglicht. Nicht ohne Grund wäre die Geschichte der Philosophie ohne das griechische Theater undenkbar.

Weil die Gedanken nicht Buchstaben bleiben, sondern verkörpert werden? Wobei Ihr Theater ganz wesentlich ja nicht im Theater stattfindet.
Nehmen Sie die Aktion „25 000 Euro Belohnung“. Unser Ziel war, das größte Waffengeschäft in der jüngeren bundesdeutschen Geschichte zu verhindern. Wir lobten auf Großplakaten – mit Porträts der wichtigsten Eigentümer des Waffenkonzerns Krauss-Maffei Wegmann (KMW) – in ganz Deutschland 25 000 Euro Belohnung aus für Hinweise auf Straftaten wie Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder Kapitalanlagebetrug seitens der Eigentümer. Die Eigentümer gehörten für ihren Milliardendeal mit einer der schlimmsten Diktaturen der Erde in den Knast. Die Aktion trug erheblich dazu bei, den Export von 270 Leopard II Panzern nach Saudi-Arabien zu verhindern. Die Aktion ist durchzogen von Anspielungen auf die strafrechtliche Institution des Prangers. Wir haben ihn aktualisiert für das 21. Jahrhundert. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Sorge um die Menschenrechte in Deutschland an die Zivilgesellschaft abdelegiert wurde. Sehen Sie uns als Speerspitze dieser Sorge.

Sie nennen sich „Zentrum für Politische Schönheit“. Was ist schön an der Aktion „Die Toten kommen“?
Europas Grenzen sind die tödlichsten Grenzen der Welt. Jahr für Jahr sterben Tausende beim Versuch, sie zu überwinden. Die Opfer der Abschottung werden massenhaft im Hinterland südeuropäischer Staaten verscharrt. Sie tragen keine Namen. Ihre Angehörigen werden nicht ermittelt. Niemand schenkt ihnen Blumen. Wir haben die toten Einwanderer von den EU-Außengrenzen in die Hauptstadt des mächtigsten Mitgliedsstaats der EU gebracht. Menschen, die auf dem Weg in ein neues Leben an den Außengrenzen der Europäischen Union ertrunken oder verdurstet sind, haben es – dank unserer Aktion – wenigstens post mortem ans Ziel ihrer Träume geschafft. Die Schönheit liegt darin, auch toten Flüchtlingen mit Anstand und der ihnen gebührenden Würde zu begegnen. Wir haben sie geborgen und nach den islamischen Bestattungsvorschriften begraben. So wie die Bundesregierung das täte, hätte es sich um deutsche Touristen gehandelt, die mit einem Flugzeug abgestürzt wären. Anderen nicht vorzuenthalten, was man selbst für sich beansprucht – das ist in der Gegenwart leider schon ein Akt politischer Schönheit.

Ein von dem Künstlerkollektiv Zentrum für Politische Schönheit veranstalteter Trauermarsch bis kurz vor das Bundeskanzleramt, an dem 5200 Menschen teilnehmen, endet mit der Erstürmung des eingezäunten Geländes vor dem Berliner Reichstag.  Foto: imago/Future Image

Das Schöne, Wahre, Gute?
Absolut. Die Trennung von Ethik und Ästhetik führt in eine denkerische Katastrophe. Ethisches Handeln, der Anblick von Menschen mit Rückgrat, ist immer schon unglaublich schön. Angesichts des Kniefalls von Willy Brandt in Warschau zwischen Ethik und Ästhetik trennen zu wollen, ist lächerlich. Schönheit zu spüren, sie auch spüren zu wollen, macht vielen Zeitgenossen Angst, das ist klar. Schönheit kann ein Leben zerbrechen. Davor versuchen viele zu fliehen und erklären Schönheit zu einer subjektiven Sache. Ich bin da anderer Meinung: Politische Schönheit ist etwas Objektives. Retrospektiv lässt sie sich immer erkennen.

Aber Sie wollen sie ja schaffen, nicht später erklären, was schön gewesen war.
Ich glaube nicht, dass wir Schönheit erschaffen. Ich glaube, wir finden sie. Wir heben sie in die kollektive Wahrnehmung. Darin besteht vielleicht unsere Arbeit. Die Aktion mit den Kindertransporten ist so ein Fall. Wir haben die Idee soweit realisiert, dass man eine Adresse hat, der man seine Bereitschaft mitteilen kann, Flüchtlingskinder aus Aleppo aufzunehmen. Wir hatten eine Bundesgeschäftsstelle eingerichtet mit sechs Mitarbeitern. Allein in den ersten 48 Stunden meldeten sich 1000 hilfsbereite Menschen. Die Kristallisation dieser Hilfsbereitschaft ist aber nichts als eine schöne Geste, solange die Bundesregierung die Sache nicht zu ihrer eigenen macht. Erst dann wäre sie politisch schön. Familienministerin Schwesig, in deren Namen wir weiterhin 55 000 deutsche Pflegefamilien suchen, hat sich sehr gewehrt. Das ist politisch weniger schön.

War es ein Akt politischer Schönheit, als Angela Merkel am 22. Dezember 1999 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ über Helmut Kohl sagte, er habe der CDU Schaden zugefügt?
Ein Akt politischer Schönheit hat selten etwas mit innerparteilichen Querelen zu tun, eher etwas mit dem Einsatz einer der reichsten Industrienationen für die Rechte der Schwächeren.

Gelang Angela Merkel ein Akt politischer Schönheit, als sie Ende August zur Flüchtlingsfrage erklärte: „Wir schaffen das“?
Ich bin erstaunt, wie viele Intellektuelle versuchen, die Ereignisse Anfang September auf Angela Merkel zuzuspitzen. Man muss das einmal ausbuchstabieren: die Bundesregierung hat in dieser Frage keinerlei Spielraum. Sollte sie sich sperren, kommen die Flüchtlinge natürlich trotzdem. Was will die Regierung tun? Die SPD sucht jetzt nach „Ideen“, den Flüchtlingsstrom zu stoppen. Nun, da gibt es eine ganze Reihe von „Ideen“, die sich in der Geschichte bewährt haben: Selbstschussanlagen, 7,5 Meter hohe Außenmauern, das Mittelmeer. Ich kann Ihnen versichern: Hätte Angela Merkel sich Anfang September in dieser Frage quergestellt, wäre es zur Eskalation zwischen Zivilgesellschaft und Regierung gekommen. Der Wille der Bevölkerung ist eindeutig. Angela Merkel kann sich ungefähr so wehren wie ein Grenzer am 9. November 1989 an der Bornholmer Straße. Das Kanzleramt wird brennen, sollte es sich gegen den Willen des Volkes wenden.

Ich habe den Eindruck, zu einem Akt politischer Schönheit ist in Ihren Augen die Grundvoraussetzung, ohnmächtig zu sein.
Für die Rechte der Ohnmächtigen kämpfen: Das ist wahrscheinlich eine Grundvoraussetzung. Es darf nicht um die eigenen Befindlichkeiten und schon gar nicht um die eigenen Interessen gehen. Die Schönheit rettet die Welt. Aber sie ist an ihren Protagonisten denkbar uninteressiert. Es geht ihr um die Interessen derer, die gar keine Chance haben, ihre Interessen zu verwirklichen. Das belächelt man gerne. Man weiß schließlich nur zu genau, wie eigennützige Motive sich mit den hehrsten Idealen vermischen können.

Offenbar Nachahmung der Kunstaktion der Künstlergruppe Zentrum für Politische Schönheit zu Flüchtlingstoten im Mittelmeer.  Foto: imago/Klaus Martin Höfer

Was meinen Sie mit Mikropsychia?
Sie haben im Netz unser Video gesehen: „Mikropsychia“? Aristoteles erwähnt diesen Begriff. Eine ihm wichtige Tugend ist die Megalopsychia. Der folgen die Großgesinnten, die das große Ganze im Blick haben. Die Mikropsychia ist ihr Gegenteil. Ihr folgen Menschen, die sich um das Ganze nicht scheren, sondern irgendwelchen Privatinteressen folgen. Die moderne Selbstbezogenheit, die viele Spielarten kennt. Ein typisches Beispiel für Mikropsychia war jener Sommer, in dem man in Deutschland lang und breit darüber diskutierte, ob wir unsere Nummernschilder ändern sollen. Das ist krank. Wie viele wirkliche Probleme hätte man mit diesem Monster an politischer Energie lösen können. So kann man sich nur verhalten, wenn man sich taub stellt für all die Hilfeschreie. Manchmal habe ich das Gefühl, wir umgeben Europa nicht nur mit Stacheldrahtzäunen, sondern auch mit einer Schallmauer. Das ist die Mikropsychia. Im Tyrannis-Kapitel der Politik analysiert Aristoteles machiavellistisch, wenn man so sagen darf, wie ein Tyrann alle bürgerlichen und politischen Bindungen zwischen den Menschen zerstören muss, um nicht gestürzt zu werden. Der Mikropsychos ist ständig auf der Flucht vor sich selbst und seinen Möglichkeiten. Er empfindet keine Freundschaft zu sich und kann darum auch mit anderen gar nicht wirklich befreundet sein. Er demonstriert eben höchstens, wenn der Vorgarten für ein Bahnhofsprojekt wie „Stuttgart 21“ herhalten muss. Aber die Menschen, die in Syrien in Massen von der Regierung vernichtet werden, die sind ihm vollkommen egal.

Die moderne Krankheit Mikropsychia ist also sehr alt.
Ja, wobei ich unseren demokratisch gewählten Regierungen diese List nicht mehr zutraue, die Weltwahrnehmung ihrer Bürger derart künstlich zu verengen, damit sie ihre Macht erhalten können. Ich gehe mal davon aus, dass sie Aristoteles nicht gelesen haben, bei dem sich Machiavelli in ganz großem Stil bedient hat. Allerdings kann man bei der Maut-Debatte schon auf die Idee einer machiavellistischen Herrschaftstechnik kommen, die die Bevölkerung daran hindern soll, sich um Wichtigeres zu kümmern. Ein Stadtrat in Dortmund hat das sogar eingestanden: bei Haushaltsdebatten lenke er systematisch ab, zum Beispiel schlage er dann vor, dem Kinderstreichelzoo 100 000 Euro zu kürzen. Kleine Summe, maximale Wirkung. Dass er dadurch dreißig Millionen an Kulturkürzungen durchbringen kann, stört keinen.

Was sollten wir tun?
Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass die Art unserer Untätigkeit mörderisch ist. Unser Nichts-Tun ist der wesentliche Faktor im Krieg in Syrien. Fassbomben und IS sind das direkte Produkt unserer Untätigkeit. Wo ist der Aufschrei zum russischen Angriffskrieg auf den Widerstand gegen einen der übelsten Diktatoren? Dass wir zuschauen, wie Russland sich die Krim schnappt, war das Signal für Putin, überhaupt in die Ukraine einzumarschieren. Churchill sagte 1938 über Chamberlain: Sie hatten die Wahl zwischen Krieg und Schande. Sie wählten die Schande. Und den Krieg werden sie jetzt auch noch bekommen.

Was wäre bei der Krim richtig gewesen?
Putin hat den erklärten Willen, Europa zu destabilisieren. Viele werden aufwachen, wenn es zu spät ist. Man hätte niemals zur Tagesordnung übergehen dürfen, als die ersten Meldungen verkleideter russischer Kampfverbände auf ukrainischem Territorium kamen. Der Westen ist blamiert. Das Signal, dass uns die Ukraine gleichgültig ist, war unüberhörbar. An Srebrenica lässt sich erkennen, wie Völkermord funktioniert. Im Juli 1995 wurden dort 8372 Bosnier ermordet. Blauhelmsoldaten standen daneben und intervenierten nicht. Im Gegenteil, sie haben die Männer noch von ihren Frauen getrennt und an die feindlichen Truppen ausgeliefert. Ratko Mladic hatte ganze vier Panzer losgeschickt, um zu erfahren, was der Westen zu tun gedenkt. Dazu muss man wissen: Es gibt nur eine einzige Straße, die nach Srebrenica führt. Man hätten nur diese Straße verteidigen müssen, um 40 000 Zivilisten in der ersten „Schutzzone“ der Vereinten Nationen wirksam zu beschützen und 8372 Menschen das Leben zu retten. Das Grauen von Srebrenica hätte mit der Bombardierung dieser vier Panzer in dieser Form niemals stattfinden können.

Wie finanziert sich das „Zentrum für Politische Schönheit“?
Wir haben 600 Fördermitglieder. Das kann man ab 100 Euro monatlich werden. Mit diesen Geldern werden Aktionen direkt finanziert, die den Beteiligten an Verbrechen gegen die Menschheit das Leben zur Hölle machen. Wir bezahlen daraus keine Löhne.

Und wovon leben Sie?
Das geschieht über institutionelle Gelder. Die Inszenierung, die am 18. Oktober wieder im Schauspielhaus Dortmund zu sehen ist etwa: „2099“. Das Stück erzählt, wie vier Philosophen aus dem Jahr 2099 ins Jahr 2015 zurückkehren.

Interview: Arno Widmann

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