Eine weiße Porzellanlöwin aus dem 18. Jahrhundert hat bei einer Kunstauktion in Köln einen Rekordpreis für Porzellan in Deutschland aufgestellt. Ein Sammler aus Japan ersteigerte das 1733 in Meißen entworfene Stück am Donnerstagabend für 1,1 Millionen Euro, wie das Auktionshaus Lempertz mitteilte. Die hohl gebrannte Plastik einer sitzenden Löwin ist eigentlich ein Tiger. Der Namenswechsel liegt an einem alten Übertragungsfehler.
Nach Angaben des Auktionshauses hat es bisher keinen höheren Preis für in Deutschland angebotenes Porzellanbi einer Kunstauktion gegeben. Das exotische Stück war auf einen Wert zwischen 800.000 und einer Million Euro geschätzt worden. Der neue Besitzer gab sein Gebot telefonisch durch.
August der Starke, Kurfürst von Sachsen, hatte vor rund 280 Jahren den Bildhauer Johann Gottlieb Kirchner mit dem Werk beauftragt. Seit 1939 hatte sich das 74 Zentimeter hohe Stück in deutschem Privatbesitz befunden und war laut Lempertz bislang weitgehend unbekannt. (dapd)
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