Die Gefangennahme eines Talibanführers in der letzten Woche war nur Kleinkram. Das wirklich große Ding war die Twitter-Kochschlacht, die ganz Amerika gefangen hielt.
In der letzten Woche ist Chefkoch Joe Dobias mit seinen Truppen in New York eingefallen, und während ein Blizzard die Stadt lahm legte, twitterte er an die Welt, dass die Lebensmittellieferung angekommen sei, allerdings ohne den bestellten örtlichen Fisch. Das ließ sein Fischlieferant nicht auf sich sitzen und twitterte energisch zurück. Die Sache eskalierte - ein Riesenschlacht-Tweet. Noch wissen wir nicht genau, wie viele Zivilisten verwundet wurden, man hört von Hunderten.
Tja, der fehlende Fisch. Dieser ganze Vorgang folgte dem Muster eine Attacke vom Januar, die sich gegen die Restaurantkritiker von Yelp.com richtete, einer Website, von der heimtückische Angriffe gegen das Food-Establishment ausgehen. Die Kritiker wurden nun per Twitter herausgefordert, sich in einem Restaurant endlich zu stellen. Stattdessen zogen sie sich zurück und verschanzten sich in der Festung Yelp.com - oder flüchteten über die Grenze nach Eater.com.
In einer unerwarteten Attacke fügte Chefkoch Ulrich Sterling über Twitter seiner Kundschaft, also den Restaurantbesuchern, schwerste Verwundungen zu. Jedenfalls haben wir von erheblichen Kollateralschäden bei einigen Blackberrys gehört, bei iPhones sind bisher keine Verluste bekannt geworden.
Für einige Menschen aus den etwas entlegeneren Gemeinden wie Foodbuzz.com oder Chowhound.com bietet Twitter die Gelegenheit, für ihr Recht zu kämpfen. "Vor Twitter", erklärt die Frau eines großen Chefkochs, "waren die Restaurants fest in der Hand der Presse". Nun, zum Glück ist das endlich besser geworden. Eine andere Frau berichtet, dass man "jetzt eine Stimme" habe - also für die Demokratie kämpfe -, und bedankte sich artig bei der UN für ein Hilfsprogramm, das jungen Frauen wie ihr, die heute einen Imbiss betreibt, die richtigen Fähigkeiten für das harte Geschäftsleben vermittelt habe.
Vom Krieg bis zur UN, beim Essen geht es immer ums Große und Ganze. Das Ganze ließe sich allerdings noch größer machen: Stellen wir doch einfach die Leute von El Kaida ein, die haben schließlich Erfahrung mit elektronischer Kommunikation und anderen Schlachten Sollen die doch die Arbeit für amerikanische Restaurants gleich miterledigen.
Übersetzung: Christian Schlüter
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