In der letzten Woche hat der Republikaner John McCain unseren Präsidenten dafür scharf kritisiert, dass er allen Schwulen ganz offiziell den Eintritt in die Armee erlauben möchte. McCain hat vollkommen Recht.
Die politische Regelung, die Schwulen nahelegt, über ihre eigenes Leben zu lügen, selbst wenn sie bereit sind, dieses Leben dem Vaterland zu opfern - diese Regelung ist richtig und überaus sinnvoll. Sie wurde 1993 eingeführt, und zwar als der höchste Militär, Colin Powell, das Vorhaben von Präsident Bill Clinton attackierte, jedwede Form schwulenfeindlicher Diskriminierung abzuschaffen. Unsere heterosexuellen Soldaten sollten sich vor schwulen Übergriffen sicher fühlen.
Was für ein Glück, dass unsere Heteros so sensibel sind. Und so mitfühlend. In der Armee würden sie sich niemals an den Frauen vergehen, sie missbrauchen oder vergewaltigen. In Sachen Gleichberechtigung sind wir mittlerweile so weit vorangekommen, dass nicht mehr die Frauen von den Männer beschützt werden müssen, sondern gerade umgekehrt die Männer des Schutzes durch die Frauen bedürfen. Kein Wunder, dass wir gegen die Taliban keine Schnitte sehen - würden wir unsere Frauen gegen die kämpfen lassen, sähe die Lage ganz anders aus!
Was soll´s, belasten wir uns nicht länger mit dem Gedanken, dass Schwule in 28 Ländern ihren Militärdienst leisten, ganz offiziell. Dazu gehören übrigens auch einige unserer Alliierten in Afghanistan. Geschadet hat es uns nicht, sagt jedenfalls General Mike McMullen. Und er merkt an, dass unsere Regelung von 1993 ein "kostspieliger Fehler" ist. Wegen ihr wurden fast 14.000 Soldaten ausgemustert.
Der Mann hat einfach keine Ahnung, schließlich droht uns eine allgemeine Verlotterung: Erst die Schwulen brächten alles durcheinander, brächten Alkoholexzesse, Vergewaltigungen und Tätowierungen in die Armee.
Übersetzung: Christian Schlüter
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