Das Problem mit der Welt ist, dass wir heute und nicht in der guten alten Zeit leben. Seien wir ehrlich: Gibt es auch nur ein einziges Problem, das nicht damit zusammenhängt?
In der guten alten Zeit wurden die Leute krank, litten elendiglich aber respektabel an ihren Krankheiten, litten elendiglich aber respektabel unter den Heilmethoden (wie Chemotherapie) - und starben. Heute sind Hospitäler voll frivolem Geschnatter, weil die Kranken ihr Elend lindern, indem sie kiffen. Dieses schändliche Verhalten ist inzwischen in 14 Bundesstaaten legal, Sarah Palins Alaska eingeschlossen, und die Regierung Barack Obamas unternimmt keine juristischen Schritte dagegen. Gut! - Palin hat gerade meine Stimme verloren: Wenn sie ihren Staat nicht frei halten kann von lasterhaftem Marihuana-Rauchen, was für eine Art Sodom wird sie dann aus dem Rest des Landes machen?
In der guten alten Zeit waren Zeitungen Horte der Redlichkeit. Nie gab es Sex im Hinterzimmer, nie Sensationsberichterstattung und nie wurde gelogen. Heute haben sich Zeitungen, um den Verlust an Lesern und an Werbeeinnahmen zu überleben, der Sünde zugewandt: Die New York Times und das Wall Street Journal haben Weinclubs; der Verlag Conde Nast hat einen Dienst für Online-Partnersuche. Er ermutigt Unzucht! Sie wollen Sportwetten legalisieren und im Internet Wett-Seiten einrichten. (In den guten alten Tagen hat niemand je Sportwetten abgeschlossen.)
Die Zeitungen behaupten, die Einnahmen aus diesen Diensten sind notwendig, um die Zeitungen am Leben zu halten und die unabhängige Berichterstattung zu retten. Aber wen interessieren schon unabhängige, investigative Nachrichten? Es ist so deprimierend - denn dadurch wenden wir uns nur Glücksspielen, Alkohol und Unzucht zu.
In der guten alten Zeit hat die Mafia all diese Dinge betrieben, und das war viel viel besser.
Übersetzung: Sylvia Staude
Kritiken und Nachrichten: Theater, Musik, Literatur, Film und Fernsehen