Hannover. Zum 500. Geburtstag des Reformators Johannes Calvin (1509-1564) wird eine Wanderausstellung in diesem Jahr in zahlreichen Kirchengemeinden in Deutschland, der Schweiz und Österreich gezeigt. Der Genfer Theologe, am 10. Juli 1509 geboren, gehört neben Martin Luther und Ulrich Zwingli zu den großen Reformatoren des 16. Jahrhunderts.
Im lippischen Detmold wird die Schau am 9. Januar offiziell eröffnet. Im Mittelpunkt stehen Leben und Wirken Calvins, teilte die EKD am Freitag in Hannover mit. Etwa 100 Gemeinden und Institutionen haben die Wanderausstellung, von der es neun Exemplare gibt, bereits gebucht.
Gezeigt werden 14 Ausstellungstafeln. Sie behandeln biografische und inhaltliche Aspekte und bieten einen Überblick über die Wirkungsgeschichte. Die einzelnen Tafeln tragen die Überschriften: Kindheit und Studium Calvins, Durchbruch zur Reformation, Anfänge in Genf, Straßburger Lehrjahre, Neuordnung der Genfer Kirche, Die Institutio Calvins, Calvin als Briefeschreiber, Abendmahlsstreit, Prädestinationslehre, Der Prozess gegen Servet, Letzte Jahre und Tod, Widerstand und Demokratie, Wirkungsgeschichte, Calvinismus und Kapitalismus.
Die Bilder und Texte der Ausstellung nehmen nach Angaben der EKD die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf und zeichnen ein Bild des Genfer Reformators, der unter den Bedingungen des Exils für eine konsequente Reformation eintrat und seine Theologie auf die verfolgten und bedrängten Protestanten in Frankreich ausrichtete.
Erstellt wurden die Tafeln von Achim Detmers, dem Calvin-Beauftragten von EKD und Reformiertem Bund. (dpa)
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