Berlin. Fünf Journalisten erhalten in diesem Jahr den Theodor-Wolff-Preis der deutschen Zeitungen. Ausgezeichnet werden Henning Sußebach ("Die Zeit"), Bastian Obermayer ("Süddeutsche Zeitung"), Thomas Scheen ("Frankfurter Allgemeine Zeitung"), Regina Köhler ("Berliner Morgenpost") sowie Nina Grunenberg ("Die Zeit"), die einen Preis für ihr Lebenswerk bekommt. Das teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin mit. Alle Preise sind mit jeweils 6000 Euro dotiert und werden am 2. September in Berlin überreicht.
Sußebach wird in der Kategorie "Kommentar/Glosse/Essay" für einen Beitrag ("Eine Liebe verschwindet") über das in der Wirtschaftskrise veränderte Verhalten der Deutschen zu ihrem Auto ausgezeichnet.
In der Sparte "Allgemeines" wird Bastian Obermayer für seinen Bericht "Bis zum letzten Schlag" über medizinische Details rund um eine Organspende geehrt.
Scheen erhält die Auszeichnung für seine Reportage "Aleksandr, der Bruchpilot". Sie handelt vom Alltag ehemaliger sowjetischer Militärpiloten, die in den Kongo verschlagen wurden.
Köhler wird in der Kategorie "Lokales" ausgezeichnet für einen Rückblick auf die Geschichte einer Mutter, die ihr Kind in einer Babyklappe ablegte und es sich dann anders überlegte ("Die Weihnachtsgeschichte von einem Kind, das in der Zehlendorfer Babyklappe lag").
Einen Preis für ihr Lebenswerk erhält Nina Grunenberg für ihre scharfsinnige Analyse und Recherche. Grunenbergs Beschreibungen komplizierter Sachverhalte aus Bildung und Wissenschaft seien immer ein Lesegenuss, begründete die Jury die Ehrung.
An der Ausschreibung hatten sich 374 Journalistinnen und Journalisten beteiligt. Der Jury gehörten Chefredakteure mehrerer Zeitungen an.
Der Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff (1868-1943). Wolff floh 1933 vor den Nazis ins französische Exil, wurde dort jedoch verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. Er starb in Berlin. (dpa)
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