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Kunst

02. Dezember 2012

Glaser-Sammlung: Die Rückkehr des einsamen Mädchens

 Von Ingeborg Ruthe
Die Einsame von Edvard Munch: „Junge Frau am Strand“ 1896.Foto: SMB / Jörg P. Anders

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz restituiert Werke aus der Sammlung der Familie Glaser. Vier Grafiken, darunter Edvard Munchs „Mädchen am Strand“, „Gebet eines alten Mannes“ und „Der Tod und die Frau“.

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Berlin –  

Es geht immer um Gerechtigkeit, wenn die „Washingtoner Prinzipien“ für den Umgang mit in der NS-Zeit beschlagnahmtem und geraubtem jüdischen Eigentum zur Anwendung kommen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt vier wundervolle Grafiken aus der ehemaligen Sammlung des jüdischen Berliner Mediziners und Kunsthistorikers Curt Glaser an dessen Erben zurück.

Edvard Munchs „Mädchen am Strand“, „Gebet eines alten Mannes“ und „Der Tod und die Frau“ sowie Ernst Ludwig Kirchner „Bauernunterhaltung“ befanden sich seit 1933 im Kupferstichkabinett. Glaser, seit 1909 engagiert tätig für das Museum, Munch-Förderer und als geachteter Direktor der Kunstbibliothek von den Nazis nach deren Machtergreifung aus dem Amt gejagt, ging ins Exil – über Frankreich bis in die USA, wo er 1943 starb.

Unter finanziellem Zwang hatte er vor der Flucht große Teile seiner Privatsammlung versteigern lassen, darunter auch grafische Werke, die damals das Kupferstichkabinett erwarb; weitere fünf Blätter bekam das Haus von einem Unbekannten geschenkt. Vielleicht von Glaser? Belege dafür gibt es keine.

Soeben beschloss die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, oben genannte vier Grafiken an die Familie Glasers zurückzugeben, auch eingedenk der großen Verdienste des Mannes um die Berliner Museen. Die restlichen Blätter bleiben im Einvernehmen mit den Erben im Besitz der Preußenstiftung – zugänglich für alle Kunstfreunde.

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